Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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„Hier weicht Beethoven vom Formschema ab“ — das Schema stammt von 1845
Der Satz steht in vielen Materialien, und er kann nicht stimmen.
Das dreiteilige Modell stammt von A. B. Marx aus dem Jahr 1845, das Wort „Sonatenhauptsatzform" von Grabner 1924. Haydn, Mozart und der frühe Beethoven konnten von einem Schema nicht abweichen, das es noch nicht gab.
Diese Einheit trennt zwei Vorgänge, die ständig vermischt werden.
Die Werke ändern sich — und die Modelle ändern sich. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun.
Das ist drin
M1 · Vier Sonaten, 27 Jahre
op. 2 Nr. 1, op. 13, op. 57 und op. 111, jeweils der erste Satz. Takte, Taktarten, Wiederholungszeichen und langsame Einleitungen — alles an der digitalen Edition selbst ausgezählt. Zwei Befunde stechen heraus: In op. 57 fehlt jedes Wiederholungszeichen, und in op. 13 kehrt das Grave zweimal wieder.
M2 · Fünf Modelle, 213 Jahre
Koch 1793 zweiteilig, Marx 1845 dreiteilig, Grabner 1924 mit dem Namen, Caplin 1998 mit Formfunktionen, Hepokoski/Darcy 2006 mit Zonen und Rotationen. Zu jedem Modell steht, was es zusätzlich sieht — und was es weglässt.
M3 · Die heutige Fachsprache
P, TR, MC, S, C, dazu EEC und ESC, Rotation statt Teile und die fünf Sonatentypen. Der Kurs überträgt die Angaben aus Einheit 1 in die neue Sprache. Der Gewinn ist nicht die Abkürzung, sondern die Vervielfältigung: Ein Satz, der nicht zu Typ 3 passt, ist kein defekter Typ 3.
M4 · Was Hörende hören
Eine Studie von 2026 mit N = 43 im Labor und N = 88 online. Die großen Grenzen — Durchführung, Reprise — werden zuverlässig markiert. Der Seitensatzeinsatz dagegen kaum; gehört wird die Überleitung. Insgesamt wurden nur 6 von 13 beziehungsweise 6 von 11 theoretischen Formgrenzen konsistent markiert. Was daraus für den Stundeneinstieg folgt, steht dabei.
Wie eine Einheit aufgebaut ist
Sechs Seiten für dich.
Überblick, Minutenplan für 90 Minuten, Befundlage, Sachanalyse und ein Fünf-Minuten-Check zum Vorlesen, mit dem du vor der Stunde weißt, worauf du aufbauen kannst.
Neun Seiten für den Kurs.
Ein Einstiegsblatt, vier Materialblätter und die vier zugehörigen Arbeitsblätter.
Jedes Materialblatt ist für zwei gebaut. Es gibt keine Phase, in der jemand allein danebensitzt.
Zwei Übungsseiten mit acht Aufgaben.
Von der Bestimmung über die Erklärung bis zur Beurteilung. Aufgabe 8 ist jeweils freiwillig und die schwerste im Heft.
Test holen — und selbst auswerten.
Am Lehrerpult liegt ein Test über zwölf Punkte, überwiegend Ankreuz- und Lückenaufgaben, dazu eine Zuordnungs- oder Rechenaufgabe und eine Beurteilungsaufgabe.
Daneben liegt der Erwartungshorizont mit einer Tabelle, die Punkte in Prozent umrechnet.
Die Schülerinnen und Schüler tragen ihre Prozentzahl selbst in einen Laufzettel ein, der über alle sechs Einheiten läuft. Nichts davon wird eingesammelt, nichts davon geht in eine Note ein.
Drei Lösungsseiten und eine Quellenseite.
Zu jeder Aufgabe eine ausführliche Lösung — nicht nur das Ergebnis, sondern der Weg und die häufigen Fehlschlüsse dazu.
Zu den Noten — ein Punkt, der bei Musikmaterial zählt
Alle Notenbeispiele sind eigener Satz.
Bei Musik sind drei Ebenen getrennt geschützt: die Komposition (§ 64 UrhG, 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers), die Notenausgabe (§ 70 UrhG, 25 Jahre ab Erscheinen — das trifft jeden Urtext) und die Einspielung (§ 85 UrhG). § 60a UrhG hilft nicht weiter: Er gilt nur nichtkommerziell und nimmt Notenmaterial in Absatz 3 ausdrücklich aus.
Eigener Satz gemeinfreier Werke umgeht alle drei Ebenen.
Gesetzt wurde mit LilyPond in der Notenschrift Emmentaler, die unter der GPL mit Font Exception steht — der kommerzielle Einsatz gesetzter Noten ist dort ausdrücklich erlaubt.
Und die Töne stammen nicht aus dem Gedächtnis.
Jedes Zitat ist aus der digitalen Edition des Notentextes abgeleitet — Referenzausgaben sind die Alte Mozart-Ausgabe (Breitkopf & Härtel 1878) und die Beethoven-Ausgabe von Durand (Paris 1915, herausgegeben von Paul Dukas), beide gemeinfrei. Auf der Quellenseite steht, nach welcher Ausgabe gezählt wurde und ob Auftakte mitgezählt sind.
Eine Seite, die es sonst nicht gibt
Jede Einheit hat eine Befundseite mit drei Spalten: belegt, uneinheitlich, nicht belegt.
Dort steht, was die musikpädagogische und musikpsychologische Forschung zum jeweiligen Thema hergibt — mit Autor, Jahr und Stichprobengröße.
Und dort steht auch, wo sie nichts hergibt. Zum Musikunterricht der gymnasialen Oberstufe gibt es im deutschsprachigen Raum kaum empirische Forschung; wo wir keine Studie gefunden haben, steht das da, statt übergangen zu werden.
Dieselbe Haltung zieht sich durch das Material: Wo eine Taktzahl umstritten ist, steht sie mit „ca." oder gar nicht. Wo ein berühmtes Zitat nur aus einer einzigen, späten Quelle stammt, wird es nicht abgedruckt — sondern erklärt, warum nicht.
Diese Einheit gehört zur Reihe „Was im Stück steht“
Einheit 1: Zwei Tonarten, ein Satz — Q1.1 · Haupt- und Seitensatz · der tonale Gegensatz
Einheit 2: Bauplan oder Beschreibung — Q1.2 · Lied, Rondo, Variation, Fuge · selbst gestalten
Einheit 3: Begründet oder hineingedeutet — Q2.1/2.2 · Lied und Deklamation · Bild und Klang
Einheit 4: Kein gerader Weg — Q3.1 · erweiterte Tonalität bis Zwölftontechnik
Einheit 5: Das Schema kam später — Q3.2 · Marx 1845 · was Hörende wirklich hören
Einheit 6: Warum mir das gefällt — Q4.1/4.4 · Interpretationsvergleich · Werturteil
Jede Einheit funktioniert für sich. Der Laufzettel läuft über alle sechs — wer die Reihe vollständig unterrichtet, hat am Ende sechs Rückmeldungen auf einem Blatt.
Für wen
Musik, Qualifikationsphase, Grundkurs und Leistungskurs
Gymnasium und Gesamtschule, bundesweit einsetzbar
grundlegendes Niveau, geeignet auch für heterogene Kurse
90 Minuten, Minutenplan liegt bei
Format
PDF in Farbe, 25 Seiten, A4
PDF in Schwarzweiß, 25 Seiten, A4, für den Kopierer
Word-Datei mit allen Schülerseiten, Übungen, Test, Erwartungshorizont und Lösungen
alle Schriften eingebettet, direkt druckbar ohne Zusatzsoftware
Sechs Themenfelder, an denen nichts geschönt istDiese Reihe deckt sechs Themenfelder aus allen vier Kurshalbjahren ab. Q1.1 Dialektisches Prinzip · Q1.2 Formmodelle gestalten, realisieren, reflektieren · Q2.1 Musik und Sprache mit Q2.2 Musik und Malerei · Q3.1 Der Weg in die „Moderne“ · Q3.2 Wandel des Formmodells im Sonatenhauptsatz · Q4.1 Interpretation mit Q4.4 Hörpräferenz und Werturteil. Die Nummerierung folgt der Fassung 2024 des hessischen Kerncurriculums; auf jeder Quellenseite steht, wo die Fassung 2021 abweicht.Alle Notenbeispiele sind eigener Satz. Bei Musik sind drei Ebenen getrennt geschützt: Komposition, Notenausgabe und Einspielung. Eigener Satz gemeinfreier Werke umgeht alle drei — und die Töne stammen nicht aus dem Gedächtnis, sondern aus der digitalen Edition der Partitur. Auf der Quellenseite steht, nach welcher Ausgabe gezählt wurde und ob Auftakte mitgezählt sind.Und was nicht belegt ist, steht auch drin. Jede Einheit hat eine Befundseite mit drei Spalten: belegt, uneinheitlich, nicht belegt. Zum Musikunterricht der gymnasialen Oberstufe gibt es im deutschsprachigen Raum kaum empirische Forschung — wo wir keine Studie gefunden haben, steht das da. Wo eine Taktzahl umstritten ist, steht sie mit „ca.“ oder gar nicht. Und wo ein berühmtes Zitat nur aus einer einzigen späten Quelle stammt, wird es nicht abgedruckt, sondern erklärt, warum nicht.Die sechs EinheitenEinheit 1 · Zwei Tonarten, ein Satz Q1.1 · Haupt- und Seitensatz · der tonale GegensatzEinheit 2 · Bauplan oder Beschreibung Q1.2 · Lied, Rondo, Variation, Fuge · selbst gestaltenEinheit 3 · Begründet oder hineingedeutet Q2.1/2.2 · Lied und Deklamation · Bild und KlangEinheit 4 · Kein gerader Weg Q3.1 · erweiterte Tonalität bis ZwölftontechnikEinheit 5 · Das Schema kam später Q3.2 · Marx 1845 · was Hörende wirklich hörenEinheit 6 · Warum mir das gefällt Q4.1/4.4 · Interpretationsvergleich · WerturteilWas alle sechs Einheiten gemeinsam habenEin Takt, sechsmal derselbe. Denken — Austauschen — Vorstellen. Erst notiert jede und jeder allein, dann wird zu zweit verglichen, dann stellt ein Paar vor. Kein Methodenwechsel, der Aufmerksamkeit kostet. Die Methode ist der Didaktik untergeordnet.Durchgehend Partnerarbeit. Alle vier Materialblätter jeder Einheit sind für zwei gebaut. Es gibt keine Phase, in der jemand allein danebensitzt und wartet.Ein Minutenplan für 90 Minuten. Jede Einheit hat einen Ablaufplan mit Zeitfenstern, Sozialform und einem Satz dazu, was du in dieser Phase tun solltest. Alle Phasen summieren sich auf genau 90 Minuten.Test holen — und selbst auswerten. Am Lehrerpult liegt ein Test über zwölf Punkte, überwiegend Ankreuz- und Lückenaufgaben, dazu eine Zuordnungs- oder Rechenaufgabe und eine Beurteilungsaufgabe. Daneben liegt der Erwartungshorizont mit einer Umrechnungstabelle von Punkten in Prozent. Die Prozentzahl tragen die Schülerinnen und Schüler selbst in einen Laufzettel ein, der über alle sechs Einheiten läuft. Nichts wird eingesammelt, nichts geht in eine Note ein.Lösungen zu allem. Drei Lösungsseiten je Einheit — nicht nur Ergebnisse, sondern der Weg, die häufigen Fehlschlüsse und bei den anspruchsvollen Aufgaben auch die Grenzen der Musterlösung.Ein Fünf-Minuten-Check vor jeder Stunde. Fünf Fragen zum Vorlesen, mit denen du in fünf Minuten weißt, worauf du aufbauen kannst — und was du vorher noch einmal aufgreifen musst.Für wenMusik, Qualifikationsphase, Grundkurs und LeistungskursGymnasium und Gesamtschule, bundesweit einsetzbargrundlegendes Niveau, geeignet auch für heterogene Kursesechsmal 90 Minuten, verteilbar über alle vier KurshalbjahreFormatsechs PDF in Farbe, je 25 Seiten, A4 — zusammen 150 Seitensechs PDF in Schwarzweiß, je 25 Seiten, A4, für den Kopierersechs Word-Dateien mit allen Schülerseiten, Übungen, Tests, Erwartungshorizonten und Lösungenalle Schriften eingebettet, direkt druckbar ohne Zusatzsoftware
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
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