Unterricht, der gelingt, und trotzdem genug Zeit für das, was mir wichtig ist.
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Alle Kinder kennen St. Martin, der seinen Mantel mit dem frierenden Bettler teilt. Doch was tun, wenn heute jemand bei Kälte am Straßenrand sitzt? Kinder haben Mitleid, manchmal Angst, sie haben Gerüchte gehört und wissen nicht, was sie tun dürfen. Dieses Projekt für Klasse 3 und 4 lässt sie mit diesen Fragen nicht allein.
Die Kinder erzählen, was sie über Bettler gehört und gedacht haben, und lernen, was ein Mensch bei Kälte wirklich braucht. Dann finden sie heraus, wer helfen kann, auch sie selbst, innerhalb ihrer Grenzen. Das Thema passt in den Herbst und in die Adventszeit, wenn viele Kinder helfen möchten, ist aber nicht daran gebunden.
Der Verlauf baut Schritt für Schritt aufeinander auf: Zuerst sprechen die Kinder über ihre Vorstellungen von Bettlern, dann prüfen sie in Gruppen, was ein Mensch bei Kälte wirklich braucht. Danach klären sie in der Klasse, wer helfen kann und wo die eigenen Grenzen liegen, und halten ihre Ergebnisse in Gruppen auf Plakaten fest. Fertige Antworten gibt das Material dabei nicht vor.
Am Ende entstehen in der Gruppenarbeit Plakate, die andere Kinder lesen können. Die Zeit bestimmst du: Das Projekt gelingt in einer Doppelstunde und lässt sich gut auf zwei ausdehnen, wenn die Gruppen länger an ihren Plakaten arbeiten möchten.
Die Handreichung führt dich durch alle Phasen: Verlaufsplanung, Ansagen im Wortlaut, Hinweise zu schwierigen Äußerungen der Kinder und Vorschläge zur kriteriengestützten Beobachtung. Enthalten sind ein dreifach differenziertes Plakatgerüst, Tippkarten, Satzstreifen, Gegenstands-, Zuständigkeits- und Gefühlskarten sowie eine Anleitung für die Kinder, kurz und ausführlich.
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