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Wie können aus einer Ursprungsart zwei verschiedene Arten entstehen – und woran lässt sich überhaupt erkennen, ob zwei Lebewesen derselben Art angehören?
Dieses Arbeitsmaterial sichert die zentralen Zusammenhänge von geografischer Isolation, allopatrischer Artbildung und biologischem Artbegriff. Ein kompakter Sachtext fasst zunächst zusammen, wie die räumliche Trennung von Populationen den Genfluss unterbrechen kann und welche Rolle Mutation, Rekombination, Selektionsdruck und lange Zeiträume bei der weiteren Entwicklung spielen.
Die Schüler*innen strukturieren den Prozess der allopatrischen Artbildung anschließend selbst in einem Flussdiagramm oder einer beschrifteten Skizze und übertragen das Prinzip auf weitere geografische Barrieren. Eine Transferaufgabe greift außerdem die wichtige Frage auf, warum eine lange geografische Isolation zwar eine Artbildung ermöglichen, aber nicht zwangsläufig zu neuen Arten führen muss.
Im zweiten Teil wird der biologische Artbegriff eingeführt und direkt angewendet: An verschiedenen Tierpaaren – darunter Wolf und Pudel, Pferd und Esel sowie Löwe und Tiger – recherchieren die Schüler*innen die Fortpflanzungsfähigkeit und beurteilen begründet, ob es sich um eine oder verschiedene Arten handelt.
Das Material ist in zwei aufeinander aufbauende Teile gegliedert:
Teil 1 – Artbildung am Beispiel der Rotbauch- und Gelbbauchunke
Das erste Arbeitsblatt ermöglicht eine materialgestützte, weitgehend selbstständige Erarbeitung der Entstehung zweier Arten. Anhand von Verbreitungskarten, der Vergletscherung Europas während der letzten Eiszeit und der heutigen Hybridzone entwickeln die Schüler*innen eine Hypothese zur evolutiven Entstehung der beiden Unkenarten. Lösungshinweise sind enthalten.
Teil 2 – Geografische Isolation & biologischer Artbegriff
Das zweite Arbeitsblatt dient der Sicherung und Systematisierung. Die zuvor erschlossenen Zusammenhänge werden fachsprachlich als geografische Isolation und allopatrische Artbildung gefasst. Anschließend wird der biologische Artbegriff eingeführt und anhand verschiedener Tierpaare angewendet. Auch dieser Teil enthält Lösungshinweise.
Die beiden Teile können direkt nacheinander eingesetzt werden: Teil 1 legt den Schwerpunkt auf das eigenständige Erschließen des Evolutionsprozesses, Teil 2 auf die fachliche Sicherung, den Transfer und die Anwendung der Fachbegriffe.
Das Material eignet sich besonders zur Sicherung und Systematisierung nach einer vorherigen Erarbeitung der geografischen Isolation und Artbildung.
Enthalten sind: Arbeitsblatt mit Sachinformationen und Arbeitsaufträgen sowie Lösungshinweise.
Geeignet für: Biologie Sek II · Evolution · Artbildung · Isolation · biologischer Artbegriff
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