Ein Werkzeugkasten für alle, die Kinder mit sprachlichen Schwierigkeiten begleiten – im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst, in der Inklusionsberatung, als Klassenleitung oder Beratungslehrkraft. ▶ WARUM DIESES HEFT Man hört die Aussprache. Alles andere hört man nicht – einen schmalen Wortschatz, eine unsichere Grammatik und vor allem ein eingeschränktes Sprachverständnis. Genau diese Ebene hat die größten Folgen für das Lernen und die geringste Sichtbarkeit: Sie zeigt sich als Unaufmerksamkeit, als Trödeln, als Verweigerung. Das Kind gilt dann als unkonzentriert und bekommt Förderung für etwas, das gar nicht sein Problem ist. ▶ DIE FRAGE, DIE DEN UNTERSCHIED MACHT Versteht es wirklich? Nicht „Hast du verstanden?" – darauf antwortet jedes Kind mit Ja. Sondern: „Sag mir mit deinen Worten, was du jetzt machst." Diese eine Gewohnheit deckt mehr auf als jeder Test und kostet zehn Sekunden. ▶ WAS DU BEKOMMST - 39 Seiten Praxisheft als ausfüllbare PDF (alle Felder direkt am Rechner beschreibbar) - Dieselben Seiten als editierbares Word-Dokument - Über 500 vorbereitete Eingabefelder: Beobachtung, Verständnisproben, Sprachbiografie, Förderplan - Kopiervorlagen V1–V10, drei Legematerialien mit Kartenseiten und drei Seiten für das Kind selbst ▶ INHALT 1. Die fünf Ebenen: Aussprache, Wortschatz, Grammatik, Sprachverständnis, Erzählen 2. Das unterschätzte Sprachverständnis – und fünf Proben für den Unterricht 3. Mehrsprachigkeit oder Sprachentwicklungsstörung? Die Sprachbiografie im Elterngespräch 4. Sprachsensibler Unterricht: Wartezeit, Auftragsformate, Visualisierung 5. Wortschatzarbeit, die trägt – auch bei den kleinen Wörtern 6. Mündliche Situationen entschärfen: melden, vorlesen, Referat 7. Nachteilsausgleich bei Sprache: Bedingung verändern, nicht Leistung 8. Das Elterngespräch – ohne Diagnose und ohne Rat zum Sprachwechsel 9. Zusammenarbeit mit der Sprachtherapie: ein Ziel statt zwei Pläne 10. Der Sprachförderplan mit Zielen auf der richtigen Ebene ▶ BESONDERHEIT Die Modellierungskarten fürs Klassenteam. Sie machen in einer Viertelstunde greifbar, wie man die richtige Form zurückgibt, statt zu verbessern – die wirksamste Technik im Unterricht, die keine Sekunde kostet. Dazu die Ebenen-Karten fürs Kollegium und die Hilfe-Karten, mit denen ein Kind endlich nachfragen kann. ▶ FÜR WEN Für den Mobilen Sonderpädagogischen Dienst (MSD) und alle regionalen Entsprechungen: Sonderpädagogischer Dienst, Mobiler Dienst, Beratungs- und Förderzentrum (BFZ), Förder- und Beratungszentrum, Ambulanter Sonderpädagogischer Dienst, Inklusionsberatung, Gemeinsames Lernen, Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik (ZIS), Schulische Heilpädagogik. Ebenso für Klassenleitungen, DaZ- und Sprachförderkräfte, Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeit und Referendarinnen und Referendare. ▶ FACHLICHER STAND Sprachentwicklungsstörungen (ICD-10 F80, ICD-11 6A01) betreffen die Ebenen Aussprache, Wortschatz, Grammatik, Sprachverständnis und Erzählen; internationale Untersuchungen finden zum Schuleintritt bei rund 7 % der Kinder eine Sprachentwicklungsstörung ohne erkennbare andere Ursache. Bezug: S3-Leitlinien der AWMF (Reg.-Nr. 049-006 Diagnostik, 049-015 Therapie). Vor jeder sprachlichen Förderung ist das Hören abzuklären. Bei Mehrsprachigkeit liegt eine Störung erst nahe, wenn beide Sprachen betroffen sind. ▶ HINWEIS Das Heft ist keine Diagnostik, keine Sprachtherapie und keine Rechtsberatung. Die Feststellung einer Sprachentwicklungsstörung und ihre Behandlung gehören in ärztliche und sprachtherapeutische Hände; Nachteilsausgleiche richten sich nach dem jeweiligen Landesrecht. © Der Inklusionscoach
▶ AUCH BEKANNT ALS – die Begriffe im deutschsprachigen Raum
Mobiler Sonderpädagogischer Dienst (MSD, Bayern) · Sonderpädagogischer Dienst (Baden-Württemberg) · Mobiler Dienst (Niedersachsen) · Beratungs- und Förderzentrum BFZ und inklusive Beschulung (Hessen) · Gemeinsames Lernen und sonderpädagogische Unterstützung (Nordrhein-Westfalen) · Förder- und Beratungszentrum FBZ (Rheinland-Pfalz) · Regionales Bildungs- und Beratungszentrum ReBBZ (Hamburg) · SIBUZ (Berlin) · Diagnostischer Dienst (Mecklenburg-Vorpommern) · Mobiler Sonderpädagogischer Diagnostischer Dienst MSDD (Sachsen-Anhalt) · Inklusiver Unterricht, sonderpädagogischer Förderbedarf SPF und Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik ZIS (Österreich) · Schulische Heilpädagogik SHP, Integrative Förderung IF und sonderpädagogische Massnahmen (Schweiz). Die Vorlagen sind bundesland- und kantonsunabhängig nutzbar; rechtliche Hinweise beziehen sich auf Bayern – bitte die Fassung prüfen, die für dich gilt.
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