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Mira und Jonas kennen sich seit der dritten Klasse. Seit diesem Schuljahr hängt Jonas bei einer anderen Gruppe - und Mira steht innerhalb von zwei Wochen vier Mal vor einer Entscheidung: der freie Platz im Bus, das gebrochene Versprechen, der Spitzname, über den er mitlacht, und am Ende seine Bitte, für ihn zu schweigen. Jedes Mal gibt es zwei Wege. Jedes Mal geht es weiter - zurück kann sie nicht.
Die Gruppen gehen den Entscheidungsbaum Gabel für Gabel durch und tragen an jeder Gabel ein, wofür sie sich entschieden haben und warum. Am Ende hat jede Gruppe einen Weg aus vier Buchstaben, den sie mit einer anderen Gruppe vergleicht. Zwei Gruppen biegen an derselben Gabel verschieden ab und können beide begründen - genau dort beginnt das Gespräch, und der Baum macht diese Verzweigung sichtbar.
Den entscheidenden Unterschied findet die Klasse selbst: Zu jemandem zu stehen ist nicht dasselbe wie mitzumachen, und keins von beidem ist Verrat. Fest steht nur diese begriffliche Unterscheidung. Wo bei Mira und Jonas die Grenze verläuft, bleibt offen - auch im Erwartungshorizont, in dem beide Positionen gleich lang und gleich stark ausgearbeitet sind, jeweils mit dem Kriterium und mit der Grenze der eigenen Position.
Enthalten sind: die Ausgangslage als Vorlesetext, der Entscheidungsbaum mit vier Gabeln und Begründungszeilen, ein Vergleichsbogen für zwei Gruppen, ein Infoblatt zur Unterscheidung von Loyalität, Mitmachen und Fallenlassen, vier Aufgaben von AFB I bis III, fünf Denkhilfen mit Satzanfängen, zwei Zusatzaufgaben für schnelle Teams und ein Erwartungshorizont mit Beobachtungsraster zur Begründungsqualität.
Für die Lehrkraft: Fahrplan mit aufgehender Zeitsumme, ehrliche Ansage für die Einzelstunde, Plan B an beiden Gelenkstellen, vier Stolpersteine mit wörtlichen Rückfragen und drei Reflexionsfragen für die eigene Durchführung. Nichts auszuschneiden, nichts vorzubereiten.
Schutz: Keine Aufgabe fragt nach eigenen Freundschaften oder eigenen Erfahrungen mit Ausgrenzung. Gearbeitet wird durchgehend an den erfundenen Figuren. Ein Hinweis für den Fall, dass der Fall einen laufenden Konflikt in der Lerngruppe trifft, steht im Lehrerteil.
Acht komplette Ethik-Stunden zum Urteilen — als Materialpaket. Du bekommst die acht Materialien einzeln, jedes in seiner aktuellen Fassung und mit eigener Vorschau; wird eines später verbessert, hast du die neue Fassung automatisch.Enthalten sind: „Menschenwürde Dilemma Ethik Klasse 8 9“, „Ehrlichkeit Dilemma Ethik Klasse 6 7“, „Notlüge Dilemma Ethik Klasse 7 Klasse 8“, „Freundschaft Dilemma Ethik Klasse 6 7“, „Tierethik Dilemma Ethik Klasse 8 Klasse 9“, „Künstliche Intelligenz Ethik Klasse 8 9“, „Gerechtigkeit Dilemma Ethik Klasse 7 8“ und „Regeln und Gesetze Ethik Klasse 6 Klasse 7“.Jede Stunde stellt eine echte Streitfrage und gibt keine Antwort vor. Eine Dilemma-Stunde ist der schwierige Fall im Ethikunterricht: Wer die Antwort mitliefert, bewertet eine Gesinnung; wer nur die Frage stellt, bekommt eine Meinungsrunde. Die acht Stunden lösen das mit jeweils einem anderen Werkzeug — Fallakte, Entscheidungsbaum, Argumentkarten, Positionslinie, Fallkarten, Gruppenpuzzle. In jeder Stunde stecken ein Fall, der in fünf Minuten sitzt, ein Arbeitsblatt, das die Abwägung strukturiert, ein Erwartungshorizont, der die Begründung bewertet und nicht das Ergebnis, und ein Lehrerteil mit Verlaufsvorschlag, Stolpersteinen und Rückfragen.Vorbereitungszeit unter zehn Minuten; nur eine der acht Stunden braucht eine Schere. Je nach Bundesland und Schulart liegen die Themen in Klasse 6 bis 9. Eine kurze Bewertung dauert eine Minute und entscheidet darüber, ob andere Lehrkräfte dieses Material finden.
Klassenstufen: 6-9. Klasse
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