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Lehrerin und Fachobfrau Musik an der Cäcilienschule in Wilhelmshaven
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23 Seiten
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Instrumentenkunde sollte nicht auf das bloße technische Beschreiben von Bauweise und Tonerzeugung reduziert werden. An charakteristischen Musikstücken kann das Instrument in seiner unvergesslichen Klangfarbe kennengelernt werden. Höraufgaben mit Notenbeispielen sollen dabei unterstützen. In Gestaltungsaufgaben darf aber auch das aktive und kreative Mitmachen durch Muszieren nicht vergessen werden.
Die Oboe mit ihrem charakteristischen Klang als Doppelrohrblattinstrument hat eine mindestens 4000-jährige Vergangenheit. In der traditionellen Musik vieler Kulturen lebt sie als Schalmei, Zornaj, Bombarde und unter weiteren Namen der jeweiligen Landessprachen weiter. Die Charakteristika dieser Traditionselemente hörend zu unterscheiden soll Interesse für das Instrument wecken. Mittelalterliche Spielgruppen musizieren damals wie heute improvisierend wie im Jazz.
Die Schalmei gehört als führendes Melodieinstrument dazu. Wie man heute mittelalterliche Musik wieder aufleben lässt, zeigen die Videos auf Seite 5, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler genauer beschäftigen sollen.
Endlich geht es zur heutigen Oboe, die in der Barockzeit entstanden ist. Wie der Ton bei einem Doppelrohrblatt-Instrument entsteht, lässt sich mit einer Trinkhalm-Flöte selbst ausprobieren. In Gruppen kann anschließend mit Trommeln begleitet eine Trinkhalm-Flöten-Improvisation entstehen.
Wie unterscheidet man Oboe und Oboe d‘Amore? Hörend versuchen wir uns beiden zu nähern und über Spielweisen zu sprechen. Zwei Bach-Konzerte dienen dazu als Vorlage. Der Klang der Oboe d‘Amore prägt Ravels Bolero. In der Eiskunstlauf-Interpretation der Olympiasieger von 1984 wird seine Ausdruckskraft deutlich. Am Ende können die Schüler entweder zweistimmig singend oder instrumental den Bolero selbst aufführen.
Das Englischhorn rundet die Unterrichtsreihe zur „Oboe“ ab. Sein charakteristischer Klang ist mit Dvoraks Adagio aus der Symphonie „Aus der neuen Welt“ unweigerlich verbunden. Hörend sollen seine charakteristischen melodischen Merkmale untersucht werden, in denen Dvorak Elemente afro-amerikanischer und indianischer Musik auf seine sehr europäische Art verewigen wollte.
Die Flöte - die Klarinette - die Oboe - das Fagott - die ganze Gruppe der Holzblasinstrumente eines Symphonieorchesters können die Schülerinnen und Schüler in einem lebendigen Musikunterricht mit allen Sinnen umfassend erfahren und erleben: Bauweise und Tonerzeugung in kleinen Videos beobachten, selbst Töne machen mit Füllerdeckel, Flaschen und Trinkhalmen, mitttanzen und zuhören, beschreiben, erklären, erfinden, improvisieren. Höraufgaben zu den charakteristischen Musikstücken der Instrumente gehören genauso dazu, um die Klangfarbe von Fagott, Oboe, Klarinette, Flöte unterscheiden und verinnerlichen zu können. Dabei kann es durchaus spielerisch zugehen oder auch in Teams gearbeitet werden. Mit Hilfe von Notenbeispielen und digitalen Audiofiles kann das Beschreiben von Musik vertieft, aber auch einfach das Notenlesen und die Notenschlüssel wiederholt werden. Auch hier lassen sich Gruppenarbeiten einsetzen. Zu allen Aufgaben gibt es Lösungen oder Lösungsvorschläge. Zu allen Instrumenten gibt es Gestaltungsaufgaben, in denen aktiv und kreativ musiziert, improvisiert und einmal sogar getanzt werden darf.
Klassenstufen: 6-10. Klasse
Die Instrumente des Symphonieorchesters erfahren, erleben, spielen!Die Instrumente des Sinfonieorchesters sind in jeder Klassenstufe mal Thema. In diesem Materialpaket gibt es für alle etwas. Jedes Instrument wird natürlich in Aufbau und Klangerzeugung vorgestellt. Aber das ist nicht alles! In Hör-, Analyse- und praktischen Aufgaben erfahren und erleben die Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise, wie das jeweilige Instrument im Orchester eingesetzt wird und welche Rolle es im Zusammenklang spielt. An ausgewählten Instrumentalstücken werden auch typische Solostellen oder Solokonzerte thematisiert. Über den Tellerrand hinaus gibt es am Ende auch Musik aus dem Jazz oder anderen modernen Musikrichtungen, in denen das Instrument eingesetzt wird. Methodisch werden Aufgaben im Klassenverband, Gruppen- und EInzelarbeiten angeboten. Dabei bieten die Aufgaben immer wieder auch eine Leistungsdifferenzierung an, die ja im Musikunterricht essenziell ist.Es gibt dabei vertiefende Aufgaben zu den elementaren Kenntnissen im Notenlesen, Partiturlesen, Transponieren, Lesen von Schlüsseln, Beschreiben des melodisch-rhythmischen Verlaufs mit Hilfe von Intervallen und Notenwerten, Arbeiten mit harmonischen Zusammenhängen, Akkorden, Tonarten. Natürlich gibt es zu allen Aufgaben ausführliche Lösungen oder Lösungsvorschläge. Außerdem werden zur Vorstellung jedes Instruments auch Gestaltungsaufgaben angeboten für das Klassenmusizieren und für das selbstständige Erfinden von Musik sowie das Improvisieren. Die Musiziersätze und Gestaltungsaufgaben sind mit einfachen Instrumenten durchführbar: Flaschenorchester, Gartenschlauch-Trompeten, Stabspiele, Percussions reichen durchaus aus. MP3 Audios helfen beim Einstudieren. Schließlich ist noch ein Symphonieorchester-Kartenspiel enthalten mit zwei Spielvorschlägen, wie mit Hilfe der Karten die Klasse zum Symphonieorchester wird und einzelne Schülerinnen und Schüler dieses Orchester auch dirigieren können. Dazu gibt es zwei Musikbeispiele mit Lösungsvorschlägen. Die Materialien sind variabel einsetzbar und können je nach Klassenstufe ausgewählt und zusammengesetzt werden. Es können eigene Module daraus entwickelt werden. QR-Codes verweisen auf YouTube-Videos, die den sofortigen Einsatz des Materials ermöglichen.
Klassenstufen: 5-10. Klasse
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