Lehrer in der Sek I. Material, das im Unterricht wirklich funktioniert.
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Ein Dorf, in dem neben dem Gesetz gilt, was alle denken, drei Todesfälle und kein Gerichtsurteil: Dieses Lesetagebuch führt Ihre Klasse mit der Leitfrage „Wer darf urteilen?“ durch Annette von Droste-Hülshoffs Novelle von 1842. Es verbindet genaues Lesen eines anspruchsvollen Textes aus dem 19. Jahrhundert mit Medienbildung zu Gerücht, Indiz und Vorurteil.
Das Schülerheft (72 Seiten, gestaltet wie eine Zeitungsausgabe mit Zeichnungen in Graustufen, deshalb gut schwarz-weiß zu kopieren) enthält:
Start „Willkommen im Dorf B.“ mit Bausteinen, Spielregeln und Symbolen, einen Fahrplan als Vorschlag mit Leseplan und einem Feld für die vereinbarte Bewertung
Einstieg mit dem Gedankenexperiment „Das ganze Dorf weiß es schon“ (ein Verdacht im Klassenchat) und anonymer Umfrage, Recherche zur Autorin und zum wahren Fall mit Quellen-Check, „Drei Titel für eine Geschichte“, Werkzeugkasten mit 12 Fachbegriffen, Figurenregister, Karte und Zeitstrahl, Figurenkarten und Konstellation
Lese-Akten zu allen zwölf Abschnitten A0–A11 mit Anfangsworten, die „Waagschale“ zur Frage, wer an Friedrichs Weg Schuld trägt, und eine Fallakte zu drei Todesfällen, die Tatsache, Indiz, Vermutung und Gerücht trennt
drei Teile mit Lernzielen auf jeder Auftaktseite und Bilanzen, die genau diese Ziele als Selbstcheck mit Ampel und Beleg aufgreifen
vier Schlüsselstellen im Wortlaut mit Vers- und Zeilennummern und Worterklärungen (der Text ist gemeinfrei): L1 der Vorspruch und das „zweite Recht“, L2 Friedrich und der Förster im Wald, L3 die Hochzeit, L4 der Schluss
Analyseseiten zu Friedrichs Erziehung, zu Johannes Niemand als Doppelgänger, zu zwei Verhören, zur Darstellung Aarons und der jüdischen Gemeinde, zu den vier offenen Fragen der Novelle (Befund, Deutung, Urteil) und zum wahren Fall von 1783 mit dem realen Opfer Soistmann Berend
vier Pflichtaufgaben: Textstellenanalyse „Im Wald“, Charakterisierung Friedrich Mergels, Analyse des Schlusses und dialektische Erörterung mit Meinungslinie, jeweils mit Schreibplan, Entwurfsseite, Checkliste und Peer-Feedback
Hilfe und Profi sichtbar gekennzeichnet bei allen Pflichtaufgaben und auf den meisten Analyse- und Medienseiten, dazu vier Hilfekarten im Anhang und eine Lesehilfe für den schwierigsten Satz des ersten Abdrucks
Werkstatt mit acht Wahlformaten (5 aus 8), jeweils mit Auftrag, Kriterien und Planungsseite: True-Crime-Podcast „Der Fall B.“ mit eigenen Ethik-Regeln, Faktencheck „Was ist wahr an der Judenbuche?“, Fallakte und Ermittlungswand, KI-Interview mit dem Gutsherrn, Erklärvideo in 90 Sekunden, Tribunal „Wer darf urteilen?“ mit festen Rollen, Gerüchte-Rechnung in der Tabellenkalkulation mit Kampagne „Erst prüfen, dann teilen“, Sonderausgabe 1788 als Redaktion mit festen Rollen
Medienkompass mit sechs Bereichen und allen 24 Kompetenzen samt Fundstellen, Medienpass zum Nachweis und Kompetenzradar; vier Medienseiten: wie Vorurteile weitergegeben werden und wie man Muster von Verschwörungserzählungen erkennt und sachlich widerspricht, Indiz oder Gerücht beim Online-Pranger, True Crime und die Würde der Opfer, Verzerrungen in Daten und Vorhersage-Software
Abschluss mit wiederholter Umfrage, Checkliste und Eigenständigkeitserklärung mit KI-Angabe; Anhang mit Operatoren, Zitierhilfe, Glossar und Quellenverzeichnis
Bewertung frei wählbar: Die Klasse trägt die vereinbarte Gewichtung selbst ein
Das Lehrkräfteheft (32 Seiten, PDF und bearbeitbare Word-Datei) enthält einen Überblick mit Aufbau und Lernzielen, Hinweise zum Einsatz von Hilfe und Profi und zur Auswertung der Selbstchecks, die Zuordnung des Medienkompasses zum Medienkompetenzrahmen NRW und zu den KMK-Kompetenzbereichen mit einer Matrix aller 24 Teilkompetenzen, einen Verlaufsvorschlag und eine Kurzfassung für Lerngruppen mit weniger Zeit, Hinweise zu kooperativen Phasen, eine Vorbereitungsliste, einen anpassbaren Bewertungsvorschlag mit Werkstatt-Raster, Erwartungshorizonte zu allen vier Pflichtaufgaben, zwei Lese-Checks mit Lösungen und Kopiervorlagen, einen fertigen Systemprompt für den KI-Assistenten „Herr von S.“ samt Kopiervorlage für die Arbeit ohne KI-Plattform, ausführliche Hinweise zu sensiblen Inhalten, eine Abschnittsübersicht, Lösungshinweise und Texte für die Lernplattform.
Zum Zeitrahmen: Der Fahrplan im Schülerheft ist ein Vorschlag für sieben Wochen. Das Lehrkräfteheft plant diese sieben Wochen mit je zwei Doppelstunden und freier Arbeitszeit und bietet eine Kurzfassung mit zehn Doppelstunden, die alle Pflichtaufgaben und alle vier Schlüsselstellen erhält. Beide lassen sich an die eigene Stundentafel anpassen.
Zum Umgang mit sensiblen Inhalten: Die Novelle enthält antisemitische Zuschreibungen durch Figuren und stellenweise durch den Erzähler und erzählt von Gewalt in der Familie, zwei Morden und einem Tod an der Buche. Das Schülerheft weist auf der Startseite sachlich darauf hin, druckt abwertende Stellen nur dort ab, wo sie untersucht werden, sieht keine Rollenlesung vor, zeigt Aaron bewusst nicht im Bild und zeigt keine Gewalt im Bild. Auch der Werktitel wird zum Gegenstand: Wer gibt dem Baum den Namen? Das Lehrkräfteheft ordnet den Forschungsstand ein, gibt Handlungsschritte für den Umgang mit Äußerungen im Unterricht und nennt Hilfsangebote und Meldestellen für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Das Heft passt zu jeder Textausgabe: Seitenzahlen tragen die Schülerinnen und Schüler selbst ein. Für Umfrage, Lese-Checks und KI-Interview gibt es analoge Alternativen. Die Lektüre ist nicht enthalten. Unabhängiges Begleitmaterial, kein Produkt des Verlags. Die Illustrationen sind KI-generiert mit Higgsfield (GPT Image) und eigens für dieses Material erstellt.
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