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Die Großstadt als Lebensraum und literarisches Motiv steht im Mittelpunkt dieser fünf Klausuren für Deutsch Q1. Zwei Gedichtanalysen zu Heym und Stadler werden durch einen Gedichtvergleich mit Liliencron, eine Sachtextanalyse zu Simmel und eine Erörterung zu Tucholsky mit Heym ergänzt. Das Paket verbindet die Analyse von Stadtbildern mit gesellschaftlicher Reflexion und eignet sich zur Vorbereitung mehrerer Klausurformate.
„Auf einem Häuserblocke sitzt er breit“: Georg Heyms „Der Gott der Stadt“ ist das Schlüsselgedicht der expressionistischen Großstadtlyrik. In dieser Klausur analysieren Ihre Schülerinnen und Schüler, wie Heym die Stadt als dämonische Gottheit inszeniert – mit religiösen Bildern, grellen Farben und einer strengen Form, die das Chaos bändigt. Anschließend ordnen sie das Gedicht in den Expressionismus ein. Wahlweise nehmen sie Stellung zur Großstadt zwischen Bedrohung und Freiheit oder schreiben ein Parallelgedicht „Der Gott der Stadt – heute“.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
„Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick“ – und schon ist der Mensch wieder in der Menge verschwunden. In dieser Klausur vergleichen Ihre Schülerinnen und Schüler zwei Gedichte über flüchtige Begegnungen in der Großstadt: Detlev von Liliencrons impressionistische Momentaufnahme mit Meer-Metaphorik und Kehrvers (1883) und Kurt Tucholskys bekanntes Chanson aus der Zeit der Neuen Sachlichkeit (1930). Wahlweise nehmen sie Stellung zur Anonymität der Stadt oder schreiben einen inneren Monolog über einen erwiderten Blick in der vollen Bahn.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
„Der Berliner hat keine Zeit.“ Mit Spott, Übertreibung und einer ironischen Schlusspointe rechnet Kurt Tucholsky 1919 mit dem Großstadtleben ab. In dieser Klausur analysieren Ihre Schülerinnen und Schüler die satirische Glosse – von Typisierung und Bildlichkeit bis zur Funktion von Motto und Schluss – und erörtern anschließend, ob „Hektik ohne Leben“ ein treffendes Bild der Großstadt ist. Georg Heyms Sonett „Berlin II“ dient als literarischer Prüfstein: Es zeigt die Menschenströme der Weltstadt im verklärenden Abendlicht.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Warum wirken Menschen in der Großstadt so blasiert und reserviert? Georg Simmels Vortrag von 1903 ist der klassische Text zur Großstadterfahrung der Moderne – und erstaunlich aktuell. In dieser Klausur analysieren Ihre Schülerinnen und Schüler Simmels Kernthese, seinen Gedankengang von der „Steigerung des Nervenlebens“ über die Blasiertheit bis zu Freiheit und Einsamkeit sowie seine Argumentationsweise. Sie verknüpfen den Text mit expressionistischer Großstadtlyrik und nehmen wahlweise Stellung zu Simmel im Smartphone-Zeitalter oder schreiben einen Feuilletonbeitrag.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
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