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Ein Betrieb will eine neue Fertigungslinie bauen – in Ulm oder im tschechischen Pilsen? Diese fertig ausgearbeitete Stunde für die Berufsschule startet mit einem Schlagzeilen-Duell: „Eine Arbeitsstunde kostet 45 Euro“ gegen „Deutschland weltweit auf Platz 5 in der Wissenschaft“. Passt das zusammen? Eine Daumenprobe führt direkt zur Leitfrage: Ist Deutschland als Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig?
Im ersten Schritt untersuchen die Lernenden das Lohnniveau: Sie klären den Unterschied zwischen Stundenlohn und Arbeitskosten (Bruttoverdienst + Lohnnebenkosten), werten ein Diagramm mit aktuellen EU-Daten 2025 aus, rechnen den Kostenunterschied zu Tschechien aus und ordnen sechs Aussagen als Vor- oder Nachteil für den Standort ein.
Im zweiten Schritt erarbeiten sie arbeitsteilig die Standortfaktoren Fachkräfte (Fachkräftelücke, Renteneintritt der Babyboomer, duale Ausbildung, Chancenkarte) und Nachhaltigkeitsstandards (Klimaneutralität 2045, CO₂-Preis, Lieferkettengesetz, vereinfachte EU-Berichtspflichten, Energiepreise, Umwelttechnik). Ein Steckbrief und eine Standort-Ampel bündeln Stärken und Schwächen.
Im Transferblatt beurteilen die Lernenden eine Standortentscheidung: Mit einem Faktenblatt (echte Arbeitskosten und IMD-Ranking 2026, fiktive Firmenangaben) füllen sie eine Standort-Scorecard aus, formulieren Argumente aus Sicht von Geschäftsführung und Betriebsrat und schreiben einen Kommentar für die Mitarbeiterzeitung. Die Lösung enthält einen Muster-Kommentar und Bewertungskriterien.
Ein Tafelbild wird per Klick schrittweise aufgebaut: Dach „Wettbewerbsfähigkeit“, drei Säulen mit Stärken und Schwächen, das Fundament „gut ausgebildete Arbeitnehmende“ und ein Merksatz. Als Puffer spielen die Lernenden ein Standort-Quartett mit sieben EU-Ländern und entdecken, dass niedrige Arbeitskosten allein keinen guten Standort machen.
Die Einheit umfasst rund 90 Minuten (Doppelstunde) und enthält einen Verlaufsplan mit drei Lernzielen und Anforderungsbereichen. Sie setzt die verpflichtende Konkretisierung „die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland als Wirtschaftsstandort im internationalen Vergleich analysieren (Lohnniveau, Fachkräfte, Nachhaltigkeitsstandards)“ des Bildungsplans Wirtschaftskompetenz für die Berufsschule in Baden-Württemberg (gültig ab 1. August 2026, Kompetenzbereich „Als Arbeitnehmende handeln“) um. Datenstand: Oktober 2026.
Auf jedem Schülerblatt steht eine Aufgabe „Für die Schnellen“ mit Lösung, alle Arbeitsblätter liegen als Schüler- und Lehrerfassung vor.
In den Materialien findest Du Lösungen zu allen Arbeitsblättern, einschließlich aller Originaldateien wie beispielsweise Textdokumente, Präsentationen und Tabellenkalkulationen. Dadurch hast Du die Freiheit, selbstständig Anpassungen vorzunehmen. Für den Einstieg gibt es einen Lösungsvorschlag in der „Notizen"-Sektion der Präsentation.
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