Vorschau - Stundenentwürfe - Angreifen und Verteidigen — Spielen lernen in fünf Einheiten, das ganze Paket 5 Einheiten · 80 Seiten · Gymnasium, Klasse 7 bis 9 · Sport · Lösungen im Heft - Deckblatt
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Stundenentwürfe - Angreifen und Verteidigen — Spielen lernen in fünf Einheiten, das ganze Paket 5 Einheiten · 80 Seiten · Gymnasium, Klasse 7 bis 9 · Sport · Lösungen im Heft - Die Rabenkiste - Deckblatt
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Beschreibung

Eine achte Klasse spielt vier gegen vier. Zwei Kinder haben den Ball dreißigmal, zwei nie. Wer sich anbietet, tut es meistens dort, wo gerade kein Pass ankommt, und wer verteidigt, klebt an einer Person, statt einen Weg zuzustellen. Am Ende der Stunde hat man gespielt und niemand hat etwas gelernt, weil der Gegenstand unsichtbar geblieben ist: Taktik verschwindet in der Bewegung, sobald das Spiel läuft.

Dazu kommt das Sprachproblem. „Freilaufen“, „Überzahl“, „Manndeckung“, „Deckungsschatten“ — diese Wörter stehen in jedem Ratgeber und in keiner geprüften Definition. Sie werden benutzt, als wären sie Fachbegriffe, und sie sind Konvention. Und die Ratgeberliteratur behauptet zu ihrer Wirkung mehr, als sich belegen lässt: Dass man Spiele über das Spielen lehren soll, ist fachlicher Konsens; dass es messbar besser wirkt als der Weg über die Technik, ist für die Spielentscheidungen belegt und für die Technikausführung nicht.

Diese fünf Hefte nehmen beides als eine Aufgabe. Sie machen die Taktik auf dem Papier sichtbar, bevor sie in der Halle verschwindet: Jede Spielstellung ist gerechnet, nicht gemalt, und die Klasse misst sie mit dem Lineal nach. Und sie sagen bei jeder Aussage dazu, worauf sie beruht — auf dem Wortlaut des Curriculums, auf einer Studie mit genannter Stichprobe, auf der Geometrie des Feldes oder auf Erfahrungswissen. Zusammen 80 Seiten, fünfmal sechzehn, mit 55 Aufgaben und zu jeder eine kommentierte Lösung.

Was enthalten ist

Einheit 1, Freilaufen und Anbieten. Sich lösen, sich anbieten, den Raum sehen. Anspielbar ist, wer freien Raum hat, einen freien Passweg und Blickkontakt zum Ballbesitzer — drei Bedingungen, von denen die dritte sich nicht zeichnen lässt und deshalb ausgeschrieben wird. Die Einheit führt die Zeichensprache der ganzen Reihe ein.

Einheit 2, Passen unter Druck. Ein Passweg ist kein Strich, sondern ein Fenster mit einer Breite: zweimal der Abstand des nächsten Gegners zur Passlinie. Dazu die sechs Druckbedingungen — Zeit, Präzision, Komplexität, Organisation, Variabilität, Belastung — mit je einer Regel, die sie im Unterricht erzeugt.

Einheit 3, Zum Abschluss kommen. Überzahl ist kein Zustand, sondern ein Zeitfenster: Drei gegen zwei bleibt es, bis der dritte Verteidiger da ist. Entschieden wird an zwei Zahlen, die absichtlich gegenläufig sind — dem Weg zum Ziel und dem Platz am Ende.

Einheit 4, Verteidigen. Nicht „Mann oder Raum“ ist die Frage, sondern: Wohin schaust du zuerst? Ballabstand und Deckungsabstand sind zwei Zahlen, die eine Klasse messen kann, und der Deckungsschatten wirkt, ohne dass jemand angefasst wird. Diese Einheit trägt den einzigen Wortlaut der Reihe, der wörtlich für 7 bis 9 im Curriculum steht.

Einheit 5, Spielen und beurteilen. Ein Turnier ist eine Rechenaufgabe, bevor es ein Erlebnis ist: sieben Mannschaften, drei Felder, sieben Runden zu fünf Minuten, 21 Spiele, sechs für jede. Dazu Beobachtungsbögen, die zählen statt zu beurteilen, und ein Bewertungsraster, das vor dem Turnier aushängt.

Jede Einheit hat denselben Bau: zwei Seiten für die Lehrkraft, zwei Seiten zum Aushängen und Vergrößern auf A3, fünf Arbeitsseiten mit 11 Aufgaben in drei Niveaus, eine Daten- und Befundseite, ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden, zwei Lösungsseiten, eine Fachwortliste mit Beobachtungsbogen und Selbstkontrolle sowie eine Quellenseite mit Ampel. Das sind zusammen 80 Seiten, 10 Seiten zum Aushängen, 55 Aufgaben und 60 Karten.

Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — dieses Material wird nicht am Schreibtisch gelesen, sondern an der Bande, im Stehen, mit einer Klasse im Rücken. Deshalb ist jede Aussage kurz, jedes Bild aus drei Metern ablesbar, und deshalb steht die Zeichenerklärung an jedem einzelnen Bild und nicht nur einmal vorne im Heft.

Wie differenziert wird

Die drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand: Die Seiten 6, 8 und 10 lesen dasselbe Standbild, die Seiten 5, 7, 9 und 10 dieselbe Spielszene. Was sich unterscheidet, ist die Frage — nicht das Bild. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: eine vorstrukturierte Tabelle, die Anzahl der gesuchten Eintragungen genannt, dazu ein Hilfekasten, der einen Hinweis gibt und keine Lösung. Niveau II bekommt dieselbe Stellung ohne jede Stütze und ohne Hilfekasten. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: entscheiden, eine Regeländerung erfinden, eine verbreitete Behauptung beurteilen.

Ein Beispiel, an dem man sieht, dass es dieselbe Sache ist. In Einheit 1 zeigen die Seiten 6, 8 und 10 dasselbe Standbild aus einem 4 gegen 2. Niveau I trägt in eine vorbereitete Tabelle ein, welches Quadrat welcher Mitspielerin am nächsten steht, und misst mit dem Lineal — sechs Eintragungen, mit Hilfekasten. Niveau II bekommt dasselbe Bild und die Frage, wer von den dreien anspielbar ist und welche der drei Bedingungen den anderen beiden fehlt. Niveau III lässt den Ball weiterwandern: Nummer 4 spielt zu Nummer 11 — was ändert sich dadurch für Nummer 9, und warum dreht sich der Deckungsschatten mit? Ein Bild, drei Fragen, kein neuer Stoff.

Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei, und der Weg von II zurück zu I ist kein Rückschritt. Auf jeder Arbeitsseite steht unten ein Vorschlag, wie dieselbe Sache in der Halle ausprobiert wird — mit Feldgröße in Schritten, mit Personenzahl und mit der Frage, die danach besprochen wird. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht auf Seite 3 und noch einmal in der Ampel auf Seite 16.

Was dieses Material von anderem unterscheidet

Erstens: Die Reihe unterrichtet Prinzipien und keine Sportart. Was in Basketball, Handball, Fußball und Unihockey gleich ist, steht im Mittelpunkt; im Spiel ändert sich nur der Ball. Das ist keine Marotte, sondern die Folge des Curriculumswortlauts — dort steht „ein frei zu wählendes Zielschussspiel“ und keine Sportart beim Namen. Auf jeder Arbeitsseite steht deshalb dieselbe Zeile: passt zu Basketball, Handball, Fußball und Unihockey. Dass ein sportartübergreifendes Vorgehen einem sportartspezifischen überlegen wäre, behauptet die Reihe dabei nicht — vergleichende Studien dazu sind nach dem Handbuchartikel zum Taktiktraining „bisher kaum realisiert“.

Zweitens: Jede Spielstellung ist gerechnet, nicht gemalt. Ein Passweg, der durch einen Verteidiger läuft, läuft wirklich durch ihn — die Marke liegt näher an der Linie als ihr eigener Radius, und die Lösungsseite sagt es so. Die Klasse misst mit dem Lineal nach, und die Zahlen kommen heraus, die im Heft stehen: in Einheit 2 rund 29, rund 13 und null Millimeter Fensterbreite, in Einheit 3 ein Restweg, der sich von Bild zu Bild halbiert (rund 23, 11 und 6 mm), in Einheit 4 ein Deckungsabstand von rund 11 mm bei einem Ballabstand von rund 59 mm — das Paar, das die Regel bricht. Wer will, misst am gedruckten Blatt nach; die Angaben gelten für die Originalgröße, und auf einer verkleinerten Kopie ändern sich die Millimeter, aber nicht die Reihenfolge.

Alle Abbildungen sind eigene Zeichnungen aus einer eigenen Zeichenmaschine: kein Foto, keine nachgezeichnete Verbandsgrafik, keine fremde Tabellenstruktur. Gefüllter Kreis ist der Angriff, offenes Quadrat die Abwehr — der Unterschied liegt in der Form und in der Füllung, nicht in der Farbe, und er übersteht die Schwarz-Weiß-Kopie. Durchgezogen ist der Laufweg, gestrichelt der Pass, geschlängelt das Dribbeln. Dass diese Linienarten eine Konvention der Spielpraxis sind und keine Norm, sagt jedes Heft ausdrücklich; in den geprüften Quellen dieser Reihe ist sie nirgends festgelegt. Und jedes Feld ist als Skizze gekennzeichnet: keine Dreipunktlinie, kein Sechsmeterkreis, keine Bande.

Drittens: Drei Niveaus am selben Gegenstand, fünfmal. Dieselbe Stellung, dieselbe Szene, nur unterschiedlich viel vorgegeben. Und zu jeder der 55 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern: das Ergebnis, der Weg dorthin, das Feld „Auch richtig“ und die typische Verwechslung. Das letzte Feld ist das, wofür man sonst eine Klasse zweimal unterrichten muss — in Einheit 1 zum Beispiel: „Nummer 7 steht am freisten, also passe ich dorthin.“ Freistehen und anspielbar sein sind zwei verschiedene Dinge.

Viertens, und das ist bei diesem Thema ungewöhnlich: Die Hefte sind ehrlich zur Befundlage. Zu den Spielvermittlungskonzepten liegt viel weniger vor, als die Ratgeberliteratur behauptet, und die Hefte sagen es auf Seite 3, auf Seite 11 und in einer Ampel auf Seite 16. Belegt ist, dass der taktische Zugang die Spielentscheidungen verbessert: g = 0,75 für die Sekundarstufe, Konfidenzintervall 0,23 bis 1,27. Nicht belegt ist dieselbe Wirkung auf die Technikausführung — dort schließt das Intervall die Null ein (0,89, Bereich −0,45 bis 2,23). Deshalb verspricht diese Reihe bessere Spielentscheidungen und nicht bessere Spielerinnen und Spieler. Und die Qualität der Studien steht daneben: Von 24 Vergleichsstudien haben 18 eine niedrige Berichtsqualität und nur 2 eine echte Kontrollgruppe; von 20 geprüften Umsetzungen erfüllte keine einzige alle sieben Merkmale.

Fünftens: Wo nichts vorliegt, steht das im Heft. Zum Lehren des Freilaufens wurde keine Wirksamkeitsstudie gefunden, zu den Ursachen von Fehlpässen im Schulsport keine, zu Trefferquoten keine, zum Lehren von Abwehrverhalten kein einziger empirischer Befund, zu Turnierformen im Sportunterricht keine Untersuchung. Fünf Fehlstellen in fünf Heften, jede mit der Angabe, wo gesucht wurde. Und der Gegenpol: Einheit 5 trägt den bestbelegten Befund der Reihe — feste Teams und feste Rollen, 25 Artikel mit zusammen 2 937 Lernenden, fünf Endpunkte zwischen g = 0,42 und 0,63, alle Konfidenzintervalle vollständig über null. Gemessen sind dort Motivation und Zusammenhalt, nicht die Spielleistung, und auch das steht dabei.

Für wen und wann

Für Sport am Gymnasium, Jahrgangsstufe 7 bis 9, und für jedes Zielschussspiel: Basketball, Handball, Fußball, Unihockey. Es braucht keine besondere Halle und keine Zusatzqualifikation — die Hessische Lehrkräfteakademie ordnet die Ballspiele den Sportarten ohne zusätzliche Anforderungen zu.

Zur Einordnung gehört, was das Curriculum hergibt — und was nicht. Das hessische Kerncurriculum Sport ordnet das Inhaltsfeld „Spielen“ ausdrücklich den Jahrgangsstufen 7 bis 9 zu; die Klassenstufe ist hier also keine Setzung dieser Reihe, sondern steht so im Wortlaut. Zwei Haken gehören dazu, und sie stehen auch auf Seite 2 jedes Hefts: Für die Jahrgangsstufen 6, 8 und 9/10 formuliert das Curriculum dieselben Kompetenzerwartungen — die Progression steht allein in den Inhaltsfeldbeschreibungen. Und es nennt keine einzige Sportart beim Namen, sondern verlangt „ein frei zu wählendes Zielschussspiel“.

Wörtlich im Curriculum stehen Anbieten, Zusammenspiel, Torschuss, Korbwurf, Täuschung, Finte, Spielposition und die gruppenbezogenen Verständigungsprozesse. Nicht dort stehen Freilaufen, Überzahl, Lücke, Manndeckung, Raumdeckung, Ballorientierung und Deckungsschatten. Das ist Fachsprache der Spielpraxis, und die Hefte beschreiben sie, statt sie zu belegen — die Fachwortliste auf Seite 15 markiert jedes dieser Wörter sichtbar, und dieselbe Markierung trägt die Karte im Kartenblatt.

Die Reihe ist in Hessen entstanden und nennt Hessen auf jedem Deckblatt. Sie ist deshalb nicht auf Hessen beschränkt: Was in Basketball, Handball, Fußball und Unihockey taktisch gleich ist, ist kein landesspezifischer Gegenstand. Landesspezifisch sind allein die Sicherheits- und Bewertungsangaben, und die stehen mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Abrufdatum da, damit man sie für ein anderes Land austauschen kann.

Eine Einheit trägt eine Doppelstunde: Die Arbeitsseiten sind für den Klassenraum oder die Hallentribüne gedacht, und unter jeder steht der Vorschlag für die Halle danach. Das Material eignet sich ebenso für eine Vertretungsstunde, für Regenwetter, für die Theoriestunde vor einem Turnier und für eine Lerntheke — die Lösungen liegen im Heft und nicht beim Lehrertisch. Alle Hefte sind in Schwarzweiß lesbar; die beiden Seiten zum Aushängen vertragen die Vergrößerung auf A3.

Einordnung in die Reihe

Die Reihe umfasst fünf Einheiten und ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile. Der Weg geht vom Einzelnen, der sich anbietet, über das Zusammenspiel unter Druck und den Abschluss bis zur Abwehr, die sich verständigt — und schließlich zum Turnier, in dem gespielt und beurteilt wird. Dahinter steht eine Ordnung, die nicht erfunden ist: Individualtaktik, Gruppentaktik, Mannschaftstaktik. Die Ebenen stammen aus einer Taktikdefinition von 1994; die Zuordnung der fünf Einheiten zu ihnen ist unsere, und das Heft sagt es so.

Jede Einheit ist trotzdem für sich einsetzbar. Jedes Fachwort, das eine Aufgabe braucht, wird im eigenen Heft erklärt — auch dann, wenn es zum ersten Mal in einer früheren Einheit vorkam. Die Fachwörter bauen aufeinander auf: Eine Aufgabe verwendet nur Wörter der eigenen und der früheren Einheiten, und die Liste auf Seite 15 sagt am Ende jeder Einheit, welche Wörter erst später kommen.

Die fünf Leitfarben sind Kobalt, Grasgrün, Kirschrot, Amethyst und Beere — Leibchenfarben, die Farben, an denen man aus zwanzig Metern erkennt, wer zu wem gehört. Auf der letzten Seite jedes Hefts steht eine Leiste mit allen fünf Einheiten, damit sichtbar ist, wo die Klasse gerade steht.



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Angreifen und Verteidigen — Spielen lernen in fünf Einheiten, das ganze Paket 5 Einheiten · 80 Seiten · Gymnasium, Klasse 7 bis 9 · Sport · Lösungen im Heft

22,99 €
Gesamtwert des Pakets: 29,95 €
Produktdetails
  • Klassenstufe:
    7-8. Klasse
  • Umfang:
    5 Materialien
  • Materialtyp:
    Stundenentwürfe, Unterrichtsreihen, Arbeitsblätter, Stationenlernen, Spiele, Poster, Merkblätter, Lehrpläne/Lehrermaterial

Materialien in diesem Paket (5)

eduki Qualität
33 Seiten

Freilaufen und Anbieten — sich lösen, sich anbieten, den Raum sehen 16 Seiten · Gymnasium, Klasse 7 bis 9 · Sport · Lösungen im Heft

„Lauf dich frei!“ ist der häufigste Zuruf im Schulsport und der unbrauchbarste. Wer ihn hört, läuft — und läuft dabei oft geradewegs in eine Fläche, in die kein Pass ankommt. Denn hinter jedem Verteidiger liegt ein Keil, in dem der Passweg zu ist, und wer dort steht, bekommt keinen Ball, auch wenn ringsum niemand steht. Freilaufen ist kein Weglaufen, und „wer frei steht, ist anspielbar“ ist der Satz, der die meisten Bälle kostet.Das eigentliche Problem liegt aber davor. Anbieten ist zuerst ein Wahrnehmungsproblem und erst danach ein Laufproblem: Man muss sehen, wo Raum ist, wo ein Weg frei ist und ob der Ballbesitzer einen überhaupt ansieht. Das lässt sich im laufenden Spiel nicht zeigen, weil es zu schnell geht. Auf dem Papier lässt es sich zeigen — als Standbild, an dem man nachmessen kann.Diese Einheit macht daraus drei Bedingungen, die gleichzeitig stimmen müssen: freier Raum, freier Passweg, Blickkontakt zum Ballbesitzer. Fehlt eine, kommt kein Pass an. Die dritte lässt sich nicht zeichnen — deshalb steht sie als eigene Kachel im Merkplakat und nicht im Bild. Sechzehn Seiten, 11 Aufgaben in drei Niveaus, zwölf Karten zum Ausschneiden.Was enthalten istSechzehn Seiten, die als Ganzes gedacht sind. Zwei Seiten für die Lehrkraft eröffnen: die Einordnung ins hessische Kerncurriculum mit dem amtlichen Wortlaut, die drei Niveaus, die Taktikebenen — und eine Befundseite, auf der drei Sätze über das Freilaufen stehen, die man überall liest, jeweils mit dem, was stimmt, daneben.Dann zwei Seiten zum Aushängen. Das Merkplakat „Sehen, ehe du läufst“ zeigt an einer Stellung, warum Nummer 7 nicht anspielbar ist und Nummer 9 schon, und fasst die drei Bedingungen in drei Kacheln. Die große Spielszene „Der Weg, der frei wird“ zeigt in drei Bildern, wie Nummer 7 sich aus dem Deckungsschatten löst — und dass der Schatten dabei stehen bleibt, weil sich weder der Ball noch der Verteidiger bewegt hat. Beide Seiten vertragen die Vergrößerung auf A3.Fünf Arbeitsseiten tragen 11 Aufgaben in drei Niveaus. Es folgt eine Daten- und Befundseite, auf der zwei Effektstärken nebeneinanderstehen — eine, die ein Ergebnis ist, und eine, die keines ist. Dann ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden: neun Fachwörter, eine Zahl und zwei Sätze, die man überall liest und die so nicht stimmen. Drei dieser Karten tragen eine Warnung statt einer Fundstelle, weil es für das Wort keine geprüfte Definition gibt.Zwei Lösungsseiten schließen an — eine zum Standbild, eine zur Szene. Auf Seite 15 stehen die fünfzehn Fachwörter dieser Einheit mit je zwei Kästchen zum Abhaken, ein Beobachtungsbogen für ein Spiel und die Selbstkontrolle; auf Seite 16 das Quellenverzeichnis mit Belegstufen, die Sicherheitsangaben mit Fassung und Datum, die Ampel zur Befundlage und die Leiste mit allen fünf Einheiten.Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — dieses Material wird nicht am Schreibtisch gelesen, sondern an der Bande, im Stehen, mit einer Klasse im Rücken. Deshalb ist jede Aussage kurz, jedes Bild aus drei Metern ablesbar, und deshalb steht die Zeichenerklärung an jedem einzelnen Bild und nicht nur einmal vorne im Heft.Wie differenziert wirdDie drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand: Die Seiten 6, 8 und 10 lesen dasselbe Standbild, die Seiten 5, 7, 9 und 10 dieselbe Spielszene. Was sich unterscheidet, ist die Frage — nicht das Bild. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: eine vorstrukturierte Tabelle, die Anzahl der gesuchten Eintragungen genannt, dazu ein Hilfekasten, der einen Hinweis gibt und keine Lösung. Niveau II bekommt dieselbe Stellung ohne jede Stütze und ohne Hilfekasten. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: entscheiden, eine Regeländerung erfinden, eine verbreitete Behauptung beurteilen.Das Beispiel aus diesem Heft: Die Seiten 6, 8 und 10 zeigen dasselbe Standbild aus einem 4 gegen 2, der Ball ist bei Nummer 4. Niveau I trägt in eine vorbereitete Tabelle ein, welches Quadrat welcher Mitspielerin am nächsten steht und ob es dicht daneben steht — sechs Eintragungen, mit einem Hilfekasten, der sagt, dass von Mitte zu Mitte gemessen wird. Niveau II bekommt dasselbe Bild ohne Tabelle und ohne Hilfe und die Frage: Wer ist anspielbar, und welche der drei Bedingungen fehlt den beiden anderen? Niveau III lässt den Ball weiterwandern — Nummer 4 spielt zu Nummer 11 — und fragt, was sich dadurch für Nummer 9 ändert und warum sich der Deckungsschatten von Nummer 5 mitdreht. Ein Bild, drei Fragen.Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei, und der Weg von II zurück zu I ist kein Rückschritt. Auf jeder Arbeitsseite steht unten ein Vorschlag, wie dieselbe Sache in der Halle ausprobiert wird — mit Feldgröße in Schritten, mit Personenzahl und mit der Frage, die danach besprochen wird. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht auf Seite 3 und noch einmal in der Ampel auf Seite 16.Was dieses Material von anderem unterscheidetDie Stellung ist gerechnet, nicht gemalt. Der Passweg von Nummer 4 zu Nummer 7 läuft wirklich durch Quadrat 2 — die Marke liegt näher an der Linie als ihr eigener Radius, und die Lösungsseite sagt es in dieser Form. Bei Nummer 9 ist der Abstand zum nächsten Quadrat fast halb so groß wie bei Nummer 11; das ist der Grund, warum sie trotz freien Weges keinen Ball bekommt. Eine Klasse kann das mit dem Lineal nachprüfen, und die Lösungen nennen die Zahlen, die dabei herauskommen müssen.Die Zeichensprache der ganzen Reihe wird hier eingeführt und gleich eingeschränkt. Alle Abbildungen sind eigene Zeichnungen aus einer eigenen Zeichenmaschine: kein Foto, keine nachgezeichnete Verbandsgrafik, keine fremde Tabellenstruktur. Gefüllter Kreis ist der Angriff, offenes Quadrat die Abwehr — der Unterschied liegt in der Form und in der Füllung, nicht in der Farbe, und er übersteht die Schwarz-Weiß-Kopie. Durchgezogen ist der Laufweg, gestrichelt der Pass, geschlängelt das Dribbeln. Dass diese Linienarten eine Konvention der Spielpraxis sind und keine Norm, sagt jedes Heft ausdrücklich; in den geprüften Quellen dieser Reihe ist sie nirgends festgelegt. Und jedes Feld ist als Skizze gekennzeichnet: keine Dreipunktlinie, kein Sechsmeterkreis, keine Bande.Drei Sätze werden benannt und begrenzt, statt stillschweigend weitergegeben zu werden: „Freilaufen heißt, immer in Bewegung bleiben“, „wer frei steht, ist anspielbar“ und „im 3 gegen 3 hat jedes Kind dreimal so viele Ballkontakte“. Beim dritten ist die Richtung belegt und die Zahl nicht: Von 40 Kleinfeldstudien messen nur 12 überhaupt technisch-taktische Endpunkte, und fast alle stammen aus dem Vereinsfußball. Eine belastbare Zahl steht deshalb nirgends im Heft. Zwei dieser Sätze stehen zugleich auf einer Karte im Kartenblatt, und Aufgabe 11 auf Niveau III lässt den ersten von der Klasse selbst beurteilen.Und die Fehlstelle, die hier ausgeschrieben wird: Zum Lehren des Freilaufens wurde keine einzige Wirksamkeitsstudie gefunden — deutsch und englisch gesucht, in drei Metaanalysen, zwei Kleinfeld-Übersichten, einer Qualitäts- und einer Treueprüfung, dem Handbuchartikel zum Taktiktraining und dem Ballschule-Manuskript. Was das Heft über das Freilaufen sagt, stammt aus dem Curriculumswortlaut und aus der Spielstruktur, nicht aus Studien. Belegt ist dagegen der Weg, auf dem es arbeitet: g = 0,75 für die Entscheidungsfindung in der Sekundarstufe, Konfidenzintervall 0,23 bis 1,27 — und für die Technikausführung schließt das Intervall die Null ein. Deshalb verspricht dieses Heft bessere Spielentscheidungen und nicht bessere Spielerinnen und Spieler.Zu jeder der 11 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern: das Ergebnis, der Weg dorthin, das Feld „Auch richtig“ und die typische Verwechslung. Hier lautet sie zum Beispiel: „Nummer 7 steht am freisten, also passe ich dorthin.“Für wen und wannFür Sport am Gymnasium, Jahrgangsstufe 7 bis 9, und für jedes Zielschussspiel — im Spiel ändert sich nur der Ball. Diese Einheit eröffnet die Reihe und setzt kein Wissen aus den anderen vier Heften voraus.Zur Einordnung gehört, was das Curriculum hergibt — und was nicht. Das hessische Kerncurriculum Sport ordnet das Inhaltsfeld „Spielen“ ausdrücklich den Jahrgangsstufen 7 bis 9 zu; die Klassenstufe ist hier also keine Setzung dieser Reihe, sondern steht so im Wortlaut. Zwei Haken gehören dazu, und sie stehen auch auf Seite 2 jedes Hefts: Für die Jahrgangsstufen 6, 8 und 9/10 formuliert das Curriculum dieselben Kompetenzerwartungen — die Progression steht allein in den Inhaltsfeldbeschreibungen. Und es nennt keine einzige Sportart beim Namen, sondern verlangt „ein frei zu wählendes Zielschussspiel“.Für diese Einheit kommt ein unbequemer Punkt dazu, und er steht auch auf Seite 2: „Anbieten“ steht im Curriculum beim Ende der Jahrgangsstufe 6; für 7 bis 9 kommt das Wort nicht mehr vor. Die Einheit ist deshalb ausdrücklich Wiederholung und Diagnose auf höherem Niveau — sie legt die Zeichensprache und die drei Bedingungen fest, mit denen die Einheiten 2 bis 5 arbeiten. Und das Wort „Freilaufen“ selbst steht in keiner geprüften amtlichen Quelle; der belegte Begriff lautet „Orientierung im Spielraum durch gezieltes Anbieten und Nutzung von Freiräumen“.Die Reihe ist in Hessen entstanden und nennt Hessen auf jedem Deckblatt. Sie ist deshalb nicht auf Hessen beschränkt: Was in Basketball, Handball, Fußball und Unihockey taktisch gleich ist, ist kein landesspezifischer Gegenstand. Landesspezifisch sind allein die Sicherheits- und Bewertungsangaben, und die stehen mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Abrufdatum da, damit man sie für ein anderes Land austauschen kann.Eine Einheit trägt eine Doppelstunde. Unter jeder Arbeitsseite steht der Vorschlag für die Halle danach, mit Feldgröße in Schritten und Personenzahl: hier drei gegen einen auf etwa zehn mal zehn Schritten und vier gegen zwei auf etwa zwölf mal zwölf. Alle Seiten sind in Schwarzweiß lesbar; Merkplakat und Spielszene vertragen die Vergrößerung auf A3.Einordnung in die ReiheEinheit 1 von fünf. Die Reihe geht vom Einzelnen, der sich anbietet, über das Zusammenspiel unter Druck und den Abschluss bis zur Abwehr, die sich verständigt, und endet beim Turnier, in dem gespielt und beurteilt wird. Diese Einheit steht auf der Ebene der Individualtaktik — einer löst gegen einen; die Einheiten 2 und 3 sind Gruppentaktik, Einheit 4 Mannschaftstaktik.Sie ist trotzdem für sich einsetzbar. Zwei Wörter sind hier vorgezogen, weil sich Anspielbarkeit ohne sie nicht erklären lässt: Passweg gehört im Plan der Reihe in Einheit 2, Deckungsschatten in Einheit 4. Beide sind in der Fachwortliste auf Seite 15 als vorgezogen gekennzeichnet — die Liste sagt außerdem, welche Wörter erst später kommen.Die Leitfarbe dieser Einheit ist Kobalt. Auf der letzten Seite steht eine Leiste mit allen fünf Einheiten in ihren Farben, damit sichtbar ist, wo die Klasse gerade steht.

Klassenstufen: 7-8. Klasse

Sport
5,99 €
eduki Qualität
33 Seiten

Passen unter Druck — Passfenster, Anspielstationen und warum Pässe verloren gehen 16 Seiten · Gymnasium, Klasse 7 bis 9 · Sport · Lösungen im Heft

„Das war ein schlechter Pass.“ Damit ist die Sache im Sportunterricht meistens erledigt, und damit ist sie meistens falsch erklärt. Ein Pass geht aus vier Gründen verloren: Es gab kein Fenster, der Zeitpunkt war falsch, die Höhe war falsch, oder der Empfänger stand nicht. Nur der dritte ist ein technischer Fehler. Wer alle vier als Technik behandelt, lässt üben, was nicht das Problem war.Dahinter steht ein Denkfehler über den Passweg selbst. Ein Passweg ist kein Strich, der frei ist oder nicht — er ist eine Gasse mit einer Breite, und die Breite entscheidet. Sie lässt sich sogar messen: zweimal der Abstand des nächsten Gegners zur Passlinie. Damit wird aus einer Geschmacksfrage eine Rechnung, die eine Klasse selbst nachvollziehen kann — und die zeigt, warum die Mitspielerin mit dem meisten Platz um sich herum manchmal die schlechteste Wahl ist.Und dann ist da der Druck. Eine Regel, die im Unterricht nur eine Kleinigkeit ändert, verändert das Passspiel vollständig. Diese Einheit ordnet das in sechs Druckbedingungen und sagt zu jeder, was sie mit dem Fenster macht. Sechzehn Seiten, 11 Aufgaben in drei Niveaus, zwölf Karten zum Ausschneiden.Was enthalten istSechzehn Seiten, die als Ganzes gedacht sind. Zwei Seiten für die Lehrkraft eröffnen: der amtliche Wortlaut zum Fangen, Annehmen und Weiterspielen, die drei Niveaus, die Tabelle der sechs Druckbedingungen mit dem, was jede im Unterricht erzeugt — und eine Befundseite mit drei Sätzen über das Passen, die man überall liest, jeweils mit dem, was stimmt, daneben.Dann zwei Seiten zum Aushängen. Das Merkplakat „Der Ball braucht ein Fenster“ zeigt an einer Stellung, wie man eine Fensterbreite misst, und gliedert die Entscheidung des Ballbesitzers in drei Kacheln: ob, wohin, wie. Die große Spielszene „Das Fenster geht zu“ zeigt in drei Bildern dieselbe Sekunde — erst weit offen, dann ein Drittel so breit, dann abgefangen. Beide Seiten vertragen die Vergrößerung auf A3.Fünf Arbeitsseiten tragen 11 Aufgaben in drei Niveaus, eine davon mit dem Lineal zu messen. Es folgt eine Daten- und Befundseite, ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden — elf Fachwörter und eine Zahl, darunter alle sechs Druckbedingungen — und zwei Lösungsseiten.Auf Seite 15 stehen die fünfzehn Fachwörter dieser Einheit mit je zwei Kästchen zum Abhaken, ein Beobachtungsbogen mit den Spalten „Pass gespielt“, „Pass angekommen“ und „Ball dabei verloren“ und die Selbstkontrolle; auf Seite 16 das Quellenverzeichnis mit Belegstufen, die Sicherheitsangaben mit Fassung und Datum, die Ampel zur Befundlage und die Leiste mit allen fünf Einheiten.Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — dieses Material wird nicht am Schreibtisch gelesen, sondern an der Bande, im Stehen, mit einer Klasse im Rücken. Deshalb ist jede Aussage kurz, jedes Bild aus drei Metern ablesbar, und deshalb steht die Zeichenerklärung an jedem einzelnen Bild und nicht nur einmal vorne im Heft.Wie differenziert wirdDie drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand: Die Seiten 6, 8 und 10 lesen dasselbe Standbild, die Seiten 5, 7, 9 und 10 dieselbe Spielszene. Was sich unterscheidet, ist die Frage — nicht das Bild. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: eine vorstrukturierte Tabelle, die Anzahl der gesuchten Eintragungen genannt, dazu ein Hilfekasten, der einen Hinweis gibt und keine Lösung. Niveau II bekommt dieselbe Stellung ohne jede Stütze und ohne Hilfekasten. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: entscheiden, eine Regeländerung erfinden, eine verbreitete Behauptung beurteilen.Das Beispiel aus diesem Heft: Die Seiten 6, 8 und 10 zeigen dasselbe Standbild aus einem 4 gegen 3, der Ball ist bei Nummer 3, und alle drei möglichen Pässe sind eingezeichnet. Niveau I misst mit dem Lineal und trägt in eine vorbereitete Tabelle ein: Abstand zum nächsten Quadrat, Abstand mal zwei gleich Fensterbreite — sechs Eintragungen, mit einem Hilfekasten, der zeigt, wie man das Lot anlegt. Heraus kommen rund 29 mm, rund 13 mm und null. Niveau II bekommt dasselbe Bild ohne Tabelle und ohne Hilfe und die Frage, wohin Nummer 3 passen soll und warum die beiden anderen Pässe schlechter sind — darunter der zu Nummer 8, um die herum überhaupt niemand steht. Niveau III ändert eine Regel: Nummer 3 darf den Ball nur noch einmal berühren. Was macht das mit „ob, wohin, wie“, und welche Druckbedingung wirkt hier?Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei, und der Weg von II zurück zu I ist kein Rückschritt. Auf jeder Arbeitsseite steht unten ein Vorschlag, wie dieselbe Sache in der Halle ausprobiert wird — mit Feldgröße in Schritten, mit Personenzahl und mit der Frage, die danach besprochen wird. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht auf Seite 3 und noch einmal in der Ampel auf Seite 16.Was dieses Material von anderem unterscheidetDie Fensterbreite macht drei Pässe vergleichbar, die es sonst nicht wären. Um Nummer 8 steht wirklich niemand — und die Fensterbreite zu ihr ist null, weil ein Quadrat auf der Linie steht, näher als sein eigener Radius. Freier Platz ist eine Bedingung des Empfängers, das Fenster eine des Weges. Das ist der Unterschied, an dem diese Einheit hängt, und er ist gerechnet: Die Klasse misst nach und bekommt die Zahlen, die im Heft stehen.Das Wort „Fenster“ wird dabei als unser Bild gekennzeichnet und nicht als Fachbegriff verkauft. Es steht so in keiner geprüften Quelle; die Fachwortliste auf Seite 15 markiert es, und die Karte im Kartenblatt sagt es noch einmal. Ebenso die sechs Druckbedingungen: Ihre Namen stammen aus der Ballschule Heidelberg, aus einem Manuskript ohne Autor und ohne Datum, das die Hessische Lehrkräfteakademie verbreitet. Belegt sind damit die Namen und die Beispiele; was jede Bedingung mit einem Pass macht, ist unsere Übersetzung und steht als solche da.Alle Abbildungen sind eigene Zeichnungen aus einer eigenen Zeichenmaschine: kein Foto, keine nachgezeichnete Verbandsgrafik, keine fremde Tabellenstruktur. Gefüllter Kreis ist der Angriff, offenes Quadrat die Abwehr — der Unterschied liegt in der Form und in der Füllung, nicht in der Farbe, und er übersteht die Schwarz-Weiß-Kopie. Durchgezogen ist der Laufweg, gestrichelt der Pass, geschlängelt das Dribbeln. Dass diese Linienarten eine Konvention der Spielpraxis sind und keine Norm, sagt jedes Heft ausdrücklich; in den geprüften Quellen dieser Reihe ist sie nirgends festgelegt. Und jedes Feld ist als Skizze gekennzeichnet: keine Dreipunktlinie, kein Sechsmeterkreis, keine Bande.Die Fehlstelle steht ausgeschrieben im Heft, an drei Stellen: Eine Untersuchung, die die Ursachen von Fehlpässen im Schulsport zählt, wurde nicht gefunden. Ebenso wenig Zahlen zu Passquoten im Schulsport, und für „Anspielstation“ gibt es in keiner geprüften Quelle einen Beleg. Die vier Gründe auf Seite 5 sind Erfahrungswissen — das schreibt das Heft hin, statt eine Statistik zu erfinden. Belegt ist dagegen, dass Regeländerungen das taktische Verhalten messbar verändern; das berichten zwei Übersichtsarbeiten über 47 und über 40 Studien übereinstimmend, und genau das rechtfertigt die Regelvorschläge auf den Seiten 7, 9 und 10.Auch die Zahl, die es nicht gibt, steht im Heft: „Im 3 gegen 3 hat jedes Kind dreimal so viele Ballkontakte.“ Belegt ist nur die Richtung. Von 40 Kleinfeldstudien aus zehn Jahren messen nur 12 überhaupt technisch-taktische Endpunkte, und fast alle stammen aus dem Vereinsfußball. Die einzige gefundene konkrete Angabe war im Volltext nicht zugänglich, Stichprobe und Alter unbekannt — deshalb steht sie nicht als Ergebnis da.Zu jeder der 11 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern: das Ergebnis, der Weg dorthin, das Feld „Auch richtig“ und die typische Verwechslung. Hier lautet sie zum Beispiel: „Nummer 8 wird gewählt, weil um sie herum am meisten Platz ist.“Für wen und wannFür Sport am Gymnasium, Jahrgangsstufe 7 bis 9, und für jedes Zielschussspiel — im Spiel ändert sich nur der Ball. Diese Einheit setzt Einheit 1 nicht voraus: Was von dort gebraucht wird, steht auf Seite 5 noch einmal.Zur Einordnung gehört, was das Curriculum hergibt — und was nicht. Das hessische Kerncurriculum Sport ordnet das Inhaltsfeld „Spielen“ ausdrücklich den Jahrgangsstufen 7 bis 9 zu; die Klassenstufe ist hier also keine Setzung dieser Reihe, sondern steht so im Wortlaut. Zwei Haken gehören dazu, und sie stehen auch auf Seite 2 jedes Hefts: Für die Jahrgangsstufen 6, 8 und 9/10 formuliert das Curriculum dieselben Kompetenzerwartungen — die Progression steht allein in den Inhaltsfeldbeschreibungen. Und es nennt keine einzige Sportart beim Namen, sondern verlangt „ein frei zu wählendes Zielschussspiel“.Für diese Einheit ist der Wortlaut technisch: „Sicheres Fangen, Annehmen oder Stoppen des Balles erlaubt kontrolliertes Weiterspielen bzw. Passen“ — der Druck steht dort nicht, und genau er entscheidet. Das Heft sagt diesen Unterschied auf Seite 2 selbst.Wörtlich im Curriculum stehen Anbieten, Zusammenspiel, Torschuss, Korbwurf, Täuschung, Finte, Spielposition und die gruppenbezogenen Verständigungsprozesse. Nicht dort stehen Freilaufen, Überzahl, Lücke, Manndeckung, Raumdeckung, Ballorientierung und Deckungsschatten. Das ist Fachsprache der Spielpraxis, und die Hefte beschreiben sie, statt sie zu belegen — die Fachwortliste auf Seite 15 markiert jedes dieser Wörter sichtbar, und dieselbe Markierung trägt die Karte im Kartenblatt.Die Reihe ist in Hessen entstanden und nennt Hessen auf jedem Deckblatt. Sie ist deshalb nicht auf Hessen beschränkt: Was in Basketball, Handball, Fußball und Unihockey taktisch gleich ist, ist kein landesspezifischer Gegenstand. Landesspezifisch sind allein die Sicherheits- und Bewertungsangaben, und die stehen mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Abrufdatum da, damit man sie für ein anderes Land austauschen kann.Eine Einheit trägt eine Doppelstunde. Unter jeder Arbeitsseite steht der Vorschlag für die Halle danach, mit Feldgröße in Schritten und Personenzahl: hier drei gegen zwei und vier gegen drei auf etwa zwölf mal zwölf Schritten, mit Kontaktbegrenzung und Zeitruf. Alle Seiten sind in Schwarzweiß lesbar; Merkplakat und Spielszene vertragen die Vergrößerung auf A3.Einordnung in die ReiheEinheit 2 von fünf. Sie steht auf der Ebene der Gruppentaktik — zwei lösen gemeinsam, was einer allein nicht löst — und schließt an das Anbieten aus Einheit 1 an: Dort ging es darum, anspielbar zu werden, hier darum, den Ball auch wirklich dorthin zu bringen.Sie ist trotzdem für sich einsetzbar. Passweg und Deckungsschatten waren schon in Einheit 1 nötig und werden hier noch einmal erklärt; die Fachwortliste auf Seite 15 sagt, welche Wörter erst später kommen — Lücke, Überzahl und Finte in Einheit 3, Manndeckung und Umschalten in Einheit 4, Bezugsnorm in Einheit 5.Die Leitfarbe dieser Einheit ist Grasgrün. Auf der letzten Seite steht eine Leiste mit allen fünf Einheiten in ihren Farben, damit sichtbar ist, wo die Klasse gerade steht.

Klassenstufen: 7-8. Klasse

Sport
5,99 €
eduki Qualität
33 Seiten

Zum Abschluss kommen — Überzahl als Zeitfenster und der letzte Pass 16 Seiten · Gymnasium, Klasse 7 bis 9 · Sport · Lösungen im Heft

Drei gegen zwei, und trotzdem geht der Angriff verloren. Das ist die häufigste Szene im Schulsport, und die übliche Erklärung — „ihr müsst schneller passen“ — sagt nicht, warum. Sie sagt es deshalb nicht, weil sie die Überzahl für einen Zustand hält. Überzahl ist aber kein Zustand, sondern ein Zeitfenster: Drei gegen zwei bleibt es genau so lange, bis der dritte Verteidiger da ist. Wie lange das dauert, hängt an seiner Laufstrecke — und die kann eine Klasse auf dem Blatt messen.Der zweite Denkfehler betrifft den Abschluss. „Wer frei steht, muss abschließen“ verwechselt drei verschiedene Zahlen: Freistehen sagt etwas über den Platz um eine Person; ob der Ball überhaupt zu ihr kommt, sagt der Weg; und ob sie trifft, hängt am Abstand zum Ziel. Diese drei zeigen in der Stellung dieses Hefts absichtlich in verschiedene Richtungen. Wer nur eine davon prüft, entscheidet falsch.Diese Einheit macht daraus eine Entscheidung mit zwei messbaren Größen — dem Weg zum Ziel und dem Platz am Ende — und einer Uhr, die schon läuft. Sechzehn Seiten, 11 Aufgaben in drei Niveaus, zwölf Karten zum Ausschneiden.Was enthalten istSechzehn Seiten, die als Ganzes gedacht sind. Zwei Seiten für die Lehrkraft eröffnen: die Einordnung ins Kerncurriculum mit einer Tabelle, die Wortlaut, Fundstelle und Fachwort nebeneinanderstellt, die drei Niveaus — und eine Befundseite mit drei Sätzen über den Abschluss, die man überall liest, jeweils mit dem, was stimmt, daneben.Dann zwei Seiten zum Aushängen. Das Merkplakat „Zwei Zahlen und eine Uhr“ zeigt an einer Stellung, warum der Pass zu Nummer 7 jetzt kommen muss, und gliedert die Entscheidung in drei Kacheln: Was tut der Verteidiger? Weg und Platz? Wie lange noch? Die große Spielszene „Das Zeitfenster geht zu“ zeigt in drei Bildern zwei Sekunden — der Restweg des dritten Verteidigers halbiert sich von Bild zu Bild, bis aus drei gegen zwei drei gegen drei geworden ist. Beide Seiten vertragen die Vergrößerung auf A3.Fünf Arbeitsseiten tragen 11 Aufgaben in drei Niveaus, zwei davon mit dem Lineal zu messen. Es folgt eine Daten- und Befundseite, die eine Stichprobe von zehn Kindern als Punktreihe zeigt, ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden — elf Fachwörter und eine Zahl — und zwei Lösungsseiten.Auf Seite 15 stehen die fünfzehn Fachwörter dieser Einheit mit je zwei Kästchen zum Abhaken, ein Beobachtungsbogen mit den Spalten „Abschluss versucht“, „Pass davor angekommen“ und „Ball davor verloren“ und die Selbstkontrolle; auf Seite 16 das Quellenverzeichnis mit Belegstufen, die Sicherheitsangaben mit Fassung und Datum, die Ampel zur Befundlage und die Leiste mit allen fünf Einheiten.Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — dieses Material wird nicht am Schreibtisch gelesen, sondern an der Bande, im Stehen, mit einer Klasse im Rücken. Deshalb ist jede Aussage kurz, jedes Bild aus drei Metern ablesbar, und deshalb steht die Zeichenerklärung an jedem einzelnen Bild und nicht nur einmal vorne im Heft.Wie differenziert wirdDie drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand: Die Seiten 6, 8 und 10 lesen dasselbe Standbild, die Seiten 5, 7, 9 und 10 dieselbe Spielszene. Was sich unterscheidet, ist die Frage — nicht das Bild. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: eine vorstrukturierte Tabelle, die Anzahl der gesuchten Eintragungen genannt, dazu ein Hilfekasten, der einen Hinweis gibt und keine Lösung. Niveau II bekommt dieselbe Stellung ohne jede Stütze und ohne Hilfekasten. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: entscheiden, eine Regeländerung erfinden, eine verbreitete Behauptung beurteilen.Das Beispiel aus diesem Heft: Die Seiten 6, 8 und 10 zeigen dasselbe Standbild aus einem 3 gegen 2, Nummer 4 hat den Ball und drei Möglichkeiten. Niveau I misst mit dem Lineal und trägt in eine vorbereitete Tabelle ein — links den Weg, rechts den Platz am Ende, sechs Eintragungen, mit Hilfekasten. Niveau II bekommt dasselbe Bild ohne Tabelle und ohne Hilfe und entscheidet sich, begründet mit beiden Zahlen und widerlegt dabei den Zuruf „Zu Nummer 11! Die steht doch am nächsten am Tor!“ — sie steht wirklich näher, und der Pass ist trotzdem falsch. Niveau III verlässt die Stellung und geht an die Regeln: Der dritte Verteidiger darf erst nach drei Sekunden starten — was ändert das, und welche zweite Regel bewirkt dasselbe, ohne die Zeit anzufassen? Dazu die Frage, ob aus 7,0 Prozent gegen 3,4 Prozent wirklich folgt, was man daraus gern folgert.Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei, und der Weg von II zurück zu I ist kein Rückschritt. Auf jeder Arbeitsseite steht unten ein Vorschlag, wie dieselbe Sache in der Halle ausprobiert wird — mit Feldgröße in Schritten, mit Personenzahl und mit der Frage, die danach besprochen wird. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht auf Seite 3 und noch einmal in der Ampel auf Seite 16.Was dieses Material von anderem unterscheidetDie Stellung ist gerechnet, nicht gemalt, und sie ist absichtlich gegenläufig gebaut. Nummer 11 steht mit rund 35 mm näher am Tor als Nummer 7 mit rund 50 mm — und der Weg zu ihr ist null, weil ein Quadrat auf der Linie steht, und ihr Platz am Ende mit rund 11 mm der kleinste. Der einzige offene Weg misst rund 22 mm, der größte Platz rund 24 mm, und beide gehören derselben Person. Das ist der seltene Fall, in dem eine Entscheidung eindeutig ist — und die Lösungsseite sagt genau das dazu.Auch die Szene ist gerechnet: Der Restweg des dritten Verteidigers misst in den drei Bildern rund 23, 11 und 6 Millimeter. Jede Zahl ist halb so groß wie die vorige, der Weg des Balles bleibt gleich lang — deshalb entscheidet allein der Zeitpunkt. Eine Klasse kann das nachmessen, und Aufgabe 8 verlangt genau das.Alle Abbildungen sind eigene Zeichnungen aus einer eigenen Zeichenmaschine: kein Foto, keine nachgezeichnete Verbandsgrafik, keine fremde Tabellenstruktur. Gefüllter Kreis ist der Angriff, offenes Quadrat die Abwehr — der Unterschied liegt in der Form und in der Füllung, nicht in der Farbe, und er übersteht die Schwarz-Weiß-Kopie. Durchgezogen ist der Laufweg, gestrichelt der Pass, geschlängelt das Dribbeln. Dass diese Linienarten eine Konvention der Spielpraxis sind und keine Norm, sagt jedes Heft ausdrücklich; in den geprüften Quellen dieser Reihe ist sie nirgends festgelegt. Und jedes Feld ist als Skizze gekennzeichnet: keine Dreipunktlinie, kein Sechsmeterkreis, keine Bande.Die Wörter, die hier nicht belegt sind, tragen es sichtbar. Abschluss, Torschuss, Korbwurf, Täuschung und Finte stehen wörtlich im hessischen Kerncurriculum. Überzahl, Unterzahl und Lücke stehen dort nicht: Sie sind Fachsprache der Spielpraxis und werden beschrieben, nicht belegt. „Zeitfenster“ und „Abschlussraum“ sind unsere Bilder, und beide sind in der Fachwortliste als solche markiert.Die Fehlstelle steht ausgeschrieben im Heft: Trefferquoten, Abschlusshäufigkeiten oder Torraten im Schulsport wurden nicht gefunden, ebenso wenig eine Untersuchung, dass Überzahlspiele zu besseren Abschlüssen führen. Auch „drei gegen zwei ist die Grundform“ ist eine didaktische Konvention und kein Befund. Und der einzige Befund, den es gibt, wird mit seiner Stichprobe gezeigt, nicht ohne: Im 3 gegen 3 waren 7,0 Prozent aller gezählten Handlungen Durchbrüche, im 5 gegen 5 nur 3,4 Prozent — gemessen an zehn elfjährigen Vereinsfußballern, 1 563 Handlungen. Die Datenseite zeigt diese zehn als zehn Punkte. Und der Satz derselben Arbeit, der selten mitzitiert wird, steht daneben: Der taktische Gesamtindex unterschied sich zwischen beiden Formaten nicht. Häufiger durchbrechen heißt nicht besser spielen.Zu jeder der 11 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern: das Ergebnis, der Weg dorthin, das Feld „Auch richtig“ und die typische Verwechslung. Hier lautet sie zum Beispiel: Die Prozentzahlen werden als Trefferquote gelesen. Sie sind Anteile aller gezählten Handlungen.Für wen und wannFür Sport am Gymnasium, Jahrgangsstufe 7 bis 9, und für jedes Zielschussspiel — im Spiel ändert sich nur der Ball. Diese Einheit setzt die Einheiten 1 und 2 nicht voraus: Was von dort gebraucht wird, steht auf den Seiten 4 und 5 noch einmal.Zur Einordnung gehört, was das Curriculum hergibt — und was nicht. Das hessische Kerncurriculum Sport ordnet das Inhaltsfeld „Spielen“ ausdrücklich den Jahrgangsstufen 7 bis 9 zu; die Klassenstufe ist hier also keine Setzung dieser Reihe, sondern steht so im Wortlaut. Zwei Haken gehören dazu, und sie stehen auch auf Seite 2 jedes Hefts: Für die Jahrgangsstufen 6, 8 und 9/10 formuliert das Curriculum dieselben Kompetenzerwartungen — die Progression steht allein in den Inhaltsfeldbeschreibungen. Und es nennt keine einzige Sportart beim Namen, sondern verlangt „ein frei zu wählendes Zielschussspiel“.Für diese Einheit gilt: „Elementare Techniken des Torschusses, Tor- bzw. Korbwurfs sind Grundlage für erfolgreiche Abschlüsse“ und „Einfache Täuschungen bzw. Finten“ stehen wörtlich für 7 bis 9 im Curriculum. „Überzahl“, „Lücke“ und „Durchbruch“ stehen dort nicht — das Heft sagt diesen Unterschied auf Seite 2 in einer eigenen Tabellenzeile.Die Reihe ist in Hessen entstanden und nennt Hessen auf jedem Deckblatt. Sie ist deshalb nicht auf Hessen beschränkt: Was in Basketball, Handball, Fußball und Unihockey taktisch gleich ist, ist kein landesspezifischer Gegenstand. Landesspezifisch sind allein die Sicherheits- und Bewertungsangaben, und die stehen mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Abrufdatum da, damit man sie für ein anderes Land austauschen kann.Eine Einheit trägt eine Doppelstunde. Unter jeder Arbeitsseite steht der Vorschlag für die Halle danach: hier drei gegen zwei auf ein Ziel, Feld etwa zwölf mal zwölf Schritte, mit einem dritten Verteidiger, der an der Grundlinie startet, sobald der erste Pass gespielt ist. Alle Seiten sind in Schwarzweiß lesbar; Merkplakat und Spielszene vertragen die Vergrößerung auf A3.Einordnung in die ReiheEinheit 3 von fünf. Sie steht auf der Ebene der Gruppentaktik und schließt den Angriffsbogen: Einheit 1 macht anspielbar, Einheit 2 bringt den Ball hin, Einheit 3 macht daraus einen Abschluss. Danach wechselt die Reihe die Seite — Einheit 4 verteidigt, Einheit 5 spielt und beurteilt.Sie ist trotzdem für sich einsetzbar. Fenster und Anspielbarkeit stammen aus den Einheiten 1 und 2 und stehen hier noch einmal erklärt; die Fachwortliste auf Seite 15 sagt, welche Wörter erst später kommen — Manndeckung, Raumdeckung und Verschieben in Einheit 4, Bezugsnorm und feste Rolle in Einheit 5.Die Leitfarbe dieser Einheit ist Kirschrot. Auf der letzten Seite steht eine Leiste mit allen fünf Einheiten in ihren Farben, damit sichtbar ist, wo die Klasse gerade steht.

Klassenstufen: 7-8. Klasse

Sport
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Spielen und beurteilen — Turnierformen, Spielbeobachtung und faire Bewertung 16 Seiten · Gymnasium, Klasse 7 bis 9 · Sport · Lösungen im Heft

Am Ende einer Spielreihe steht ein Turnier, und am Ende des Turniers steht eine Note. Beides geht regelmäßig schief, und zwar aus demselben Grund: Es wird nicht vorher gerechnet. Ein Klassenturnier auf einem Feld sieht aus wie Spielen und ist Warten — bei 28 Lernenden und fünf gegen fünf stehen achtzehn am Rand. Und ein K.-o.-System, das spannend klingt, beschert bei sieben Mannschaften vieren von ihnen genau ein Spiel.Bei der Note kommt ein zweites Problem dazu. Ein Beobachtungsbogen macht eine Sportnote nachvollziehbar — objektiv macht er sie nicht. Zwei geschulte Beobachter kommen beim Beurteilen im Basketball auf eine Übereinstimmung zwischen 0,56 und 0,86; dieselbe Person bekommt in zwei Spielen deutlich verschiedene Werte. Wer aus einem Spiel eine Note macht, sagt mehr über das Spiel als über die Person.Diese Einheit rechnet deshalb, statt zu behaupten. Sieben Mannschaften, drei Felder, sieben Runden zu fünf Minuten: 21 Spiele, sechs für jede, und 20,6 statt 8,6 Minuten Spielzeit je Person. Dazu Bögen, die zählen statt zu beurteilen, und ein Bewertungsraster, das vor dem Turnier aushängt und keinen Tabellenplatz enthält. Sechzehn Seiten, 11 Aufgaben in drei Niveaus, zwölf Karten zum Ausschneiden.Was enthalten istSechzehn Seiten, die als Ganzes gedacht sind. Zwei Seiten für die Lehrkraft eröffnen: die vier Formulierungen aus dem Kerncurriculum, die diese Einheit tragen, die drei Niveaus — und eine Befundseite, die die beste Zahlenlage der ganzen Reihe zeigt und daneben sagt, was diese Zahlen nicht messen.Dann zwei Seiten zum Aushängen. „So läuft unser Turnier“ zeigt den Plan: drei Felder quer in einer Halle, sieben Mannschaften zu viert, die siebte pfeift und nimmt die Zeit — drei mal acht plus vier gleich achtundzwanzig. „Woran wir uns messen“ ist das Bewertungsraster mit fünf Kriterien, ihrer Beobachtungsgrundlage und ihrer Bezugsnorm; drei werden gezählt, zwei besprochen. Beide Seiten vertragen die Vergrößerung auf A3.Fünf Arbeitsseiten tragen 11 Aufgaben in drei Niveaus, fünf davon zum Rechnen und zwei zum Abzählen. Es folgt eine Daten- und Befundseite mit fünf Effektstärken und ihren Konfidenzintervallen, ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden — darunter die drei Bezugsnormen — und zwei Lösungsseiten, auf denen jede Zahl nachgerechnet ist.Auf Seite 15 stehen die vierzehn Fachwörter dieser Einheit mit je zwei Kästchen zum Abhaken, ein Beobachtungsbogen zum Kopieren und eine Selbstkontrolle in vier Stufen; auf Seite 16 das Quellenverzeichnis mit Belegstufen, die Rechtsangaben mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Datum, die Ampel zur Befundlage und die Leiste mit allen fünf Einheiten.Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — dieses Material wird nicht am Schreibtisch gelesen, sondern an der Bande, im Stehen, mit einer Klasse im Rücken. Deshalb ist jede Aussage kurz, jedes Bild aus drei Metern ablesbar, und deshalb steht die Zeichenerklärung an jedem einzelnen Bild und nicht nur einmal vorne im Heft.Wie differenziert wirdDie drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand: Die Seiten 6, 8 und 10 lesen dasselbe Standbild, die Seiten 5, 7, 9 und 10 dieselbe Spielszene. Was sich unterscheidet, ist die Frage — nicht das Bild. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: eine vorstrukturierte Tabelle, die Anzahl der gesuchten Eintragungen genannt, dazu ein Hilfekasten, der einen Hinweis gibt und keine Lösung. Niveau II bekommt dieselbe Stellung ohne jede Stütze und ohne Hilfekasten. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: entscheiden, eine Regeländerung erfinden, eine verbreitete Behauptung beurteilen.Das Beispiel aus diesem Heft: Die Seiten 6, 8 und 10 arbeiten an demselben Beobachtungsbogen, die Seiten 7, 9 und 10 an demselben Turnierplan. Niveau I liest den Bogen und zählt zusammen — welche Person bekommt in welchem Bild einen Strich, und wie groß ist die Spaltensumme, mit einem Hilfekasten, der sagt, dass spaltenweise gerechnet wird. Niveau II bekommt denselben Bogen zweimal, dieselben fünf Personen in zwei Spielen, und soll erklären, warum die Mannschaftssumme fast gleich bleibt, obwohl sich einzelne Personen stark verändern — eine Person steigt von Platz vier auf Platz eins. Niveau III rechnet beide Turnierformen durch und fragt, welche man für eine Klasse wählen würde, welche Kriterien den Lernzuwachs messen und welche Bezugsnorm ein Tabellenplatz eigentlich wäre.Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei, und der Weg von II zurück zu I ist kein Rückschritt. Auf jeder Arbeitsseite steht unten ein Vorschlag, wie dieselbe Sache in der Halle ausprobiert wird — mit Feldgröße in Schritten, mit Personenzahl und mit der Frage, die danach besprochen wird. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht auf Seite 3 und noch einmal in der Ampel auf Seite 16.Was dieses Material von anderem unterscheidetDiese Einheit rechnet, wo andere behaupten, und sie legt die Rechnung offen. Sieben Mannschaften spielen gegen sechs andere: sieben mal sechs geteilt durch zwei gleich 21 Spiele; auf drei Feldern gleichzeitig sind das sieben Runden. Beim K.-o.-System sind es sechs Spiele, im Schnitt 1,7 je Mannschaft, und vier von sieben haben genau eines — eine davon kommt ins Halbfinale, ohne gespielt zu haben. Beides ist keine Studie, sondern eine Rechnung, und die Klasse kann sie nachrechnen. Das steht so auch im Heft: Es ist gerechnet und nicht gemessen.Dieselbe Offenheit bei der Spielzeit. Die Eingangsgröße ist belegt — rund 24 Minuten Bewegungszeit je Einzelstunde, gemessen an 356 Lernenden der Jahrgangsstufen 5 bis 10. Die Verhältnisrechnung darauf ist unsere und setzt gleichmäßiges Wechseln voraus: bei 28 Lernenden 8,6 Minuten je Person auf einem Feld, 13,7 auf zweien, 20,6 auf dreien. Drei Felder bringen dem Einzelnen das 2,4-Fache. Das Heft nennt es ausdrücklich eine Modellrechnung.Die Bögen zählen und beurteilen nicht, und dafür gibt es einen Grund mit Zahl: Das zählende Instrument erreicht bei Laien eine Beobachterübereinstimmung über 0,80, das beurteilende im Basketball 0,56 bis 0,86, und die zeitliche Stabilität liegt bei 0,595 — gemessen an 32 erwachsenen Amateurspielern. Deshalb heißt eine Spalte „Ball bekommen“ und nicht „hat sich gut angeboten“, und deshalb steht unter jedem Bogen derselbe Satz: Ein Bogen aus einem Spiel ist keine Aussage über eine Person.Das Bewertungsraster enthält keinen Tabellenplatz, und auch das ist begründet statt gesetzt. Ein Tabellenplatz wäre die soziale Bezugsnorm — er misst mit, gegen wen man gelost wurde. Die hessische Verordnung nennt als Grundlage den gesamten Verlauf der Lernentwicklung, und eine Handreichung der Zentralstelle für Schulsport fragt wörtlich, ob die gezeigte Leistung dem Leistungsvermögen der Schülerin oder des Schülers entspricht. Deshalb steht die letzte Zeile des Rasters da, wo sie steht, und deshalb hängt das Raster vor dem Turnier aus und nicht danach.Und die Rechtslage wird nicht geglättet. Die Verordnung ist mit Vorschrift, Paragraf, Ausfertigungsdatum, letzter Änderung und Abrufdatum genannt — und mit der Fehlstelle: Der geltende Wortlaut der beiden einschlägigen Paragrafen lag dieser Reihe nicht gesichert vor. Die vom Ministerium eingestellte Fassung mit dem Stand 2023 ist ein Auszug und enthält sie nicht; die einzige gefundene Volltextfassung trägt den Stand 1. Dezember 2017. Wer die Sätze in einer Bewertungsentscheidung verwendet, prüft sie vorher am geltenden Text nach. Das steht im Heft, nicht in einer Fußnote — und es ist Information, keine Rechtsberatung.Der Gegenpol dazu ist der bestbelegte Befund der ganzen Reihe. Turnierformen mit festen Teams und festen Rollen: eine Mehrebenen-Metaanalyse über 25 Artikel und 2 937 Lernende findet mittlere Effekte auf die intrinsische Motivation (g = 0,63, Bereich 0,37 bis 0,89) und die soziale Eingebundenheit (g = 0,57, Bereich 0,28 bis 0,85); alle fünf Endpunkte liegen zwischen 0,42 und 0,63, und kein einziges Intervall reicht bis null herunter. Das ist belastbarer als alles, was zu den Einheiten 1 bis 4 vorliegt. Und die Grenze steht daneben: Gemessen sind Motivation und Sozialverhalten, nicht die Spielleistung — dazu sagt diese Arbeit nichts. Zu Turnierformen im Sportunterricht selbst wurde keine einzige Untersuchung gefunden, und einen geprüften deutschsprachigen Spielbeobachtungsbogen gibt es nicht.Zu jeder der 11 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern: das Ergebnis, der Weg dorthin, das Feld „Auch richtig“ und die typische Verwechslung. Hier lautet sie zum Beispiel: Es wird zeilenweise addiert statt spaltenweise — die Zeilensumme einer Person sagt nichts, weil dort drei verschiedene Dinge zusammengezählt würden.Für wen und wannFür Sport am Gymnasium, Jahrgangsstufe 7 bis 9, und für jedes Zielschussspiel — gezählt wird in jedem Spiel dasselbe. Diese Einheit setzt die Einheiten 1 bis 4 nicht voraus: Was von dort gebraucht wird, steht auf Seite 5 noch einmal. Sie ist zugleich die Einheit, die ohne Halle am weitesten trägt — die Rechenaufgaben und der Bogen funktionieren im Klassenraum.Zur Einordnung gehört, was das Curriculum hergibt — und was nicht. Das hessische Kerncurriculum Sport ordnet das Inhaltsfeld „Spielen“ ausdrücklich den Jahrgangsstufen 7 bis 9 zu; die Klassenstufe ist hier also keine Setzung dieser Reihe, sondern steht so im Wortlaut. Zwei Haken gehören dazu, und sie stehen auch auf Seite 2 jedes Hefts: Für die Jahrgangsstufen 6, 8 und 9/10 formuliert das Curriculum dieselben Kompetenzerwartungen — die Progression steht allein in den Inhaltsfeldbeschreibungen. Und es nennt keine einzige Sportart beim Namen, sondern verlangt „ein frei zu wählendes Zielschussspiel“.Für diese Einheit stehen gleich vier Formulierungen wörtlich im Curriculum: Rollen „anforderungsgemäß einnehmen, ausfüllen und akzeptieren“, Regeln und Wettkampfvorschriften „erläutern, einhalten und gezielt verändern“, das Beobachten „auf der Grundlage gezielter Beobachtungsvorgaben“ und das Aufzeigen verschiedener Gütemaßstäbe und Bezugsnormen. Die vierte trägt im Heft einen Vorbehalt: Sie stammt aus einer früheren Recherche derselben Werkstatt und wurde für dieses Heft nicht erneut am Curriculum abgerufen. Die drei anderen wurden es.Die Reihe ist in Hessen entstanden und nennt Hessen auf jedem Deckblatt. Sie ist deshalb nicht auf Hessen beschränkt: Was in Basketball, Handball, Fußball und Unihockey taktisch gleich ist, ist kein landesspezifischer Gegenstand. Landesspezifisch sind allein die Sicherheits- und Bewertungsangaben, und die stehen mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Abrufdatum da, damit man sie für ein anderes Land austauschen kann.Die Rechtsangaben zur Leistungsbewertung sind hessisch und als solche gekennzeichnet, mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Abrufdatum — samt dem Hinweis, dass der geltende Wortlaut nicht gesichert vorlag. Wer in einem anderen Land unterrichtet, tauscht diese Angaben aus; die Sache selbst, dass ein Bewertungsraster vorher in die Hand der Klasse gehört, bleibt davon unberührt. Information, keine Rechtsberatung.Eine Einheit trägt eine Doppelstunde. Unter jeder Arbeitsseite steht der Vorschlag für die Halle danach: hier das Turnier selbst, dazu die Probe, bei der zwei Personen dieselbe Mannschaft zählen, ohne sich abzusprechen — und danach die Frage, bei welcher Spalte dieselbe Zahl herauskam und bei welcher nicht. Alle Seiten sind in Schwarzweiß lesbar; Turnierplan und Bewertungsraster vertragen die Vergrößerung auf A3.Einordnung in die ReiheEinheit 5 von fünf, und die letzte: Die Reihe ist abgeschlossen, es kommen keine weiteren Teile. Sie hat als einzige keine eigene Taktikebene. Die Reihe geht von der Individual- über die Gruppen- zur Mannschaftstaktik; diese Einheit fragt nicht nach einer weiteren Ebene, sondern nach der Organisationsform, in der alles davor gespielt und angesehen wird.Sie ist trotzdem für sich einsetzbar — und von den fünf am ehesten auch ohne die anderen, weil ein Turnier und ein Bewertungsraster in jeder Spielreihe gebraucht werden, gleich welcher. Alle Fachwörter der fünf Einheiten sind am Ende dieser Einheit eingeführt; die Liste auf Seite 15 sagt es.Die Leitfarbe dieser Einheit ist Beere. Auf der letzten Seite steht eine Leiste mit allen fünf Einheiten in ihren Farben, damit sichtbar ist, wo die Klasse gerade steht.

Klassenstufen: 7-8. Klasse

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Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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