





Frau Yilmaz ist 34, gelernte Köchin und hat eigene Burger-Rezepte, aber keine kaufmännische Erfahrung. 250.000 € Eigenkapital hat sie gespart. Soll sie ein eigenes Restaurant eröffnen oder Franchisenehmerin einer großen Burgerkette werden? Diese komplett vorbereitete Stunde für die Berufsschule führt von der Frage, warum sich Fast-Food-Ketten so schnell ausbreiten, über das Franchisesystem bis zu den weiteren Wegen in die Selbstständigkeit: Beteiligung, Unternehmensnachfolge, Unternehmensübernahme, Spin-off und Joint Venture.
Der Einstieg knüpft an den Alltag an. Die Lernenden nennen bekannte Fast-Food-Ketten, erklären, warum sie so beliebt sind, und beschreiben, wie sich diese Ketten so schnell ausbreiten. Am Ende steht der Begriff „Franchising“. Die Lösungen stehen ausformuliert in den Notizen.
Das erste Arbeitsblatt ist ein Fallbeispiel zur fiktiven Kette „Bun & Bulette“. In Gruppen arbeiten die Lernenden die Rechte und Pflichten eines Franchisenehmers heraus: Marke, Know-how, Werbung und Schulungen auf der einen Seite, Standards, Qualitätsvorgaben und rund 820.000 € Investition auf der anderen. Danach beraten sie Frau Yilmaz. Sie wägen eigenes Restaurant und Franchise gegeneinander ab und stellen ihre begründete Empfehlung in höchstens zwei Minuten vor.
Das zweite Arbeitsblatt systematisiert das Franchisesystem. Ein Lückentext mit vorgegebenen Begriffen führt durch Franchisegeber, Franchisenehmer, Franchisevertrag, Gebühren und Standortwahl. Danach stellen die Lernenden in einer Tabelle die Vor- und Nachteile für beide Seiten gegenüber. Eine Wortbank unterstützt dabei. Die Einleitung bringt die Kernaussage auf den Punkt: Der Franchisenehmer ist rechtlich selbstständig, aber wirtschaftlich abhängig.
Das dritte Arbeitsblatt erweitert den Blick auf die weiteren alternativen Gründungsformen. Ein Infotext stellt Beteiligung, Unternehmensnachfolge, Unternehmensübernahme, Spin-off, Franchising und Joint Venture vor. Die Lernenden fassen die Formen in einer Mindmap zusammen. Anschließend ordnen sie sechs Gründungsfälle zu und begründen ihre Wahl. Die Fälle reichen von der Softwareentwicklerin an der Hochschule über den Sohn, der die Schreinerei des Vaters übernimmt, bis zu zwei Maschinenbauern, die gemeinsam in Asien Windkraftanlagen bauen.
Das Tafelbild sichert die Stunde auf einer Folie. Links steht das Franchising-Schema mit den Leistungen in beide Richtungen und der Formel „rechtlich selbstständig – wirtschaftlich abhängig“. Rechts stehen die sechs Gründungsformen mit je einem Stichwort, darunter ein Merksatz.
Die Einheit umfasst rund 90 Minuten (Doppelstunde). Dazu kommen ein Verlaufsplan mit fünf Lernzielen und Anforderungsbereichen, ein Pufferblatt mit einem Kreuzworträtsel zu 13 Fachbegriffen und zu jedem Arbeitsblatt die vollständige Lösung.
In den Materialien findest Du Lösungen zu allen Arbeitsblättern, einschließlich aller Originaldateien wie beispielsweise Textdokumente, Präsentationen und Tabellenkalkulationen. Dadurch hast Du die Freiheit, selbstständig Anpassungen vorzunehmen. Für den Einstieg gibt es einen Lösungsvorschlag in der „Notizen"-Sektion der Präsentation.
Dieses Lernfeld stammt aus dem Bildungsplan der Berufsschule für die Ausbildungsberufe Fachinformatiker/Fachinformatikerin und IT-System-Elektroniker/IT-System-Elektronikerin. Lernfeld 1, „Das Unternehmen und die eigene Rolle im Betrieb beschreiben“, zielt darauf ab, das Verständnis der Auszubildenden für die Struktur und Ziele des Unternehmens zu schärfen. Es beinhaltet die Wertschöpfungskette, ökologische, ökonomische und soziale Zielsetzungen, das Unternehmensleitbild, Marktanalysen, Rechts- und Organisationsformen sowie Leistungsschwerpunkte. Damit sollen die Auszubildenden in die Lage versetzt werden, ihre eigene Rolle im betrieblichen Kontext zu erkennen und zu verstehen.In den Materialien findest Du Lösungen zu allen Arbeitsblättern, einschließlich aller Originaldateien wie beispielsweise Word, PowerPoint und Excel. Dadurch hast Du die Freiheit, selbstständig Anpassungen vorzunehmen. Für den Einstieg gibt es einen Lösungsvorschlag in der "Notizen"-Sektion der PowerPoint-Präsentation.Das Materialpakte enthält die folgenden Stunden:1. Alternative Gründungsformen2. Unternehmensziele3. Ökonomisches Prinzip4. Leistungsprozesse und Wertschöpfungskette5. Unternehmenskennzahlen6. Aufbauorganisation7. Führungsstil8. Voraussetzung eines Unternehmers9. Der Businessplan10. Rechtsformen11. Die Standortwahl 12. Betriebliche Kosten13. Grundlagen des Marketings14. Finanzierung und Kapitalbedarf15. Der Wirtschaftskreislauf
Klassenstufen: BS: Lehrjahr 1, BS: Lehrjahr 2, BS: Lehrjahr 3
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