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Fünf materialgebundene Klausuren zumThema "Schulentwicklung".
Materialgebundene Klausur zur Bildungsungleichheit: Zwei Kinder mit gleicher Leistung, zwei verschiedene Wege. An Beratungsgesprächen und einer Dienstbesprechung vor dem Übergang unterscheiden die Lernenden primäre und sekundäre Herkunftseffekte und weisen institutionelle Mechanismen nach. Das Urteil trennt Befund und Bewertung: Ungerechtigkeit lässt sich nur mit offengelegtem Maßstab behaupten. Ganz ohne Zahlenangaben, ohne Abwertung der Familien.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Materialgebundene Klausur zur Grundoperation der Schultheorie: Ein schulischer Vorgang wird nicht bewertet, sondern auf die Bestandteile eines Funktionsbegriffs hin geprüft. Gefragt ist nicht, ob eine Konferenz gerecht verfährt, sondern welche Leistungen des Schulsystems in ihr wirksam werden und woran sich das am Material zeigt. Verlangt sind die Bestimmung des Funktionsbegriffs als Leistung des Systems in Abgrenzung von der Absicht einzelner Beteiligter, die Unterscheidung der vier Funktionen, die Trennung von manifester und latenter Wirksamkeit mit der daraus folgenden methodischen Auflage – eine latente Funktion wird erschlossen und nicht behauptet – sowie die Darstellung der Spannung zwischen Förder- und Auslesefunktion. Es genügt nicht, die Sitzung nachzuerzählen; zum Urteil gehört die Angabe, welche Aussagen die Aufzeichnungen tragen und welche nicht. Grundlage im Grundkurs sind ein Fachtext, der den Funktionsbegriff bestimmt, die vier Funktionen einführt, manifeste und latente Wirksamkeit unterscheidet und die Spannung zwischen Förderung und Auslese benennt (M1), und ein Fallmaterial, das den Verlauf einer Zeugniskonferenz in Abschnitten festhält (M2).
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Materialgebundene Klausur zur Gesamtschuldebatte – die die Streitfrage bewusst nicht entscheidet. Beide Seiten sind gleich ausführlich und gleich stark dargestellt. An einer Beratung im Schulausschuss ordnen die Lernenden Argumente vier Gerechtigkeitsmaßstäben zu, trennen Wertprämisse und Wirkungsannahme und prüfen, wo ein Beitrag mehr behauptet, als er tragen kann. Bewertet wird die Qualität der Begründung, nicht die Position.Im Leistungskurs mit eigenem Material inklusive Kontroverse darüber, wie viel eine Strukturentscheidung überhaupt bewirkt.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
Materialgebundene Klausur zum Ganztag an der Einzelschule: Ein Konzeptentwurf und die Stellungnahmen der Gremien werden geprüft. Die Lernenden unterscheiden offene und gebundene Form, ordnen Ziele den vier Zielrichtungen zu und trennen Zielaussage, Wirkungsannahme und Wirkungsnachweis. Das Urteil mündet in eine Empfehlung mit benannter Geltungsbedingung.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
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