Warum wir genug hatten von improvisierter Schulsozialarbeit!

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Schon während des Studiums war uns klar: Die Arbeit an Grundschulen ist für uns eine Herzensangelegenheit. Kinder im Schulalltag zu unterstützen, sie zu fördern und in schwierigen familiären Situationen zu begleiten – das war unsere Motivation.

Nach dem Studium haben wir Stellen als Schulsozialarbeiter:innen angenommen – jeweils halbtags (19,5 Stunden pro Woche). Eine dieser Stellen umfasste sogar gleich drei Schulstandorte.
Und vielleicht fragst du dich: Halbtags? Bei diesem Bedarf?

Genau das ist das Problem: Der Bedarf an Schulsozialarbeit ist riesig. Das zeigen auch aktuelle Studien:

  • Das Deutsche Schulbarometer (Robert Bosch Stiftung, 2024) zeigt, dass Lehrkräfte die psychosoziale Unterstützung als eine der dringendsten Notwendigkeiten ansehen. Schwieriges Schülerverhalten gehört aktuell zu den größten Herausforderungen.
  • Der Monitor Bildung und Psychische Gesundheit (BIPSY, 2024) belegt, dass 68 % der Schulleitungen zur Schulsozialarbeit sagen: Die vorhandenen Stellen reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken.


Unsere ersten Aufträge

Trotz der Rahmenbedingungen sind wir voller Motivation gestartet. Doch die Realität zeigte sich sofort:

  • Keine Einarbeitung.
  • Kein Handbuch, keine Vorlagen.
  • Nur ein Büro, ein Laptop und ein Diensthandy. (immerhin)

Und dann gleich die ersten Aufträge:

  • „Kannst du dich bitte um den Jungen kümmern, der immer so wütend wird?“
  • „Kannst du ein Projekt zu Cybermobbing starten?“
  • „Kannst du ein Sozialtraining in den vierten Klassen zur Stärkung der Klassengemeinschaft durchführen?“
  • „Kannst du dir das Kind anschauen, das Aussagen macht, die auf Kindeswohlgefährdung hindeuten?“

Wir dachten nur: Wow!


Improvisation hat Grenzen

Also saßen wir da: ausgestattet mit Laptop und Handy, aber ohne Konzepte oder Materialien. Wir mussten recherchieren, ausprobieren, improvisieren.

Doch schnell wurde klar: Nur reden reicht nicht. Kinder wollen etwas machen: spielen, bauen, malen, reflektieren. Sie brauchen greifbare, abwechslungsreiche Methoden.
Die Vorbereitung dafür war extrem zeitintensiv. Vor allem, wenn man nur eine halbe Stelle hat und gleichzeitig immer mehr Aufträge auf den Tisch kommen.


Alltag zwischen hohem Bedarf und fehlendem Material

Was wir zuvor über die Schulsozialarbeit nur gehört hatten, bestätigte sich in der Praxis:

  • Der Bedarf ist riesig.
  • Die Stunden reichen nicht.
  • Materialien sind Mangelware.

Wir haben zunächst Materialien anderer Autor:innen auf Eduki ausprobiert und festgestellt, wie gut sie bei den Kindern ankamen. Bald haben wir angefangen, eigene Materialien für Schulsozialarbeit und soziales Lernen zu entwickeln. Aus der Not heraus entstanden praxisnahe Einheiten, die wirklich funktionieren.


Warum wir unsere Materialien teilen

Nach einer Weile hatten wir so viele eigene Materialien, dass wir dachten: Warum behalten wir die nur für uns?

Denn wir wissen: Nicht nur Schulsozialarbeiter:innen, sondern auch Lehrer:innen können unsere Materialien unkompliziert einsetzen und damit das soziale Lernen in ihren Klassen fördern.

Darum teilen wir unsere Sozialtrainings und Einheiten über Eduki, damit Kolleg:innen nicht mehr improvisieren und lange vorbereiten müssen, sondern sofort loslegen können.


Ein Dank zum Schluss

Zum Schluss bleibt nur eins: Danke, Eduki!
Danke für die Möglichkeit, unsere Arbeit sichtbar zu machen und mit anderen zu teilen. Wir sind überwältigt von den positiven Rückmeldungen und werden auch in Zukunft weitere Materialien veröffentlichen.

Denn eines ist klar: Soziales Lernen ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

 

Viele Grüße

Anna und Matthias

von SEL – soziales und emotionales Lernen

Tags: schulsozialarbeit, soziales lernen, sozialtraining, grundschule, herausforderungen im Schulalltag, unterrichtsmaterial soziales lernen, Materialien für Schulsozialarbeit

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Autor SEL - Soziales und emotionales Lernen bietet 115 Materialien für Fachübergreifendes, Ethik & Werte und Normen und 5 weitere Fächer an - zum Beispiel:

Kommentare und Fragen von anderen Nutzern
Mir geht es als Schulsozialarbeiterin genau so und ich bin so froh eure Materialien nutzen zu können! 😊
Hey, das freut uns sehr! 😊

Hey, das freut uns sehr! 😊

Hey, das freut uns sehr 😊

education_is_cool
29. September 2025
Ein super schöner Blogpost. Man merkt wie sehr ihr mit dem Herzen dabei seid, das macht wahre Schulsozialarbeit aus. 🫶
Vielen lieben Dank für dein Feedback! Das motiviert uns sehr, genauso weiterzumachen 😊
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