Fr. Blume...
Ich bin Lehrerin am Gymnasium für Deutsch, Gemeinschaftskunde und Wirtschaft.
138 Materialien
5472 Follower
14 Following
28 Seiten
6 Materialien






Dieses Materialpaket enthält folgende Materialien:
Unterrichtsreihe zur Lyrik der Romantik
Unterrichrsreihe zur Lyrik des Expressionismus
Unterrichtsreihe zu Juli Zeh: Corpus Delicti
Unterrichtsreihe zu Arthur Schnitzler: Lieutenant Gustl
Unterrichtsreihe zu Robert Seethaler: Der Trafikant
Die vorliegende Einheit enthält detaillierte Ausführungen zum Verlauf der einzelnen Stunden, Arbeitsblätter und Erwartungshorizonte und eine den Unterricht strukturierende PowerPoint-Präsentation. Die Einheit wurde erfolgreich in einer 10. Klasse (Gymnasium) unterrichtet. Die verwendeten Seiten- und Zeilenangaben beziehen sich auf die Taschenbuch-Ausgabe des Romans (Kein & Aber Pocket). Die Planung der Einheit bezieht sich auf Doppelstunden.Die Einheit ist auch Bestandteil meines Materialpakets zum Roman "Der Trafikant". Enthalten sind hier auch drei Klausuren zu den folgenden Textstellen: Franz auf dem Kahlenberg; Anezka und der SS-Mann; Franz und Roßhuber. Die Klausuren kann man auch einzeln erwerben. Ablauf der Einheit: Die Schülerinnen und Schüler (im Folgenden SuS) lesen den Roman vor Beginn der Unterrichtsreihe selbstständig zu Hause. Während der häuslichen Lektüre erstellen sie einen Überblick über die Handlung des Romans und notieren zudem drei Zitate , die ihrer Meinung nach eine Schlüsselfunktion für das Verständnis der Handlung haben. 1) Annäherung an den Roman: Die Annäherung an den Roman erfolgt über eine Positionierung zum Roman, der die Möglichkeit bietet, über die häuslichen Lektüreerfahrungen der SuS ins Gespräch zu kommen. Anschließend wählen die SuS in Gruppenarbeit aus den von ihnen gefundenen Schlüsselzitaten besonders treffende Textstellen aus und begründen ihre Wahl. Sie rekonstruieren im weiteren Verlauf der Stunde die Romanhandlung anhand von Handlungsbausteinen, die sie verschiedenen Handlungssträngen des Romans zuordnen. 2) Die Figuren des Romans/Franz‘ Ankunft in Wien: Die SuS erstellen eine Figurenkonstellation zum Roman. Ausgehend von einer historischen Postkarte vom Attersee formulieren sie Assoziationen zu einem dort heranwachsenden Jugendlichen, analysieren dann die Textstelle, die Franz‘ Ankunft in Wien darstellt, und erläutern zusammenfassend die Wirkung der Stadt auf Franz. 3) Wer ist Otto Trsnjek? Die SuS schreiben anhand von vorgegebenen Textstellen und Leitfragen eine Rollenbiographie von Otto Trsnjek. Vertiefend lassen sie Chat GPT die Rolle von Otto Trsnjek einnehmen und befragen ihn. Die entstehenden Antworten/Texte werden auf ihre Stimmigkeit hin geprüft. 4) Die Beziehung zwischen Franz und Anezka: Die SuS erstellen zwei Beziehungskurven, die die Intensität der Gefühle von Franz zu Anezka bzw. von Anezka zu Franz im Verlauf des Romans darstellen, und analysieren diese. 5) Die Beziehung zwischen Franz und seiner Mutter: Die SuS vergleichen die Postkarten, die Franz und seine Mutter sich schreiben, mit „normalen“ Postkarten und erläutern zunächst auf Basis der Postkarten, dann auch unter Einbezug der Briefe, welche Beziehung Franz und seine Mutter zueinander haben und wie sich diese entwickelt. 6) Franz und Sigmund Freud: Die SuS lesen einen Text zu Sigmund Freuds Leben, seinem Modell von Es, Ich und Über-Ich und der Bedeutung von Träumen in seiner Theorie. Sie halten stichpunktartig Übereinstimmungen zwischen dem Roman und dem realen Leben von Sigmund Freud fest und erstellen eine Grafik des Modells von Es, Ich und Über-Ich. Im Anschluss analysieren sie Träume von Franz. 7) Der historische Hintergrund der Romanhandlung: Die SuS lesen einen Sachtext und tragen die genannten historischen Ereignisse in einen Zeitstrahl ein. Anschließend werden in arbeitsteiliger Gruppenarbeit die zeitlich identifizierbaren Ereignisse der Romanhandlung ergänzt. 8) Franz‘ Entwicklung: Die SuS überprüfen anhand von vorgegebenen Textstellen, inwiefern sich Franz in den Bereichen Verhältnis zur Mutter; Bildung/Information; Liebe/Sexualität; Pflichtbewusstsein; selbstbestimmtes Handeln und Denken entwickelt. 9) Die Erzähltechnik des Romans: Die SuS analysieren anhand von ausgewählten Textstellen das Erzählverhalten des Romans und diskutieren die Funktionen dieser Erzähltechnik.
Klassenstufen: 10. Klasse
Die Reihe „Lyrik der Romantik“ vermittelt den Schüler*innen einen Einblick in die Epoche der Romantik. Themen sind Grundgedanken der Romantik; das Sehnsuchtsmotiv; das Motiv des Wanderns; das Motiv der Liebe; die Natur in der Romantik. Enthalten ist zudem eine Klausur zu Eichendorffs Gedicht "Der Einsiedler" mit detailliertem Erwartungshorizont. Die Planung dieser Reihe enthält Stundenverlaufspläne, Arbeitsblätter/Arbeitsaufträge und detaillierte Erwartungshorizonte zu allen Gedichten sowie eine den Unterricht strukturierende Präsentation. Sie lässt sich so ohne große weitere Mühen im Unterricht der Oberstufe einsetzen. Die Unterrichtsreihe wurde zweifach erfolgreich in einem Basisfach Deutsch der Kursstufe 1 unterrichtet. Bei Interesse habe ich auch mehrere Klausuren zur Lyrik der Romantik in meinem Materialangebot.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Unterrichtsreihe zu Arthur Schnitzlers „Lieutenant Gustl“ (Ausgabe: Reclam XL) Die Reihe enthält zu allen Stunden Arbeitsblätter, detaillierte Erwartungshorizonte und eine den Unterricht strukturierende PowerPoint-Präsentation. Der Beginn der Novelle – Einstieg in die Lektüre Der Einstieg in die Lektüre erfolgt gemeinsam im Unterricht, der Rest wird über die Ferien gelesen. Lektürebegleitend erstellen die Schüler*innen einen Zeitstrahl, in dem sie Ort- und Zeitangaben der Novelle festhalten. In der Einstiegsstunde lesen die Schüler*innen die Seiten 7 bis 13 und arbeiten heraus, welche Themen in Gustls inneren Monolog Eingang finden. Sie charakterisieren kurz das Verhältnis zu drei zentralen Figuren (Steffi, Kopetzky, der Doktor) und analysieren einen Textauszug in Bezug auf sprachliche Auffälligkeiten und deren Funktion. Wer ist Lieutenant Gustl? Die Schüler*innen belegen bzw. widerlegen in Gruppenarbeit Thesen zur Person Gustls mit passenden Textstellen (vgl. Arbeitsblatt). Sie bauen auf Basis dieser Ergebnisse ein Standbild und fotografieren dieses. Sie überprüfen in der Folgestunde anhand der von Adorno aufgestellten „F-Skala“, inwieweit Gustl Züge eines autoritären Charakters aufweist (vgl. Arbeitsblatt). Der Ehrbegriff von Lieutenant Gustl Die Schüler*innen erarbeiten als vorbereitende Hausaufgabe die Handlungsmöglichkeiten Gustls nach der Ehrverletzung durch den Bäckermeister und setzen diese in Bezug zu der Duellpraxis (inkl. Ehrennotwehr) der Zeit (vgl. Arbeitsblatt). Der Rekurs auf diese Hausaufgabe erfolgt in der Stunde. Erarbeitet wird im Folgenden der Ehrbegriff Gustls zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Lieutenant Gustls Weg durch Wien Die Schüler*innen markieren nach einem Kurzvortrag zur Situation Wiens um 1900 zunächst auf einem historischen Stadtplan Gustls Weg durch Wien. Anschließend erarbeiten sie in arbeitsteiliger Gruppenarbeit Gustls Empfindungen, Bedürfnisse, Gedanken, Entscheidungen an den verschiedenen Handlungsorten (vgl. Arbeitsblatt) und prüfen, inwiefern es einen Zusammenhang zwischen Gustls Gedanken und dem jeweiligen Ort gibt. Vertiefend diskutieren sie, warum Schnitzler Gustls Weg als eine Kreisbewegung konstruierte. Arthur Schnitzler und die Wiener Moderne Die Schüler*innen arbeiten aus einem Text heraus, wie Hermann Bahr, der theoretische Kopf der Wiener Moderne, moderne Literatur bestimmt (vgl. Arbeitsblatt). Sie erklären, inwiefern weder ein auktoriales Erzählverhalten noch eine Ich-Erzählung moderne Literatur im Sinne Bahr sein kann und überprüfen anschließend, inwiefern Bahrs Kriterien auf Lieutenant Gustl zutreffen. Abschließend diskutieren die SuS, welche Form der Figurenrede (erlebte Rede, innerer Monolog, Bewusstseinsstrom) Bahr wohl präferiert hätte (vgl. Arbeitsblatt) und experimentieren mit den unterschiedlichen Formen der Figurenrede.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Zu allen Stunden gehören ausführliche Verlaufspläne, Arbeitsblätter und detaillierte Interpretationen der Gedichte. Zudem bietet die Reihe eine Präsentation mit den Arbeitsaufträgen und animierten Ergebnisfolien zu allen behandelten Gedichten. Enthalten ist außerdem ein Vorschlag für eine Klausur mit Erwartungshorizont. 1) Einstieg Die Schüler*innen betrachten in Form eines Museumsgangs expressionistische Gemälde (vgl. Links). Möglich ist es, währenddessen ein expressionistisches Musikstück laufen zu lassen (vgl. Links). Die Schüler*innen sammeln Assoziationen, die ihnen beim Betrachten und Hören kommen, und notieren Fragen, die sich ihnen stellen. In der sich anschließenden Erarbeitungsphase erarbeiten die Schüler*innen in arbeitsteiliger Gruppenarbeit Informationen zum zeit- und ideengeschichtlichen Hintergrund der Epoche (vgl. Arbeitsblatt), die schriftlich in einer vorstrukturierten Tabelle (vgl. Arbeitsblatt) festgehalten und anschließend in der Gesamtgruppe referiert/ergänzt werden. In der Phase der Vertiefung stellen die Schüler*innen den Bezug zu den Bildern aus der Einstiegsphase her und stellen Überlegungen an, wie die Lyrik der Epoche gestaltet sein könnte. 2) Jakob van Hoddis, Weltende Als Einstieg formulieren die Schüler*innen ihre Erwartungen an ein Gedicht mit dem Titel „Weltende“. Anschließend erhalten sie das zerschnittene Gedicht (vgl. Arbeitsblatt) und puzzeln dieses in Gruppenarbeit zusammen. Einige Gruppen präsentieren ihre Version des Gedichts. Thematisiert werden Unterschiede zwischen den Erwartungen vom Stundenbeginn und den Versen des Gedichts von van Hoddis. Die Präsentation des Originaltextes erfolgt über ein Audio (vgl. Link), anschließend dann der Vergleich mit den Versionen der Schüler*innen. In der Erarbeitungsphase unterstreichen die Schüler*innen im Text (vgl. Arbeitsblatt) in zwei verschiedenen Farben Elemente des Bedrohlichen/Schrecklichen und Elemente des Komischen/Banalen. Sie untersuchen zudem die formalen Merkmale des Gedichts (Strophenbau, Reim, Metrik) und setzen sie in Beziehung zum Textinhalt. 3) Alfred Wolfenstein, Städter Nach einem Audio-Vortrag des Gedichts (vgl. Link) erstellen die Schüler*innen eine Wordcloud (Mentimeter) mit den ersten Eindrücken des Gedichts. Die Analyse des Gedichts erfolgt in Gruppenarbeit (vgl. Arbeitsblatt), bei der Auswertung wird der Rückbezug zur Wordcloud hergestellt. Möglichkeiten zur Weiterarbeit bieten ein kreativer Schreibauftrag oder der Vergleich des Gedichts mit einem Gemälde von George Grosz (vgl. Link). 4) Georg Heym, Der Gott der Stadt Der Einstieg in die Stunde erfolgt erneut über den Titel. In der Erarbeitungsphase untersuchen die Schüler*innen die Darstellung von Baal und die Beziehung zwischen ihm und den Städten/den Menschen (vgl. Arbeitsblatt). Bei der Auswertung kann ein Exkurs zu Heinrich Kleys Gemälde „Die Krupp’schen Teufel“ (vgl. Link) helfen, einen Zugang zum Gedicht zu finden. 5) Merkmale der Epoche Abschließend erarbeiten sich die Schüler*innen typische Merkmale der Epoche und stellen den Bezug zu den im Unterricht erarbeiteten Gedichten her (vgl. Arbeitsblatt). Möglich ist es hier, kollaborativ mit Flinga zu arbeiten. Klausur: Georg Heym, Die Stadt
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Bewertungen und Kommentare