





Diese komplett vorbereitete Unterrichtsstunde beginnt mit Jonas’ erstem Ausbildungstag – und drei Sätzen, die gründlich danebengehen: Zur Kundin sagt er „Hey, was geht?“, dem Chef antwortet er „Joa, chill mal“, und in der Pause bittet er seinen Mitazubi „höflichst um das Salz“. Die Klasse findet schnell heraus, was hier schiefläuft. Per Klick folgt die Auflösung: Nicht WAS Jonas sagt, ist das Problem, sondern WIE er es WEM sagt. Alle Arbeitsblätter spielen in derselben fiktiven Haustechnik Sommer GmbH, sodass die Stunde in gewerblichen, kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Klassen funktioniert.
Die Materialien sind auf den Bildungsplan Deutsch für die Berufsschule in Baden-Württemberg (LPH 6/2016) abgestimmt und bilden die Auftaktstunde für das 1. Schuljahr. Sie setzen den Schwerpunkt Kompetenzbereich 1 „Sprechen und Zuhören“ um: Die Lernenden ordnen Gesprächssituationen in ihren Kontext ein, verwenden der Situation angemessene Formulierungen und reflektieren ihr eigenes Gesprächsverhalten und das anderer. Integriert ist Kompetenzbereich 3 mit den Kommunikationsebenen in privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Situationen.
Im ersten Arbeitsblatt lernen die Auszubildenden mit einem Infotext die drei Fragen WER? – WO? – WOZU? kennen, mit denen sich jede Gesprächssituation einschätzen lässt, und sichern das Wichtigste in einem Lückentext mit Wortspeicher. Danach begleiten sie Jonas durch seine erste Woche, ordnen sechs Situationen ein und tragen sie auf einer Nähe-Distanz-Skala ein.
Das zweite Arbeitsblatt stellt die Sprachebenen locker, sachlich-höflich und förmlich vor. Jonas muss seiner Ausbilderin mitteilen, dass sein Zug ausgefallen ist – drei Nachrichtenentwürfe stehen zur Auswahl. Die Lernenden markieren typische Merkmale, entscheiden, welche Nachricht passt, und beurteilen sechs Äußerungen nach dem Prinzip „passt / passt nicht“. Dabei wird deutlich: Zu förmlich ist genauso daneben wie zu locker.
Im dritten Arbeitsblatt wird es praktisch: Im „Übersetzungsbüro“ formulieren die Lernenden sechs lockere Sätze mithilfe von fünf Formulierungsregeln berufsangemessen um. Anschließend schreiben sie Jonas’ Beichte an den Chef – er hat einen teuren Messkoffer auf der Baustelle vergessen – entlang eines Gesprächsgeländers aus fünf Schritten.
Im Übungs- und Transferblatt muss Jonas für seine Führerscheinprüfung drei Gespräche führen: mit seinem Mitazubi, mit seiner Ausbilderin und mit einer Kundin, deren Termin er verschieben muss. In Dreiergruppen bereiten die Lernenden die Gespräche vor, spielen sie mit Rollenkarten im Rollenwechsel und beobachten sich gegenseitig mit einem Beobachtungsbogen.
Zur Sicherung liegt ein Tafelbild im Mischpult-Format bei: Die Regler WER? und WO? sowie die Gesprächsziele führen zur passenden Sprachebene, die als Treppe dargestellt ist. Die Elemente erscheinen per Klick nacheinander. Als Puffer gibt es ein Kommunikations-Kreuzworträtsel mit zwölf Fachbegriffen der Stunde.
Ein Verlaufsplan mit vier operationalisierten Lernzielen (AFB I–III), Zeitangaben, Sozialformen und Medien ist enthalten. Der Umfang ist auf eine Doppelstunde (ca. 90 Minuten) ausgelegt. Alle Arbeitsblätter enthalten Zusatzaufgaben für schnelle Lernende sowie Sprachhilfen wie Wortspeicher, Formulierungshilfen und Satzanfänge. Die Stunde kommt ohne digitale Endgeräte aus.
In den Materialien findest Du Lösungen zu allen Arbeitsblättern, einschließlich aller Originaldateien wie beispielsweise Textdokumente und Präsentationen. Dadurch hast Du die Freiheit, selbstständig Anpassungen vorzunehmen. Für den Einstieg gibt es einen Lösungsvorschlag in der "Notizen"-Sektion der Präsentation.
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