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Wie wir Deutschland erleben, hängt u.a. auch von der uns zugeschriebenen sozialen, ethnischen und kulturellen Herkunft ab. Stereotype, Vorurteile und Rassismen ordnen unser Denken und Zusammenleben. Kategorien werden erstellt und definieren Unterschiede zwischen Menschen. Sie können Menschen mit bestimmten (zugewiesenen) Zugehörigkeiten aber auch abwerten, und das verletzt Menschenrechte. Es findet ein Ranking statt, welches bestimmten Gruppen Macht über verschiedene politische, soziale und wissenschaftliche Systeme gibt.
Was macht es mit einem Kind, das Rassismus erfährt? Wie fühlt sich dieses Kind? Wie können Systeme aussehen, in denen Rassismus Menschen und insbesondere Kinder und Jugendliche nicht verletzt und traumatisiert werden? Dies sind einige wenige Fragen, die zum Reflektieren unserer eigenen Denk- und Handlungsmuster führen.
Wie Olaolu Fajembola & Tebongo Nimindé-Dundadengar in ihrem Buch „Mit Kindern über Rassismus sprechen“ sagen, wäre es ein Traum, wenn wir erkennen könnten, welche Worte verletzen, in welche Fallstricke wir uns begeben und wie Gleichwertigkeit gelebt werden kann:
„Wir träumen davon, dass jedes Kind, unabhängig von Hautfarbe, Konfession, Familienkonstellation, Körperbau, Vorlieben, Wünschen und Träumen, sich selbst erkennen kann und positive Bilder findet, in denen es sich spiegeln kann.“
Dies gilt in besonderer Weise für geflüchtete Kinder und Jugendliche, die im Ankommensprozess vielschichtige Herausforderungen erleben, wovon Diskriminierung oft nur eine Facette ist.
Ziel dieser Übung ist es, mit den SuS in einen aktiven Austausch über ihre Gedanken und Erlebnisse zu kommen. SuS kommen mit ihren Mitschüler*innen ins Gespräch, vertreten ihre eigene Meinung und erfahren beim aktiven Zuhören auch etwas von ihrem Gegenüber.
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