Kennst du das? In einer Klasse sitzen 28 Kinder mit 28 Tempos. Die einen sind nach zehn Minuten fertig und langweilen sich, die anderen kommen kaum los. Gute Differenzierung darf dich aber nicht drei zusätzliche Vorbereitungsstunden kosten. Mit zwei einfachen Bausteinen gelingt sie fast von selbst.
So differenzierst du in zwei Richtungen:
1. Nach unten mit gestuften Tippkarten. Jede Karte gibt genau einen Denkanstoß – vom Begriff über ein Signalwort bis zum ersten Kettenglied. Sie lösen die Aufgabe nicht, sie führen zum Lösen. Schwächere Gruppen nehmen sie bei Bedarf, alle anderen brauchen sie nicht.
2. Nach oben mit einer Sprinteraufgabe. Wer früh fertig ist, bekommt keine „mehr vom Gleichen"-Aufgabe, sondern echten Transfer: eine neue Situation, eine Bewertung, eine eigene Lösung. So bleibt niemand unterfordert.
3. Wichtig: Tippkarten und Sprinteraufgabe gehören auf eigene Blätter, nicht offen aufs Arbeitsblatt. Sonst ist der Reiz weg und die Karten verraten die Lösung.
Warum das funktioniert:
Alle Kinder arbeiten am selben Lerngegenstand und können sich am Ende an der gemeinsamen Sicherung beteiligen – Teilhabe statt Parallelunterricht. Du gibst die Karten einfach nach Bedarf aus und musst nichts doppelt vorbereiten.

Dein Einstieg:
In unseren Materialien ist diese Differenzierung schon eingebaut: Jede Mystery-Stunde bringt vier gestufte Tippkarten und eine Sprinteraufgabe mit. Probier das Gratis-Mini-Mystery zum Ökosystem Teich (Klasse 5/6) aus und schau, wie ruhig deine Gruppen plötzlich arbeiten.

Wie differenzierst du in deinen Stunden? Schreib es uns gern!
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