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Nicht erst seit den 90er Jahren sehen sich migrantisch gelesene Menschen in der BRD immer wieder Anfeindungen, Gewalt und Diskriminierungen ausgesetzt. Diskriminierende Kontinuitäten setzen sich auch in der Gegenwart beispielsweise in medialer Berichterstattung und öffentlichen Diskursen fort. So verbreiten sich Vorurteile über Geflüchtete und können im schlimmsten Fall Grundlage für diskriminierende Einstellungen, rechte politische Entscheidungen oder Gewaltausbrüche werden. Da einige Vorurteile aber sehr stark verbreitet sind, wirken sie auch in Schulen und den Köpfen der SuS, insbesondere deshalb, weil oft Begegnungen mit geflüchteten Menschen fehlen. Deshalb ist es wichtig, weit verbreitete Vorurteile zu dekonstruieren. Ein häufiges vorurteilbehaftetes Narrativ ist, dass Geflüchtete von einem Wohlstand profitieren, der deutschen Staatsbürger*innen dadurch wegegenommen wird, und dass das Ziel der Geflüchteten sei. Dieses Narrativ wird im Rahmen der Einheit aufgegriffen und mithilfe der Beschäftigung mit Rechten und Pflichten Geflüchteter in der BRD sowie Informationen über das Instrument der Anerkennung hinterfragt.
Ausgehend von einem grundlegenden Verständnis davon, was Vorurteile sind, setzen sich die SuS in drei Gruppen mit gängigen Vorurteilen über geflüchtete Menschen (in Deutschland) auseinander. Sie erhalten Materialien, um „ihrem“ Vorurteil durch selbstständige Recherche faktenbasiert zu begegnen (Material in einem Padlet). Auf Basis dieser Recherche sollen sie schließlich auf das Vorurteil mit ihrer eigenen Meinung reagieren.
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