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Neutrale, wissensbasierte, didaktisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien
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13 Seiten






Das System der Nutztierhaltung und insbesondere die Tierzucht werden in unserer Gesellschaft immer kritischer gesehen. Die Tierzucht stellt sich aus Laiensicht so dar, als ziele sie ausschließlich auf Gewinnmaximierung und Profit ab und verlöre die Nachhaltigkeit und das Tierwohl vollständig aus den Augen. Die gesellschaftliche Kritik zieht sich dabei durch die Züchtung aller Nutztierarten:»Hochleistende Milchkühe, die bereits nach wenigen Laktationen krankheitsbedingt von Betrieben abgehen, auf der einen, unerwünschte Bullenkälber, die nicht wirtschaftlich zu nutzen oder mästen sind, auf der anderen Seite.»Schnellwachsende Mastschweine, die nur noch in hochtechnisierten Ställen gehalten werden können, da sie so managementintensiv sind, dass andere Haltungsformen undenkbar werden.»Sauen, die mehr Ferkel werfen, als sie Zitzen haben.»Legehennen, die zwar Hochleistung in Sachen Eiablage bringen, deren männliche Küken aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wegen geringem Fleischansatz nicht aufgezogen, sondern nach dem Schlupf getötet werden.»Puten, die nur auf Mastleistung gezüchtet werden, d.h. schnell extrem viel Fleisch ansetzen, sich aber dadurch kaum mehr bewegen können, was zu Beinschäden und Stoffwechselerkrankungen führt.Mit diesem Unterrichtsbaustein wollen wir dazu anregen, dass sich die angehenden Landwirtinnen und Landwirte genauer mit dem Thema Tierzucht auseinandersetzen. Dabei liegt der Fokus auf Aspekten der Nachhaltigkeit. Ganz konkret soll geschaut werden, nach welchen Kriterien ein Zuchtbulle für die eigene Herde ausgewählt werden kann, wenn sowohl wirtschaftliche als auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt werden sollen. Besonders für angehende Landwirtinnen und Landwirte ist in diesem Dreiklang die soziale Nachhaltigkeit von Bedeutung. Darunter fallen Aspekte wie Entlohnung der Arbeitskraft, Arbeitszeit, Urlaub, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitsbelastung sowie Aus- und Weiterbildung.Welche Aspekte die nachhaltige Tierzucht umfassen, erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in einer Concept Map. Um die Kommunikationskompetenz zu stärken, wenden die Schülerinnen und Schüler in diesem Unterrichtsbaustein eine Abwandlung der Schneeballmethode an. Hierbei müssen sie ihre Standpunkte fachlich begründen, diskutieren und einen gemeinsamen Nenner finden.Abschließend soll es in der Hauptaufgabe darum gehen, den passenden Bullen für eine fiktive oder „echte“ Kuh zu finden und dabei eine nachhaltige Entscheidung für den Betrieb zu treffen.
KompetenzenDie Schüler*innen
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