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Auch wenn SuS in Europa leben, ist ihnen teils nicht bewusst, was die EU eigentlich ist. Um Flucht nach Europa zu verstehen und damit auch die Herausforderungen (und Kritiken an) der europäischen Außenpolitik zu thematisieren, ist dies aber absolut notwendig. Für Europäer*innen ist die EU durch all ihre Vorteile nach innen, die sich privat, wirtschaftlich und politisch auf ihre Bürger*innen auswirken, meist positiv konnotiert. Werte wie Frieden, Sicherheit, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte werden mit ihr assoziiert. Dieses Bild wird jedoch zugleich immer wieder durch erschreckende Bilder von den EU-Außengrenzen herausgefordert: die tödlichen Mittelmeerrouten oder Lager als Geflüchteten-Unterkünfte in schlechten Zuständen, z.B. auf den griechischen Inseln, sind hier nur einige Beispiele. Von Menschen, die sich im Sinne des Rechts auf Asyl für Geflüchtete einsetzen, wird diese Ambivalenz der EU immer wieder kritisiert. Sie stellt auch den Fokus dieser Einheit dar.
In dieser Sitzung erhalten die SuS ein knappes Grundwissen über die EU und ihre zentralen Werte. Zugleich setzen sie sich mit der Genfer Flüchtlingskonvention auseinander, die in der EU- Grundrechtecharta verankert ist und mit dem dort festgeschriebenen „Grundsatz der Nichtzurückweisung“. Anhand der Interpretation einer Karikatur zur „Festung Europas“ sollen sie am Ende in der Lage sein, die eingangs gestellte Frage für sich zu beantworten.
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