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Das vorliegende Materialpaket richtet seinen Blick besonders auf die Durchdringung des Werkes Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt. Hierbei werden insbesondere Schwerpunkte im Hinblick auf verschiedene Interpretationsansätze geliefert, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen das Geschehen in Güllen in einen philosphischen, histotrischen, anthropologischen und mythologischen Kontext zu bringen.
Das Material beinhaltet folgende Punkte:
Das vorliegende Material setzt sich explizit mit der antiken Deutung des Werkes auseinander, welche durch den Lehrer seine Tragweite erreicht. Dieser sieht in Claire eine Verkörperung von Klotho und Medea zugleich und gibt ihr somit die Deutung der Richterin und Henkerin gleichermaßen an die Hand. Diese Zusammenhänge gilt es durch die Schülerinnen und Schüler zu erschließen, indem sie sich zunächst mit den Geschichten der beiden griechischen Vorbildern beschäftigen, um diese letztlich mit Claire ins Verhältnis zu setzen. Auf Basis einer vorgegebenen Szene mit beigefügter Schritt für Schritt Anleitung führen die Schülerinnen und Schüler eine Szenenanalyse (Situationsanalyse, Figurenanalyse, Dialoganalyse, Handlungsanalyse) durch und interpretieren ihre Erkenntnisse kreativ, indem sie einen Dialog zwischen dem Lehrer und dem Arzt verfassen. Abschließend wird das antike Thema erneut aufgegriffen und der klassische antike Fünfakter mit dem Dreiakter im Werk verglichen und die Dramenkurve Gustav Freytags auf diese angewendet.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Das vorliegende Material lässt sich als diskursiver Einstieg in den Besuch der alten Dame nach dessen Erstrezeption durch die Schülerinnen und Schüler verstehen. Hierzu zählt zunächst ein Lektüretest, um sicher zu stellen, dass die Lernenden das Buch rezipiert haben und sich somit vollständig auf dessen Erarbeitung konzentrieren können. Als Einstieg werden die Schülerinnen und Schüler mit einem Brief von Claire Zachanassian konfrontiert, der die Leiche von Alfred Ill mit einer großzügigen Summe von einer Milliarde ins Verhältnis setzt. Im Rahmen eines Rollenspiels mit verschiedenen, noch nicht auf das Stück angepassten Argumentationen sollen die Lernenden diskursiv über das Für und Wider dieses Angebotes sprechen und anschließend im geheimen abstimmen. Den Anschluss bilden eine gelenkte Diskussion und Ausarbeitung von Argumenten mit drei verschiedenen Schwerpunkten, die jeweils in Gruppenarbeit durchgeführt werden. · Moralische Aspekte · Wirtschaftliche Aspekte · Langfristige Konsequenzen Erläuternd setzen sich die Lernenden nun am Beispiel Ill gegen die Güllen mit den moralphilosophischen Perspektiven der Deontologie und dem Utilitarismus auseinander und erarbeiten auf Basis ihrer Erkenntnisse eine erste Figurencharakterisierung aller zentralen Figuren: Bürgermeister, Pfarrer, Lehrer, Polizist, Zachanassian, Ills Familie Die Absurdität menschlicher Moralvorstellungen, die sich hierbei zeigt, wird mit dem Begriff der Groteske in Verbindung gebracht und in einer Figurenkonstellation verwirklicht.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Das vorliegende Material betrachtet verschiedene Kontexte, die zum tieferen Verständnis der Inhalte des Werkes relevant sein können. Die Lernenden bewegen sich im Rahmen einer Stationenarbeit durch die Stadt Güllen und elaborieren an den verschiedenen Stellen unterschiedliche Fragen über Symboliken der Distanz zur Komödie Dürrenmatts und dessen Verhältnis zum brechtschen Theater, der Zeitlosigkeit des Werkes und letztlich über die Frage der Schuld, welche das gesamte Stück durchwirkt.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Das vorliegende Material stellt die Inszenierung des Todesurteils Alfred Ills im Theatersaal in Güllen in den Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und diskutieren die Wirkung dieser skurril anmutenden Szene von ihrer räumlichen bis hin zu feierlich religiös geprägten Stimmung. Dabei nehmen sie besonders den Lehrer und die Neusortierung seiner Moralvorstellungen in den Blick, um letztlich die groteske Haltung und damit das güllener Gefühlstheater wiederzuerkennen. Dies bietet die grundlegende Voraussetzung für eine abschließende kreative Auseinandersetzung mit der Paradoxie menschlichen Handelns im Stück. Die Lernenden bilden Gruppen und gestalten auf Basis der Wahl verschiedener Figuren ein Drehbuch und einen Film, in welchem das Gefühlstheater zur Geltung kommt. Ein Bewertungsbogen beider Leistungen liegt dem Material außerdem bei.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
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