
Schon während des Studiums war uns klar: Die Arbeit an Grundschulen ist für uns eine Herzensangelegenheit. Kinder im Schulalltag zu unterstützen, sie zu fördern und in schwierigen familiären Situationen zu begleiten – das war unsere Motivation.
Nach dem Studium haben wir Stellen als Schulsozialarbeiter:innen angenommen – jeweils halbtags (19,5 Stunden pro Woche). Eine dieser Stellen umfasste sogar gleich drei Schulstandorte.
Und vielleicht fragst du dich: Halbtags? Bei diesem Bedarf?
Genau das ist das Problem: Der Bedarf an Schulsozialarbeit ist riesig. Das zeigen auch aktuelle Studien:
Unsere ersten Aufträge
Trotz der Rahmenbedingungen sind wir voller Motivation gestartet. Doch die Realität zeigte sich sofort:
Und dann gleich die ersten Aufträge:
- „Kannst du dich bitte um den Jungen kümmern, der immer so wütend wird?“
- „Kannst du ein Projekt zu Cybermobbing starten?“
- „Kannst du ein Sozialtraining in den vierten Klassen zur Stärkung der Klassengemeinschaft durchführen?“
- „Kannst du dir das Kind anschauen, das Aussagen macht, die auf Kindeswohlgefährdung hindeuten?“
Wir dachten nur: Wow!
Improvisation hat Grenzen
Also saßen wir da: ausgestattet mit Laptop und Handy, aber ohne Konzepte oder Materialien. Wir mussten recherchieren, ausprobieren, improvisieren.
Doch schnell wurde klar: Nur reden reicht nicht. Kinder wollen etwas machen: spielen, bauen, malen, reflektieren. Sie brauchen greifbare, abwechslungsreiche Methoden.
Die Vorbereitung dafür war extrem zeitintensiv. Vor allem, wenn man nur eine halbe Stelle hat und gleichzeitig immer mehr Aufträge auf den Tisch kommen.
Alltag zwischen hohem Bedarf und fehlendem Material
Was wir zuvor über die Schulsozialarbeit nur gehört hatten, bestätigte sich in der Praxis:
Wir haben zunächst Materialien anderer Autor:innen auf Eduki ausprobiert und festgestellt, wie gut sie bei den Kindern ankamen. Bald haben wir angefangen, eigene Materialien für Schulsozialarbeit und soziales Lernen zu entwickeln. Aus der Not heraus entstanden praxisnahe Einheiten, die wirklich funktionieren.
Warum wir unsere Materialien teilen
Nach einer Weile hatten wir so viele eigene Materialien, dass wir dachten: Warum behalten wir die nur für uns?
Denn wir wissen: Nicht nur Schulsozialarbeiter:innen, sondern auch Lehrer:innen können unsere Materialien unkompliziert einsetzen und damit das soziale Lernen in ihren Klassen fördern.
Darum teilen wir unsere Sozialtrainings und Einheiten über Eduki, damit Kolleg:innen nicht mehr improvisieren und lange vorbereiten müssen, sondern sofort loslegen können.
Ein Dank zum Schluss
Zum Schluss bleibt nur eins: Danke, Eduki!
Danke für die Möglichkeit, unsere Arbeit sichtbar zu machen und mit anderen zu teilen. Wir sind überwältigt von den positiven Rückmeldungen und werden auch in Zukunft weitere Materialien veröffentlichen.
Denn eines ist klar: Soziales Lernen ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.
Viele Grüße
Anna und Matthias
von SEL – soziales und emotionales Lernen
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