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6 Materialien






Dieses Materialpaket enthält fünf weitere vollständig ausgearbeitete Oberstufenklausuren zum Themenfeld „Literatur um 1800 – Spiegelung kultur- und geistesgeschichtlicher Entwicklungen in der Literatur“. Jede Klausur verbindet die Analyse eines gemeinfreien literarischen Textes mit einem weiterführenden Schreibauftrag auf der Basis eines eigens formulierten wissenschaftspropädeutisch-philosophischen Sachtextes. Die Reihe erschließt Werthers Natur- und Gefühlserfahrung mit Rousseau und Kant, Schillers Standeskritik mit Gleichheit und Autonomie, Kleists Rechtskonflikt mit Kant und Fichte, Novalis’ blaue Blume mit Fichte/Schelling/Schlegel sowie Hoffmanns Wahrnehmungsproblem mit Kant und romantischer Erkenntniskritik.
Kleists „Michael Kohlhaas“ wird über den berühmten Erzählanfang und das Paradox des „Rechtgefühls“ erschlossen. Die Lernenden analysieren Erzählerkommentar, Vorausdeutung, Bürgerideal und Schlagbaum-Szene. Ein philosophischer Sachtext zu Kant und Fichte führt in öffentlichen Rechtszustand, Anerkennung und Grenzen privater Selbsthilfe ein. Der Transfer prüft die Spannung zwischen berechtigtem Anspruch und zerstörerischer Durchsetzungsform. Inklusive detailliertem EWH, 100-Punkte-Raster und Notenschlüssel.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
Diese Oberstufenklausur erschließt Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ über den Brief vom 10. Mai. Im Zentrum stehen Naturerfahrung, subjektive Authentizität, religiöse Bildlichkeit und die Grenze sprachlicher Darstellung. Der weiterführende Schreibauftrag arbeitet mit einem wissenschaftspropädeutischen Sachtext zu Rousseau und Kant: Natürlichkeit, Fremdbestimmung und Autonomie werden als Prüfkategorien für Werthers Gefühlsverständnis genutzt. Enthalten sind gemeinfreier Primärtext, detaillierter EWH mit Textbelegen, 100-Punkte-Raster, Notenschlüssel und Qualitätsplus.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Die Klausur zu Schillers „Kabale und Liebe“ analysiert den Konflikt von Liebe, Stand und Freiheit in I,4. Ferdinand erklärt Liebe zur natürlichen Ordnung, Luise hält ihm soziale Macht und reale Abhängigkeit entgegen. M2 verbindet Rousseaus Kritik gesellschaftlicher Ungleichheit mit Kants Würde- und Autonomiebegriff. Im AFB-III-Auftrag wird geprüft, ob Ferdinands Gleichheitsrhetorik emanzipiert oder Luises Selbstbestimmung paternalistisch übergeht. Mit ausführlichem EWH und textgenauen Belegen.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Diese Klausur zu Novalis’ „Heinrich von Ofterdingen“ untersucht die blaue Blume als Symbol von Sehnsucht, Sprache und romantischem Weltbezug. M1 fokussiert Traumsemantik, Naturbelebung, Unaussprechlichkeit und Heinrichs veränderte Wahrnehmung. M2 führt wissenschaftspropädeutisch in Fichte, Schelling und Friedrich Schlegel ein. Der weiterführende Schreibauftrag prüft, wie tragfähig die Modelle für die frühromantische Subjekt-Welt-Beziehung sind. Mit textbelegtem EWH und vollständigem Bewertungsraster.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
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