Das Praxisheft für alle, die ein Kind begleiten, dessen Vater oder Mutter psychisch erkrankt oder suchtkrank ist – im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst, in der Inklusionsberatung, als Klassenlehrkraft oder als Beratungslehrkraft. ▶ WARUM DIESES HEFT Drei bis vier Millionen Kinder in Deutschland wachsen mit einem psychisch erkrankten oder suchtkranken Elternteil auf – rein statistisch sitzt in jeder Klasse eines. Diese Kinder sind nicht krank, und sie fallen im Unterricht meist nicht als belastet auf. Genau das ist das Problem: Sie sind oft besonders angepasst, besonders zuverlässig und besonders still. Es gibt zu diesem Thema keine eigene Leitlinie und fast kein schulisches Material – obwohl es kaum eine Klasse ohne betroffenes Kind gibt. ▶ WAS DU BEKOMMST - 38 Seiten Praxisheft als ausfüllbare PDF (alle Felder direkt am Rechner beschreibbar) - Dieselben 38 Seiten als editierbares Word-Dokument – für eigene Anpassungen - Über 550 vorbereitete Eingabefelder: Beobachtung, Gesprächsprotokolle, Netzwerk, Förderplanung - Kopiervorlagen, drei Legematerialien mit Kartenseiten und drei Seiten für das Kind selbst ▶ INHALT 1. Was es für ein Kind bedeutet – und warum gerade die Unauffälligen gemeint sind 2. Die vier Sätze: „Du bist nicht schuld." · „Du bist nicht allein." · „Du darfst darüber reden." · „Es ist nicht ansteckend." Das Rückgrat des ganzen Hefts 3. Was Schule darf und was nicht – Schweigepflicht, Schutzauftrag, Zuständigkeiten 4. Merkmals-Checkliste und Handlungsleitfaden für die ersten vier Wochen 5. Drei Praxissituationen mit Auflösung 6. Beobachtungsbogen: Belastung UND Ressourcen – was trägt dieses Kind gerade? 7. Der verlässliche Rahmen: was Schule konkret bereitstellen kann 8. Gespräch mit dem Kind · Elterngespräch · Wenn es akut wird 9. Netzwerk und Zuständigkeiten: wer macht was, und wen ruft man wann an 10. Entlastung im Schulalltag, Förderplan und Verlaufsdokumentation 11. Legematerial: Sorgen-Waage · Kraftkarten · „Wenn zu Hause etwas passiert" 12. Fördermaßnahmen-Katalog zum Ankreuzen und SMARTe Förderziele ▶ BESONDERHEIT Das Heft enthält an keiner Stelle ein Eingabefeld für die Erkrankung des Elternteils. Das ist Absicht: Diese Information gehört nicht in eine schulische Unterlage. Beobachtet und dokumentiert wird das Kind im Unterricht – nicht die Diagnose seiner Eltern. ▶ FÜR WEN Für den Mobilen Sonderpädagogischen Dienst (MSD) und alle regionalen Entsprechungen: Sonderpädagogischer Dienst, Mobiler Dienst, Beratungs- und Förderzentrum (BFZ), Förder- und Beratungszentrum, Ambulanter Sonderpädagogischer Dienst, Inklusionsberatung, Gemeinsames Lernen, Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik (ZIS), Schulische Heilpädagogik. Ebenso für Klassenlehrkräfte, Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeit und Schulleitungen. ▶ FACHLICHER STAND Zu diesem Thema gibt es keine eigene AWMF-Leitlinie. Maßgeblich sind der Abschlussbericht der vom Deutschen Bundestag eingesetzten Arbeitsgruppe „Kinder psychisch- und suchtkranker Eltern" (vorgelegt am 16.12.2019, 19 Empfehlungen) sowie das SGB VIII (§ 8a Schutzauftrag, § 20, §§ 27 ff., § 35a) und § 4 KKG (Beratungsanspruch bei einer insoweit erfahrenen Fachkraft). Ergänzend die Resilienzforschung. Alle Quellen sind im Heft nachgewiesen. ▶ HINWEIS Das Heft ersetzt keine Diagnostik, keine Therapie und keine rechtliche Beratung. Die Verfahren bei einer Kindeswohlgefährdung regelt das jeweilige Landesrecht; das Heft weist an den entsprechenden Stellen ausdrücklich darauf hin. © Der Inklusionscoach
▶ AUCH BEKANNT ALS – die Begriffe im deutschsprachigen Raum
Mobiler Sonderpädagogischer Dienst (MSD, Bayern) · Sonderpädagogischer Dienst (Baden-Württemberg) · Mobiler Dienst (Niedersachsen) · Beratungs- und Förderzentrum BFZ und inklusive Beschulung (Hessen) · Gemeinsames Lernen und sonderpädagogische Unterstützung (Nordrhein-Westfalen) · Förder- und Beratungszentrum FBZ (Rheinland-Pfalz) · Regionales Bildungs- und Beratungszentrum ReBBZ (Hamburg) · SIBUZ (Berlin) · Diagnostischer Dienst (Mecklenburg-Vorpommern) · Mobiler Sonderpädagogischer Diagnostischer Dienst MSDD (Sachsen-Anhalt) · Inklusiver Unterricht, sonderpädagogischer Förderbedarf SPF und Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik ZIS (Österreich) · Schulische Heilpädagogik SHP, Integrative Förderung IF und sonderpädagogische Massnahmen (Schweiz). Die Vorlagen sind bundesland- und kantonsunabhängig nutzbar; rechtliche Hinweise beziehen sich auf Bayern – bitte die Fassung prüfen, die für dich gilt.
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