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Die Schüler:innen lernen, dass Märkte zentrale Orte des wirtschaftlichen Austauschs sind, in denen Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen. Sie verstehen die vier grundlegenden Aufgaben eines Marktes: Koordination, Preisbildung, Verteilung und Information.
Einstieg – Bildimpuls:
Vergleich dreier Marktformen (Wochenmarkt, Online-Shop, Börse) mit Impulsfragen zur Aktivierung von Vorwissen und Perspektivwechsel.
Erarbeitung – Gruppenarbeit mit Infotexten (Placemat-Methode):
Vier Expertengruppen bearbeiten je eine Marktaufgabe (Koordination, Preisbildung, Verteilung, Information) anhand schülergerechter Kurztexte, nutzen Tippkarten zur Unterstützung und bereiten eine Vorstellung vor.
Sicherung:
Gemeinsames Tafelbild (matrixartig mit Aufgaben, Funktionen und Alltagsbeispielen) + individualisierende Reflexion über eine Zielscheibe („Welche Aufgabe finde ich am wichtigsten – und warum?“).
(Optional) Bonusaufgaben:
Kreative Vertiefung für schnelle Gruppen (z. B. Rollentausch, Zukunftsmärkte).
Die siebenstündige Unterrichtseinheit „Märkte, Preise, Verträge“ führt Schüler:innen praxisnah und interaktiv in zentrale wirtschaftliche Zusammenhänge ein. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen des wirtschaftlichen Handelns: Wie funktionieren Märkte? Wie entstehen Preise? Was regeln Verträge – und wer darf sie abschließen?Die Einheit beginnt mit einer Einführung in die Grundfunktionen von Märkten, in der mithilfe kooperativer Methoden (Placemat) zentrale Aufgaben wie Preisbildung, Koordination, Information und Verteilung bearbeitet werden. In Stunde 2 erleben die Schüler:innen durch ein Marktexperiment, wie sich Marktformen (Polypol, Oligopol, Monopol) konkret auf Preise und Machtverhältnisse auswirken.Die dritte Stunde vertieft dieses Verständnis, indem anhand eines Gruppenpuzzles die Mechanismen von Angebot und Nachfrage sowie des Gleichgewichtspreises erarbeitet werden. Ein dynamisches Marktmodell schließt diese Einheit ab.In Stunde 4 wird das Thema Verträge im Alltag behandelt. Die Schüler:innen lernen durch ein Gruppenpuzzle, wie Verträge entstehen, welche Rechte und Pflichten sie beinhalten und welche Vertragsarten im Alltag existieren. Die rechtliche Perspektive wird in Stunde 5 mit dem Schwerpunkt auf die Geschäftsfähigkeit vertieft. Anhand eines Fallbeispiels und differenzierter Texte verstehen die Lernenden, wer ab wann Verträge abschließen darf – auch unter Berücksichtigung des Taschengeldparagraphen (§110 BGB).Stunde 6 widmet sich der Vertragsverletzung. In einem Fallbeispiel mit Rollenkonferenz analysieren die Schüler:innen die Perspektiven von Kund:in, Händler:in, Verbraucherzentrale und Moderator:in. Begriffe wie Gewährleistung, Nachbesserung, Widerruf oder Rücktritt werden alltagsnah und kontextbezogen vermittelt.Die Einheit schließt mit Stunde 7 zum Thema bargeldloses Zahlen. In Expertengruppen vergleichen die Schüler:innen klassische und moderne Zahlungsarten – von Bargeld bis Klarna. Eine Reflexionsaufgabe rundet die Stunde ab: „Was passt zu mir – und worauf sollte ich achten?“Durchgängig setzen alle Stunden auf strukturierte Arbeitsaufträge, farbcodierte Markierübungen, Tipp- und Bonuskarten, kooperative Methoden sowie spielerische Sicherungselemente. Die Lernenden werden aktiv eingebunden, reflektieren eigenständig und erwerben so grundlegende wirtschaftliche Kompetenzen für ihren Alltag.
Klassenstufen: 9-10. Klasse
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