Vorschau - Stundenentwürfe - Warum mir das gefällt — Interpretation und musikalisches Werturteil (Q4.1/Q4.4) - Deckblatt
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Stundenentwürfe - Warum mir das gefällt — Interpretation und musikalisches Werturteil (Q4.1/Q4.4) - Die Rabenkiste - Deckblatt
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Beschreibung

Musikalische Urteile sind weder objektiv noch beliebig — ihre Qualität liegt im Argument

Der Sprung von „gefällt mir“ zu „ist besser“ passiert in jeder Musikstunde.
Diese Einheit macht ihn zum Gegenstand. Erst wird nur beschrieben — die Wörter „besser", „schöner" und „übertrieben" sind auf dem Einstiegsblatt ausdrücklich verboten. Erst am Ende kommen sie zurück, dann aber mit Begründung.

Und die Stunde hat eine organisatorische Pointe.
Es wird blind gehört. Die Namen der Interpreten fallen erst in Minute 65 — wer nicht weiß, wer spielt, kann jedenfalls nicht über den Namen urteilen.

Das ist drin

M1 · Fünf Kategorien
Tempo, Agogik, Dynamik, Artikulation, Balance und Klang — jeweils mit dem, was man beschreibt, und dem, was den Vergleich prüfbar macht. Dazu die drei Sätze, die auseinandergehalten werden müssen: Beschreibung, Erklärung, Wertung.

M2 · Das Metronom von Beethoven
Der am besten untersuchte Fall eines Interpretationsproblems: 36 Dirigenten, 1188 Einspielungen, 169 Stunden Musik. Kein einziger Dirigent spielt im Mittel schneller als vorgeschrieben; die romantische Tradition liegt 13 BPM darunter, die historisch informierte 6. Die Erklärung „das Metronom war defekt" wird von den Autoren verworfen.

M3 · Warum uns gefällt, was uns gefällt
Vier Befunde — bloßer Kontakt, umgekehrtes U, Offenohrigkeit, Präferenzgipfel — und zu jedem die Einschränkung. Die ist Teil des Materials: Von 57 Studien zum umgekehrten U zeigen nur 15 eine vollständige Kurve, und der Offenohrigkeits-Effekt verschwindet, wenn man klassische Musik aus der Analyse nimmt.

M4 · Ein Urteil begründen
Vier Fragen: Woran? Im Vergleich wozu? Was spricht dagegen? Was würde euch umstimmen? Die letzte ist der Prüfstein — wer keine Beobachtung nennen kann, die sein Urteil erschüttern würde, hat eine Vorliebe mitgeteilt, kein Urteil gefällt.

Wie eine Einheit aufgebaut ist

Sechs Seiten für dich.
Überblick, Minutenplan für 90 Minuten, Befundlage, Sachanalyse und ein Fünf-Minuten-Check zum Vorlesen, mit dem du vor der Stunde weißt, worauf du aufbauen kannst.

Neun Seiten für den Kurs.
Ein Einstiegsblatt, vier Materialblätter und die vier zugehörigen Arbeitsblätter.
Jedes Materialblatt ist für zwei gebaut. Es gibt keine Phase, in der jemand allein danebensitzt.

Zwei Übungsseiten mit acht Aufgaben.
Von der Bestimmung über die Erklärung bis zur Beurteilung. Aufgabe 8 ist jeweils freiwillig und die schwerste im Heft.

Test holen — und selbst auswerten.
Am Lehrerpult liegt ein Test über zwölf Punkte, überwiegend Ankreuz- und Lückenaufgaben, dazu eine Zuordnungs- oder Rechenaufgabe und eine Beurteilungsaufgabe.
Daneben liegt der Erwartungshorizont mit einer Tabelle, die Punkte in Prozent umrechnet.
Die Schülerinnen und Schüler tragen ihre Prozentzahl selbst in einen Laufzettel ein, der über alle sechs Einheiten läuft. Nichts davon wird eingesammelt, nichts davon geht in eine Note ein.

Drei Lösungsseiten und eine Quellenseite.
Zu jeder Aufgabe eine ausführliche Lösung — nicht nur das Ergebnis, sondern der Weg und die häufigen Fehlschlüsse dazu.

Zu den Noten — ein Punkt, der bei Musikmaterial zählt

Alle Notenbeispiele sind eigener Satz.
Bei Musik sind drei Ebenen getrennt geschützt: die Komposition (§ 64 UrhG, 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers), die Notenausgabe (§ 70 UrhG, 25 Jahre ab Erscheinen — das trifft jeden Urtext) und die Einspielung (§ 85 UrhG). § 60a UrhG hilft nicht weiter: Er gilt nur nichtkommerziell und nimmt Notenmaterial in Absatz 3 ausdrücklich aus.

Eigener Satz gemeinfreier Werke umgeht alle drei Ebenen.
Gesetzt wurde mit LilyPond in der Notenschrift Emmentaler, die unter der GPL mit Font Exception steht — der kommerzielle Einsatz gesetzter Noten ist dort ausdrücklich erlaubt.

Und die Töne stammen nicht aus dem Gedächtnis.
Jedes Zitat ist aus der digitalen Edition des Notentextes abgeleitet — Referenzausgaben sind die Alte Mozart-Ausgabe (Breitkopf & Härtel 1878) und die Beethoven-Ausgabe von Durand (Paris 1915, herausgegeben von Paul Dukas), beide gemeinfrei. Auf der Quellenseite steht, nach welcher Ausgabe gezählt wurde und ob Auftakte mitgezählt sind.

Eine Seite, die es sonst nicht gibt

Jede Einheit hat eine Befundseite mit drei Spalten: belegt, uneinheitlich, nicht belegt.

Dort steht, was die musikpädagogische und musikpsychologische Forschung zum jeweiligen Thema hergibt — mit Autor, Jahr und Stichprobengröße.
Und dort steht auch, wo sie nichts hergibt. Zum Musikunterricht der gymnasialen Oberstufe gibt es im deutschsprachigen Raum kaum empirische Forschung; wo wir keine Studie gefunden haben, steht das da, statt übergangen zu werden.

Dieselbe Haltung zieht sich durch das Material: Wo eine Taktzahl umstritten ist, steht sie mit „ca." oder gar nicht. Wo ein berühmtes Zitat nur aus einer einzigen, späten Quelle stammt, wird es nicht abgedruckt — sondern erklärt, warum nicht.

Diese Einheit gehört zur Reihe „Was im Stück steht“

  • Einheit 1: Zwei Tonarten, ein Satz — Q1.1 · Haupt- und Seitensatz · der tonale Gegensatz

  • Einheit 2: Bauplan oder Beschreibung — Q1.2 · Lied, Rondo, Variation, Fuge · selbst gestalten

  • Einheit 3: Begründet oder hineingedeutet — Q2.1/2.2 · Lied und Deklamation · Bild und Klang

  • Einheit 4: Kein gerader Weg — Q3.1 · erweiterte Tonalität bis Zwölftontechnik

  • Einheit 5: Das Schema kam später — Q3.2 · Marx 1845 · was Hörende wirklich hören

  • Einheit 6: Warum mir das gefällt — Q4.1/4.4 · Interpretationsvergleich · Werturteil

Jede Einheit funktioniert für sich. Der Laufzettel läuft über alle sechs — wer die Reihe vollständig unterrichtet, hat am Ende sechs Rückmeldungen auf einem Blatt.

Für wen

  • Musik, Qualifikationsphase, Grundkurs und Leistungskurs

  • Gymnasium und Gesamtschule, bundesweit einsetzbar

  • grundlegendes Niveau, geeignet auch für heterogene Kurse

  • 90 Minuten, Minutenplan liegt bei

Format

  • PDF in Farbe, 25 Seiten, A4

  • PDF in Schwarzweiß, 25 Seiten, A4, für den Kopierer

  • Word-Datei mit allen Schülerseiten, Übungen, Test, Erwartungshorizont und Lösungen

  • alle Schriften eingebettet, direkt druckbar ohne Zusatzsoftware

Neu

Warum mir das gefällt — Interpretation und musikalisches Werturteil (Q4.1/Q4.4)

3,69 €4,99 €
−26%
bis 13. Oktober 2026.
Produktdetails
  • Klassenstufe:
    Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
  • Umfang:
    25 Seiten
  • Materialtyp:
    Stundenentwürfe, Arbeitsblätter
  • Format:
    PDF, DOCX

In folgendem Paket enthalten

−26%
6 Materialien

Was im Stück steht — sechs Doppelstunden Musik für die Qualifikationsphase

Sechs Themenfelder, an denen nichts geschönt istDiese Reihe deckt sechs Themenfelder aus allen vier Kurshalbjahren ab. Q1.1 Dialektisches Prinzip · Q1.2 Formmodelle gestalten, realisieren, reflektieren · Q2.1 Musik und Sprache mit Q2.2 Musik und Malerei · Q3.1 Der Weg in die „Moderne“ · Q3.2 Wandel des Formmodells im Sonatenhauptsatz · Q4.1 Interpretation mit Q4.4 Hörpräferenz und Werturteil. Die Nummerierung folgt der Fassung 2024 des hessischen Kerncurriculums; auf jeder Quellenseite steht, wo die Fassung 2021 abweicht.Alle Notenbeispiele sind eigener Satz. Bei Musik sind drei Ebenen getrennt geschützt: Komposition, Notenausgabe und Einspielung. Eigener Satz gemeinfreier Werke umgeht alle drei — und die Töne stammen nicht aus dem Gedächtnis, sondern aus der digitalen Edition der Partitur. Auf der Quellenseite steht, nach welcher Ausgabe gezählt wurde und ob Auftakte mitgezählt sind.Und was nicht belegt ist, steht auch drin. Jede Einheit hat eine Befundseite mit drei Spalten: belegt, uneinheitlich, nicht belegt. Zum Musikunterricht der gymnasialen Oberstufe gibt es im deutschsprachigen Raum kaum empirische Forschung — wo wir keine Studie gefunden haben, steht das da. Wo eine Taktzahl umstritten ist, steht sie mit „ca.“ oder gar nicht. Und wo ein berühmtes Zitat nur aus einer einzigen späten Quelle stammt, wird es nicht abgedruckt, sondern erklärt, warum nicht.Die sechs EinheitenEinheit 1 · Zwei Tonarten, ein Satz Q1.1 · Haupt- und Seitensatz · der tonale GegensatzEinheit 2 · Bauplan oder Beschreibung Q1.2 · Lied, Rondo, Variation, Fuge · selbst gestaltenEinheit 3 · Begründet oder hineingedeutet Q2.1/2.2 · Lied und Deklamation · Bild und KlangEinheit 4 · Kein gerader Weg Q3.1 · erweiterte Tonalität bis ZwölftontechnikEinheit 5 · Das Schema kam später Q3.2 · Marx 1845 · was Hörende wirklich hörenEinheit 6 · Warum mir das gefällt Q4.1/4.4 · Interpretationsvergleich · WerturteilWas alle sechs Einheiten gemeinsam habenEin Takt, sechsmal derselbe. Denken — Austauschen — Vorstellen. Erst notiert jede und jeder allein, dann wird zu zweit verglichen, dann stellt ein Paar vor. Kein Methodenwechsel, der Aufmerksamkeit kostet. Die Methode ist der Didaktik untergeordnet.Durchgehend Partnerarbeit. Alle vier Materialblätter jeder Einheit sind für zwei gebaut. Es gibt keine Phase, in der jemand allein danebensitzt und wartet.Ein Minutenplan für 90 Minuten. Jede Einheit hat einen Ablaufplan mit Zeitfenstern, Sozialform und einem Satz dazu, was du in dieser Phase tun solltest. Alle Phasen summieren sich auf genau 90 Minuten.Test holen — und selbst auswerten. Am Lehrerpult liegt ein Test über zwölf Punkte, überwiegend Ankreuz- und Lückenaufgaben, dazu eine Zuordnungs- oder Rechenaufgabe und eine Beurteilungsaufgabe. Daneben liegt der Erwartungshorizont mit einer Umrechnungstabelle von Punkten in Prozent. Die Prozentzahl tragen die Schülerinnen und Schüler selbst in einen Laufzettel ein, der über alle sechs Einheiten läuft. Nichts wird eingesammelt, nichts geht in eine Note ein.Lösungen zu allem. Drei Lösungsseiten je Einheit — nicht nur Ergebnisse, sondern der Weg, die häufigen Fehlschlüsse und bei den anspruchsvollen Aufgaben auch die Grenzen der Musterlösung.Ein Fünf-Minuten-Check vor jeder Stunde. Fünf Fragen zum Vorlesen, mit denen du in fünf Minuten weißt, worauf du aufbauen kannst — und was du vorher noch einmal aufgreifen musst.Für wenMusik, Qualifikationsphase, Grundkurs und LeistungskursGymnasium und Gesamtschule, bundesweit einsetzbargrundlegendes Niveau, geeignet auch für heterogene Kursesechsmal 90 Minuten, verteilbar über alle vier KurshalbjahreFormatsechs PDF in Farbe, je 25 Seiten, A4 — zusammen 150 Seitensechs PDF in Schwarzweiß, je 25 Seiten, A4, für den Kopierersechs Word-Dateien mit allen Schülerseiten, Übungen, Tests, Erwartungshorizonten und Lösungenalle Schriften eingebettet, direkt druckbar ohne Zusatzsoftware

Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)

Musik
16,27 €21,99 €
Spare 5,72 €

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Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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