leidenschaftlicher Lehrer, Materialentwickler, Autor und Medienpädagoge.
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eduki Qualität
43 Seiten






Eine komplette Reihe zu funktionaler Musik — mit 12 selbst gesetzten Notenbeispielen, acht Arbeitsblättern, Klausurvorschlag und einer Seite zum Urheberrecht, die jede Musiklehrkraft braucht. Und mit dem Befund, den kaum ein Schulbuch nennt: Den Mozart-Effekt gibt es nicht. Wachsendes Paket: Jede Erweiterung ist für dich kostenlos.
Funktionale Musik ist eines der dankbarsten Themen des Musikunterrichts — und eines der am schlechtesten belegten. In Schulbüchern steht seit dreißig Jahren, klassische Musik mache klüger, langsame Musik im Supermarkt steigere den Umsatz um 38 Prozent und Moll klinge nun einmal traurig. Von diesen drei Sätzen hält keiner einer Überprüfung stand.
Bei jeder Zahl steht die Quelle. Wo die Forschung uneinheitlich ist, steht das im Material und nicht im Kleingedruckten. Vier Beispiele:
› Der Mozart-Effekt. Die Originalstudie von 1993 hatte 36 erwachsene Versuchspersonen, maß eine einzige Fähigkeit und der Effekt hielt eine Viertelstunde. Eine Meta-Analyse über rund 40 Studien und über 3.000 Personen zeigte 2010: Mozart wirkt mit d = 0,37 — **irgendeine andere Musik mit d = 0,38. Es gibt keinen Mozart-Effekt, es gibt einen Gute-Laune-Effekt. Das Heft zeichnet nach, wie aus der Studie „Musik macht Babys klüger" wurde, und macht daraus eine Doppelstunde über Wissenschaft in den Medien.
› Dur und Moll. Dass Dur fröhlich und Moll traurig klingt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit gelernt, nicht angeboren. In einer Untersuchung mit 170 Erwachsenen in Papua-Neuguinea zeigte die Gruppe ohne Kontakt zu westlicher Musik keinerlei Effekt in irgendeine Richtung. Tempo, Lautstärke und Artikulation funktionieren dagegen kulturübergreifend — weil sie dieselben Mittel nutzen wie die menschliche Stimme.
› Die berühmte Weinregal-Studie. Französische Musik am Regal, 77 Prozent französischer Wein: Die Studie steht in Dutzenden Büchern. Sie umfasste ein Regal, zwei Wochen und einige Dutzend Flaschen. Die Meta-Analyse über 32 Studien findet für Tempo und Lautstärke auf den Umsatz **d = −0,05**, also nichts. Daran lässt sich Quellenkritik unterrichten, ohne das Fach zu verlassen.
› Musik beim Lernen. Der Satz „bei mir hilft das, weil ich die Musik mag" ist empirisch erledigt: Gemochte und ungemochte Musik störten in der entscheidenden Untersuchung exakt gleich stark. Das Paket enthält ein Klassenexperiment, mit dem Schülerinnen und Schüler das an sich selbst überprüfen.
Die beiden Materialien
1 · Musik und Wirkung — 16 Seiten Der Mozart-Effekt von 1993 bis 2010 · was Musik wirklich macht, dreigeteilt in belegt, uneinheitlich und widerlegt · die musikalischen Mittel nach Juslin & Laukka als Tabelle, mit Notenbeispielen · Dur und Moll: universal oder gelernt · Filmmusik mit Paraphrasierung, Polarisierung und Kontrapunktierung nach Pauli, dazu Mickey-Mousing und Leitmotiv als Notenbeispiel · Werbung, Supermarkt und Restaurant als Übung in Quellenkritik · eine Seite zum Urheberrecht im Musikunterricht (§ 60a UrhG, Noten, YouTube, Spotify, Schutzfristen) · vier Arbeitsblätter mit den offiziellen hessischen Operatoren · Verlaufsplan für sechs Stunden · Klausurvorschlag mit Erwartungshorizont · Lösungen.
2 · Musik im Alltag — 12 Seiten Wie viel Musik Jugendliche wirklich hören (JIM-Studie 2025: 136 Minuten Streaming pro Tag) · warum Musik das Belohnungssystem erreicht, mit Blood & Zatorre und Salimpoor · das BRECVEMA-Modell als Ordnungsraster, ehrlich eingeordnet · Gänsehaut: Auslöser, Befundlage und die Menschen, die sie nie erleben · wie laut zu laut ist, mit den Zahlen der WHO und einem Selbsttest am eigenen Gerät · Musik beim Lernen · vier Arbeitsblätter, jedes mit einem eigenen Experiment · Verlaufsplan für vier Stunden mit Lösungen.
Zum Notensatz Alle zwölf Notenbeispiele sind eigens geschrieben und professionell gesetzt. Im PDF sind sie vektoriell — beliebig vergrößerbar, auf dem Kopierer sauber. Und sie sind frei von fremden Rechten: Bei Musikmaterial sind drei Ebenen geschützt (Komposition, Notenausgabe, Einspielung), und wer selbst setzt, umgeht alle drei. Du darfst die Beispiele kopieren, vorspielen und verändern.
Lehrplanbezug Hessen: Lehrplan Musik G9, Themenfeld 8/12 „Musik in Film und Werbung", Jahrgangsstufe 8, 10 Stunden. Kerncurriculum Sek I: Inhaltsfelder Ausdruck und Wirkung sowie Musikalische Gebrauchspraxis. Bayern: LehrplanPLUS Gymnasium Jgst. 8 — „Musik in der Werbung: musikpsychologische Grundlagen, Techniken der Beeinflussung", „Underscoring, Paraphrasierung, Kontrapunktierung". NRW: Kernlehrplan Musik, Inhaltsfeld III Verwendungen von Musik. Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016, Klassen 9/10, Musik reflektieren — „Funktionale Musik.
Wachsendes Paket — was das für dich heißt Du kaufst einmal und bekommst jede spätere Erweiterung kostenlos. Der Paketpreis steigt mit jedem neuen Teil; für dich ändert sich nichts. In Arbeit: Popmusik verstehen — Harmonik, Form, Streaming · Filmmusik als eigene Reihe. Geplant: Musik im Nationalsozialismus · Instrumentenkunde ohne Langeweile · Komponieren mit der App.
Format Beide Materialien liegen farbig und in einer Schwarzweiß-Fassung bei. PDF, A4, direkt druckbar, keine Zusatzsoftware nötig.
Ein Hinweis, der dazugehört Das Paket enthält bewusst keine Hörbeispiele und keine Links zu geschützten Aufnahmen — was du im Unterricht abspielst, wählst du selbst. Seite 8 des ersten Hefts erklärt, was dabei erlaubt ist und was nicht. Die Rechtsangaben sind auf dem Stand August 2026; bitte vor dem Einsatz prüfen. Arbeitshilfe, keine Rechtsberatung.
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