Innovatives, digital-hybrides Material & Extras - Digitale Bildung und Lateinunterricht
448 Materialien
3316 Follower
2 Following
Bestseller
7 Materialien
27 Seiten






Seneca: epistulae morales
Seneca: Der Sklavenbrief ep. 47
Ovid: Dädalus & Ikarus
Ovid: Narziss & Echo
Ovid: Pygmalion
Ovid: ars amatoria
Ovid: die lykischen Bauern
Livius: ab urbe condita (Agrippa)
Livius: ab urbe condita (Scaevola)
Augustinus: de civitate Dei
Cicero: somnium Scipionis
Caesar: de bello Gallico
Cicero: in Verrem
Der Somnium Scipionis im letzten Buchs von Ciceros de re publica ist eine - das ist offensichtlich - zu Unrecht vernachlässigte Textstelle. Dies liegt sicherlich daran, dass das Werk, dessen Bestandteil sie ist, bislang curricular nicht vorgesehen ist. Für die Schule bietet sie großes Potential, lässt sich an ihr nicht nur beeindruckendes astronomisches Detailwissen aus dem 1. Jhd. vor Christus aufzeigen und nachweisen, sondern auch das geozentrische Weltbild erarbeiten. Hier bietet sich eine Reflexion über den Stillstand der Wissenschaft bis ins Mittelalter an, der primär wohl der Intervention der Kirche zuzuschreiben ist. Doch auch curricular lassen sich die Textauszüge anbinden: Gesetzt den Fall, das Werk ist trotz der separaten Überlieferung im Macrobius-Kommentar ciceronischer Natur, bleibt die Frage, inwiefern Cicero hier bewusst stoisches, religiöses Gedankengut verarbeitet. Eine Anbindung an die (auch hier verfügbare) Seneca-Reihe ist ebenso problemlos wie gewinnbringend. Das Material ist so aufbereitet, dass auch einzelne Arbeitsblätter der Seneca-Reihe z.B. als autorenübergreifender, intertextueller Exkurs beigesteuert werden können. Inhalt und Aufbau der Reihe: Die Reihe isoliert einzelne Textpassagen des Somnium Scipionis bewusst, da eine kontextuelle Einordnung und vollumfängliche Behandlung des Werks schulisch wenig sinnvoll ist. Erarbeitet wird das schon damals erstaunliche Detailwissen aus der Astronomie, wenn dieses - genau betrachtet - natürlich trotzdem die üblichen Denkfehler aufweist. Ausgehend von den den Textauszügen haben die SuS mit Hilfe von separaten Arbeitsblättern die Möglichkeit, das geozentrische Weltbild zu erarbeiten und dieses mit den modernen Wissensständen abzugleichen. Religiöse Auffassungen werden auf Basis von ausgewählten Medien reflektiert und mit heutigen theologischen Leitsätzen in Bezug gesetzt. Motivierende Grafiken und Illustrationen sowie binnendifferenzierende Textvarianten mit Bildhilfen unterstützen die Arbeit im Lateinunterricht. Viel Spaß!
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
+++Stand: 24.02.2024: Die Reihe wurde vollständig überarbeitet. Neben einem neuen Design ist neues Material hinzugekommen (KI-Didaktik und Medienkompetenz)+++Eine gute Unterrichtsreihe im Rahmen der ovidischen Metamorphosen macht insbesondere aus, dass die aufbereiteten Textstellen die wesentlichen Handlungskerne der jeweiligen Episode umfassen und von den SuS binnen weniger Unterrichtswochen gelesen und bearbeitet werden können. Genau diese Kriterien bedient die hiesige Unterrichtsreihe, die sich auf Basis ihrer motivierenden und umfangreichen Illustrationen und Grafiken insbesondere für den digitalen Einsatz eignet. Durchgängig binnendifferenzierendes Material für Texterschließung und Übersetzung ermöglicht auch den förderungsbedürftigen SuS einen angemessenen und erfolgsorientierten Zugang zum Originaltext. Ansprechende und schülerorientierte Aufgabenformate sorgen in Verknüpfung mit digitalen Impulsen für lebensweltliche Anbindung. Besonders an dieser Reihe: Da der Handlungsverlauf der Dädalus und Ikarus-Erzählung vielen SuS schon aus der Lehrbuchphase bekannt ist, geht diese Reihe nicht davon aus, dass SuS den Handlungsverlauf erstmalig beim Lesen der Texte kennenlernen. Ganz bewusst legt die Reihe also vorab die inhaltlichen Grundlagen: Eine ansprechende Dokumentation sorgt in Kombination mit der Bearbeitung einer interaktiven Aufgabe dafür, dass das mythologische Grundwissen umfangreich gelegt ist. Die Schwerpunkt der Reihe liegt in der lebensweltlichen Interpretation und Reflexion, für die die Motive und Emotionen der Protagonisten die Ausgangsbasis legen. Da diese Reihe die ursprünglich erste aus den Metamorphosen war, beginnt sie mit einer Thematisierung des Proöms, das ebenfalls binnendifferenziert erschlossen werden kann. Die Aufgabenblätter zum Proöm dienen als Ausgangspunkt für die Erarbeitung der Besonderheiten von poetischen Texten. Viel Spaß!
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Wichtig: Im Gegensatz zu den anderen Reihen, erhebt diese Reihe nicht den Anspruch, binnendifferenzierendes Arbeitsmaterial (Arbeitsblätter in unterschiedlichen Niveauabstufungen) anzubieten. Die lykischen Bauern gehören zu den Metamorphosen, die nicht so häufig den Weg in den Unterricht finden. Mit dieser Reihe könnte sich das ändern. Neu aufbereitet für den digitalen (aber auch analogen) Einsatz, erhalten die SuS Zugriff auf völlig neue Aufgabenformate: Kreative Arbeit mit den neuen Möglichkeiten der KI-Tools und Aufgaben zur Arbeit an Rezeptionsdokumenten. Neben der Arbeit an spannenden Sach- und Sekundärtexten beinhaltet das Material in seinen Aufgaben zahlreiche Verweise auf externe mediale Angebote, die mit den Aufgaben verknüpft werden. Für rege Diskussions- und Reflexionsphasen sorgt der Exkurs, bei dem es um die Privatisierung von Trinkwasser in jüngster Vergangenheit geht. Auch die lateinische Textarbeit ist facettenreich: Vorschließende Aufgaben kombinieren sich mit Synopsen und zu übersetzenden Textpassagen mit entsprechenden Hilfen. Viel Spaß mit dem Material!
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Eine Reihe, in die ganz besonders viel Zeit und Arbeit geflossen ist. Wie alle Reihen, ist auch diese binnendifferenzierend mit Inhalts-, Text- und Bildhilfen ausgestattet und verfügt über zahlreiches ausgewähltes Zusatzmaterial, mit dem der Lebensweltbezug selbstverständlich wird. Mediale Impulse bereichern die Arbeit und bilden die Ausgangsbasis für zahlreiche motivierende Aufgabenformate. Für alltagspraktische Verbesserungsvorschläge danken wir bereits im Voraus! Mehr zur Reihe: Handeln unter menschenwürdigen Bedingungen und unter gleichwertiger Schätzung der sozialen Herkunft - ein Thema das aktueller denn je ist und auch junge Menschen betrifft. Es bieten sich unzählige Anknüpfungspunkte, denn Missachtung der sozialen Herkunft und sklavenähnliche Arbeit sind alles andere als antik: Die Reihe greift aktuelle Anlässe auf und verbindet sie mit Senecas Text, der als einer von wenigen zu seiner Zeit erstmalig das hierarchische System der damaligen Zeit offen kritisierte und Alternativen aufzeigte. Arbeitsmaterialien thematisieren bspw. den Tönnies-Skandal und die mit ihm im Zusammenhang stehende Leiharbeit unter fragwürdigen Bedingungen. Auch ein Blick nach Katar auf die Organisation des Stadienbaus zur WM zeigt auf, dass das von Seneca angesprochene Grundproblem seit 2000 Jahren besteht. Der Sklavenbrief bietet auch deshalb ein großes Potential für den Lateinunterricht, als er losgelöst von hochtrabenden philosophischen Gedanken rund um die stoische Güterlehre einen aus Schüler- und Schülerinnensicht gut fassbaren abgegrenzten Themenbereich aufgreift, der insbesondere mit Blick auf das Curriculum in der Q-Phase, spannende fächerverbindende Fragestellungen aufwirft (z.B. Sozialwissenschaften: Soziale Ungleichheit). Die Reihe beschränkt sich auf ausgewählte Textpassagen, die binnendifferenziert und mit medialen Impulsen versehen und aufbereitet sind. Ansprechende Text-Bild-vergleichende Aufgabenstellungen regen zum Nachdenken, Reflektieren und Diskutieren an. Ausgehend von Senecas Kernargument, der Gleichheit aller Stände vor dem Schicksal, erarbeiten die Schülerinnen und Schüler zwei weitere Kernargumente, die zu einem maßvollen Umgang mit rangniedrigeren Mitmenschen auffordern. Das Argument der Flüchtigkeit einer für einen selbst guten, angenehmen Lebenszeit leitet schließlich zur philosophischen Betrachtungsweise des Themenkomplexes ein: Die Differenzierung zwischen einer inneren und äußeren Abhängigkeit - mit anderen Worten: Sind wir, die wir heute angewiesen sind auf Geld, Zugang zu den sozialen Medien und vielen selbstverständlichen Luxusgütern, nicht alle ein wenig Sklave unserer selbst? Und was hat das alles mit unserer persönlichen Suche nach dem individuellen Glück zutun? Die Schülerinnen und Schüler leiten aus der philosophischen Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex textbezogen Konsequenzen für ihr eigenes Alltagshandeln ab. Dabei ist es in der Praxis nahezu erstaunlich und inspirierend, wie diese Konsequenzen schülerindividuell belegt werden.Sprachlich stilistisch arbeiten die SuS im Rahmen der rhetorischen Mittel. Eine KI-Übersetzung dient als Anlass, um sprachliche Eigenheiten des Seneca-Sprachgebrauchs zu reflektieren und die Grenzen moderner KI-Übersetzungen im Bereich der klassischen Sprachen zu beleuchten. Ganz viel Erfolg und Freude mit dem Material!
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Bewertungen und Kommentare