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Ich bin Lehrerin am Gymnasium für Deutsch, Gemeinschaftskunde und Wirtschaft.
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28 Seiten
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Unterrichtsreihe zu Arthur Schnitzlers „Lieutenant Gustl“ (Ausgabe: Reclam XL)
Die Reihe enthält zu allen Stunden Arbeitsblätter, detaillierte Erwartungshorizonte und eine den Unterricht strukturierende PowerPoint-Präsentation.
Der Beginn der Novelle – Einstieg in die Lektüre
Der Einstieg in die Lektüre erfolgt gemeinsam im Unterricht, der Rest wird über die Ferien gelesen. Lektürebegleitend erstellen die Schüler*innen einen Zeitstrahl, in dem sie Ort- und Zeitangaben der Novelle festhalten.
In der Einstiegsstunde lesen die Schüler*innen die Seiten 7 bis 13 und arbeiten heraus, welche Themen in Gustls inneren Monolog Eingang finden. Sie charakterisieren kurz das Verhältnis zu drei zentralen Figuren (Steffi, Kopetzky, der Doktor) und analysieren einen Textauszug in Bezug auf sprachliche Auffälligkeiten und deren Funktion.
Wer ist Lieutenant Gustl?
Die Schüler*innen belegen bzw. widerlegen in Gruppenarbeit Thesen zur Person Gustls mit passenden Textstellen (vgl. Arbeitsblatt). Sie bauen auf Basis dieser Ergebnisse ein Standbild und fotografieren dieses. Sie überprüfen in der Folgestunde anhand der von Adorno aufgestellten „F-Skala“, inwieweit Gustl Züge eines autoritären Charakters aufweist (vgl. Arbeitsblatt).
Der Ehrbegriff von Lieutenant Gustl
Die Schüler*innen erarbeiten als vorbereitende Hausaufgabe die Handlungsmöglichkeiten Gustls nach der Ehrverletzung durch den Bäckermeister und setzen diese in Bezug zu der Duellpraxis (inkl. Ehrennotwehr) der Zeit (vgl. Arbeitsblatt). Der Rekurs auf diese Hausaufgabe erfolgt in der Stunde. Erarbeitet wird im Folgenden der Ehrbegriff Gustls zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Lieutenant Gustls Weg durch Wien
Die Schüler*innen markieren nach einem Kurzvortrag zur Situation Wiens um 1900 zunächst auf einem historischen Stadtplan Gustls Weg durch Wien. Anschließend erarbeiten sie in arbeitsteiliger Gruppenarbeit Gustls Empfindungen, Bedürfnisse, Gedanken, Entscheidungen an den verschiedenen Handlungsorten (vgl. Arbeitsblatt) und prüfen, inwiefern es einen Zusammenhang zwischen Gustls Gedanken und dem jeweiligen Ort gibt. Vertiefend diskutieren sie, warum Schnitzler Gustls Weg als eine Kreisbewegung konstruierte.
Arthur Schnitzler und die Wiener Moderne
Die Schüler*innen arbeiten aus einem Text heraus, wie Hermann Bahr, der theoretische Kopf der Wiener Moderne, moderne Literatur bestimmt (vgl. Arbeitsblatt). Sie erklären, inwiefern weder ein auktoriales Erzählverhalten noch eine Ich-Erzählung moderne Literatur im Sinne Bahr sein kann und überprüfen anschließend, inwiefern Bahrs Kriterien auf Lieutenant Gustl zutreffen. Abschließend diskutieren die SuS, welche Form der Figurenrede (erlebte Rede, innerer Monolog, Bewusstseinsstrom) Bahr wohl präferiert hätte (vgl. Arbeitsblatt) und experimentieren mit den unterschiedlichen Formen der Figurenrede.
Dieses Materialpaket enthält folgende Materialien:Unterrichtsreihe zur Lyrik der RomantikUnterrichrsreihe zur Lyrik des ExpressionismusUnterrichtsreihe zu Juli Zeh: Corpus DelictiUnterrichtsreihe zu Arthur Schnitzler: Lieutenant GustlUnterrichtsreihe zu Robert Seethaler: Der Trafikant
Klassenstufen: 10. Klasse, Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
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