Neutrale, wissensbasierte, didaktisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien
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Liebe Lehrerinnen und Lehrer,
die Witterung hat einen großen Einfluss auf das Wachstum von Ackerbaukulturen. Die Folgen großer Hitze oder starker Hagelschläge sind für jeden sicht-bar. Auch die Entwicklung von Schad- und Krank heitserregern wird stark vom Wetter beeinflusst. So können sich bei feuchter Witterung schädliche Pilze explosionsartig auf den Kulturpflanzen verbreiten, während trockene, warme Sommer vor allem für die Vermehrung von Insekten beste Bedingungen bieten. Landwirtinnen und Landwirte müssen Schaderreger, Unkräuter oder Ungräser rechtzeitig erkennen, um ihre Kulturen vor größeren Schäden zu schützen.
Gerade im ökologischen Landbau, der ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel auskommt, ist die frühzeitige Erkennung von Schadorganismen sowie Unkräutern und Ungräsern enorm wichtig, um ausreichende Erträge zu sichern. Bio-Betriebe arbeiten mit einem integrierten Pflanzenschutzverständnis, das auf unterschiedlichen Maßnahmen basiert. Dazu gehören zum Beispiel vorbeugende pflanzenbauliche Strategien, mechanische und physikalische Methoden, biologische Verfahren sowie biotechnische Lösungen. Das Prinzip der Nachhaltigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Es vereint drei Dimensionen: ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Ihr Zusammenspiel ist entscheidend, um eine zukunftsfähige Entwicklung zu gewährleisten. Ziel ist es, die Bedürfnisse von Menschen in der Gegenwart so zu erfüllen, dass zukünftige Generationen ihre Bedürf- nisse ebenfalls erfüllen können.
Dieser Unterrichtsbaustein bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren Schülerinnen und Schülern die Praxis des ökologischen Pflanzenschutzes näherzubringen. Der Baustein erläutert die Vorgaben der EU-Öko-Verord- nung zum Pflanzenschutz, stellt wesentliche Maßnahmen zur Unkrautregulierung vor und zeigt, wie Bio-Betriebe Pilzkrankheiten und tierische Schädlinge regulieren. Dabei wird deutlich, welche Lösungsan-sätze sich im ökologischen Landbau bewährt haben – und was konventionelle Betriebe davon übernehmen können.
Weiteres Hintergrundwissen für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler gibt es auf folgenden Internetseiten:
Ihr Bundesinformationszentrum Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau
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