





Materialpaket - Doomscrolling stoppen
1. Doomscrolling stoppen: Übungen
Die Unterlage vermittelt, wie Doomscrolling entsteht und bewusst unterbrochen werden kann. Schülerinnen und Schüler wählen passende Übungen aus, testen sie mehrere Tage im Alltag und reflektieren anschließend ihre Erfahrungen. Auch Familien können gemeinsam Selbstexperimente durchführen und hilfreiche Veränderungen miteinander besprechen.
2. Alternativen zu Doomscrolling
Mit einem persönlichen Stoppschild entwickeln Schülerinnen und Schüler konkrete Alternativen zum automatischen Scrollen. Nach Einführungstext und Reflexionsgespräch wählen sie acht passende Aktivitäten, gestalten ihre Vorlage kreativ und nehmen sie als sichtbare Alltagshilfe mit nach Hause. Eigene Ideen sind ausdrücklich willkommen.
3. Gesunde digitale Balance
Die Unterrichtseinheit verbindet einen Selbsttest zu Hause mit gemeinsamer Diskussion im Klassenraum. Schülerinnen und Schüler untersuchen ihre Online-Gewohnheiten, sammeln Strategien für eine ausgewogene Bildschirmnutzung und benennen deren Vorteile.
4. Clickbait erkennen
Die Unterlage zeigt, wie Clickbait mit reißerischen Überschriften, auffälligen Bildern und bewusst erzeugten Wissenslücken Aufmerksamkeit bindet. Schülerinnen und Schüler erkennen typische Merkmale, untersuchen Beispiele und formulieren eigene Titel. Dadurch reflektieren sie emotionale Reize und stärken ihre Medienkompetenz im digitalen Alltag.
Beschreibung und Lernziel:In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Clickbait in sozialen Netzwerken und auf Videoplattformen auseinander. Sie lernen, wie reißerische Überschriften, auffällige Bilder und bewusst zurückgehaltene Informationen genutzt werden, um Neugier und andere starke Gefühle auszulösen.In verschiedenen Übungen erkennen und untersuchen die Jugendlichen typische Clickbait-Merkmale und gestalten eigene Überschriften. Ziel ist es, ihre Medienkompetenz zu stärken und sie zu einem bewussteren Umgang mit digitalen Inhalten und der eigenen Aufmerksamkeit anzuregen.
Klassenstufen: 8-9. Klasse
Notfallkoffer „Nervensystem regulieren“ – Sicherheit und innere RuheDerNotfallkoffer „Nervensystem regulieren“ unterstützt dabei, Stress, Angst und innere Anspannung besser zu verstehen und aktiv zu regulieren. Mit fundierten Modellen, körperorientierten Übungen und alltagsnahen Strategien stärkt er die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung, emotionalen Regulation und mentalen Stabilität.Die Emotionszwiebel – Gefühle verstehen und Bedürfnisse erkennenDie Emotionszwiebel veranschaulicht, dass sichtbare Gefühle wie Wut oder Ärger oft nur die äußere Schicht darstellen. Darunter liegen verletzlichere Emotionen wie Angst, Traurigkeit oder Scham, im Kern die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse nach Sicherheit, Anerkennung und Zugehörigkeit. Die Unterlage erklärt das Modell anschaulich und bietet Raum zur Selbstreflexion.DasKontrollfenster– Handlungsspielräumeerkennen und loslassenDas Kontrollfenster hilft dabei, zwischen dem zu unterscheiden, was in der eigenen Hand liegt, und dem, was sich nicht kontrollieren lässt. GezielteReflexionsfragen unterstützendabei, Kontrollversuche bewusst wahrzunehmen, Verantwortung von Überverantwortung zu unterscheiden und eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen. Eine Übung zum Loslassen lädtdazu ein,Anspannungwahrzunehmenund Erwartungen bewusstloszulassen. Fragen zumTransferindenAlltag helfen, die gewonnenen Erkenntnisseim Umgang mitStress anzuwenden.15Monotasking-Übungen – Fokus, Klarheit und mentale AusdauerDie 15 Monotasking-Übungen trainierengezielt die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und Ablenkungen zu reduzieren.Die Übungen wirken aufkognitiver, emotionaler und physiologischer Ebene: Sie steigern Konzentration und Gedächtnisleistung, reduzieren mentale Überforderung und stärken Selbstkontrolle.Bewältigungsstrategien-Karten bei Angst – Sicherheit im Moment findenDie 32 Bewältigungsstrategien-Karten bieten sofort anwendbare Übungen zur Reduktion von Angst, Stress und innerer Unruhe. Sie sind in vier Kategorien gegliedert: Körper & Atem, Achtsamkeit & Orientierung, Humor & Leichtigkeit sowie Kreativität & Vorstellungskraft. Die Karten fördern Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit und emotionale Stabilität. Sie helfen, akute Anspannung zu lösen und langfristig resiliente Bewältigungsroutinen aufzubauen.Warum der Notfallkoffer „Nervensystem regulieren“ eine wertvolle Unterstützung ist:Emotionale Selbstwahrnehmung und Stabilität: Die Unterlagen wie Emotionszwiebel und Bewältigungsstrategien-Karten helfen, eigene Gefühle bewusst wahrzunehmen, Bedürfnisse zu erkennen und innere Spannungen zu lösen.Mentale Ruhe und Fokus: DieMonotasking-Übungenfördern Konzentration undreduzieren Ablenkungen. Das Kontrollfensterunterstützt dabei,eigeneHandlungsspielräume zuerkennen,Überverantwortung wahrzunehmen und Unkontrollierbares loszulassen.Fazit: Mit dem Notfallkoffer „Nervensystem regulieren“ erhältst du praxisnahe Werkzeuge, um Stress und Angst zu reduzieren, emotionale Resilienz aufzubauen und den Alltag gelassen, konzentriert und selbstwirksam zu gestalten.
Beschreibung und Lernziel:In dieser Unterrichtseinheit reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihr Online-Verhalten und entwickeln Strategien für eine gesunde Balance zwischen digitaler und realer Welt. Nach einem Selbsttest, den sie zu Hause ausfüllen, besprechen sie ihre Eindrücke im Klassenraum. Gemeinsam erarbeiten sie Strategien zur bewussten Bildschirmnutzung, die an der Tafel festgehalten und mit Vorteilen ergänzt werden. Falls nötig, regen gezielte Fragen die Ideenfindung an.Die Schülerinnen und Schüler sollen ihr eigenes Online-Verhalten besser verstehen und Strategien entdecken, um ihre digitale Zeit bewusst zu gestalten. Durch die Hervorhebung der Vorteile jeder Strategie werden sie motiviert, diese Ansätze im Alltag anzuwenden.
Klassenstufen: 7-8. Klasse
Beschreibung und Lernziel:Lesen Sie zu Beginn gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern den Text zum Thema Doomscrolling. Klären Sie mögliche Verständnisfragen und besprechen Sie die fünf Reflexionsfragen anschließend mündlich im Klassenverband. Die Fragen dienen als Grundlage für eine gemeinsame Diskussion über das eigene Nutzungsverhalten, die Wirkung des Scrollens und mögliche Schwierigkeiten beim Aufhören. Persönliche Erfahrungen müssen nur geteilt werden, wenn die Jugendlichen dies möchten.Anschließend erhalten alle Schülerinnen und Schüler die Stoppschild-Vorlage sowie die Blätter mit den verschiedenen Aktivitäten. Sie wählen acht Aktivitäten aus, die ihnen persönlich dabei helfen könnten, Doomscrolling zu unterbrechen, und tragen diese in die acht freien Felder ein. Eigene Ideen dürfen ebenfalls ergänzt werden. Danach gestalten die Jugendlichen ihr Stoppschild: Sie können es ausmalen, ausschneiden, bunt bekleben und den Rand mit eigenen Zeichnungen, Mustern oder Symbolen verzieren.Das fertige Stoppschild nehmen die Schülerinnen und Schüler mit nach Hause. Dort können sie es beispielsweise im eigenen Zimmer oder am Schreibtisch aufhängen und darauf zurückgreifen, wenn sie beim Scrollen die Zeit vergessen. Geben Sie ihnen zusätzlich die vollständige Aktivitätenliste mit, damit sie sich auch später zu weiteren Beschäftigungen inspirieren lassen können. Ziel ist nicht, soziale Medien vollständig zu vermeiden, sondern das automatische Scrollen bewusst zu unterbrechen und wieder selbst über die eigene Freizeit zu entscheiden.
Klassenstufen: 6-7. Klasse
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