Dies liegt oft darin begründet, dass es einerseits Rückmeldungen gemessen an der Individualnorm gibt. Auf Social Media kursieren diesbezüglich Begriffe wie „Growth Mind“.Ich persönlich denke, dass wir beides brauchen. Solange es eine lehr- oder lernplanbasierte Ausbildung gibt, dienen diese Vorgaben als Referenz für Rückmeldungen. Es wäre höchst problematisch, wenn ein LAA bei seiner UPP zum ersten Mal von diesen Maßstäben hört und nach der Sachnorm gemessen wird. Er würde überhaupt nicht nachvollziehen können, warum das Urteil ggf. anders ausfällt als bisher. Aber: Die Vorgaben formulieren den Kompetenzstand am Ende der Lehramtsausbildung. Einen LAA bei seinem ersten Unterrichtsbesuch daran zu messen, würde zu einem vielleicht sachlich richtigem, aber niederschmetterndem Urteil führen. Für jeden Fachleiter*in stellt sich also die Frage, wie er die Sachnorm in seine Seminarkonzeption integriert. Zur Veranschaulichung skizziere ich dir hier grob eine Möglichkeit.
Ich kann …
Ich kann …
Ich kann …
Das Referendariat kann manchmal zu privaten, allgemeindidaktischen oder fachlichen Verunsicherungen in unterschiedlichem Ausmaß führen. Typ 1 hat enorme Startschwierigkeiten und danach läuft es gut. Typ 2 hat in der Mitte ein Tief und versteht nicht, warum es plötzlich nicht mehr funktioniert, berappelt sich und fährt wie gewohnt fort. Typ 3 war bisher von allem unberührt und strauchelt plötzlich kurz vor dem Examen, was zu zusätzlichem Stress und Prüfungsängsten führen kann. Jeder LAA hat irgendwann einmal seinen subjektiven Tiefpunkt bei einer Sache, durch die er sich gerade durchbeist. Für mich sind dies einfach unterschiedliche Arten von Entwicklungskurven, die einfach zu Lernsituationen dazugehören. Ich habe es schon erlebt, dass sich jemand in der Verlängerung plötzlich derart auf den Hosenboden gesetzt hat, dass er die Basics und fachlichen Aspekte in zwei Monaten gelernt und auf einem guten Niveau umgesetzt hat. Vor dieser Ernst- und Gewissenhaftigkeit (LAA und liebevoll unterstützende Ausbildungslehrkraft) ziehe ich heute noch den Hut. Dieses Lerntempo ist wirklich eine große Ausnahme. Im Regelverlauf braucht es ungefähr 3-6 Monate kontinuierliche Übung. Man muss sich erst einmal an bestimmte Knackpunkte heranarbeiten, damit man sich durchbeißen und eine tragfähige Lösung entwickeln kann. Gedicht als verdichtete Sprache eine hohe didaktisch dichtem Unterricht
Ich kann …
Viele wollen direkt schon beim 1. UB .. da nicht personal gesteuert, sondern vor allem personal nachgesteuert wird, was material nicht sitzt. Natürlich kann man dahingehend beraten, welche Strategien der personalen Kompensation es gibt. Nachhaltiger ist es aber, an den Basics oder der Fachlichkeit anzusetzen, um die Problemstelln in Zukunft überhaupt nicht auftreten zu lassen. Prämisse materiale vor personaler Steuerung. … Raum zur Entwicklung geben, bevor die personale Steuerung Teil einer Leistungssituation wird. Wenn der materiale Teil des Unterrichts sitzt, ist der Bereich, der dann noch für die personale Steuerung übrig bleibt, verhältnismäßig leicht zu händeln.
xxx
Resümee
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