Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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Am Ende einer Spielreihe steht ein Turnier, und am Ende des Turniers steht eine Note. Beides geht regelmäßig schief, und zwar aus demselben Grund: Es wird nicht vorher gerechnet. Ein Klassenturnier auf einem Feld sieht aus wie Spielen und ist Warten — bei 28 Lernenden und fünf gegen fünf stehen achtzehn am Rand. Und ein K.-o.-System, das spannend klingt, beschert bei sieben Mannschaften vieren von ihnen genau ein Spiel.
Bei der Note kommt ein zweites Problem dazu. Ein Beobachtungsbogen macht eine Sportnote nachvollziehbar — objektiv macht er sie nicht. Zwei geschulte Beobachter kommen beim Beurteilen im Basketball auf eine Übereinstimmung zwischen 0,56 und 0,86; dieselbe Person bekommt in zwei Spielen deutlich verschiedene Werte. Wer aus einem Spiel eine Note macht, sagt mehr über das Spiel als über die Person.
Diese Einheit rechnet deshalb, statt zu behaupten. Sieben Mannschaften, drei Felder, sieben Runden zu fünf Minuten: 21 Spiele, sechs für jede, und 20,6 statt 8,6 Minuten Spielzeit je Person. Dazu Bögen, die zählen statt zu beurteilen, und ein Bewertungsraster, das vor dem Turnier aushängt und keinen Tabellenplatz enthält. Sechzehn Seiten, 11 Aufgaben in drei Niveaus, zwölf Karten zum Ausschneiden.
Sechzehn Seiten, die als Ganzes gedacht sind. Zwei Seiten für die Lehrkraft eröffnen: die vier Formulierungen aus dem Kerncurriculum, die diese Einheit tragen, die drei Niveaus — und eine Befundseite, die die beste Zahlenlage der ganzen Reihe zeigt und daneben sagt, was diese Zahlen nicht messen.
Dann zwei Seiten zum Aushängen. „So läuft unser Turnier“ zeigt den Plan: drei Felder quer in einer Halle, sieben Mannschaften zu viert, die siebte pfeift und nimmt die Zeit — drei mal acht plus vier gleich achtundzwanzig. „Woran wir uns messen“ ist das Bewertungsraster mit fünf Kriterien, ihrer Beobachtungsgrundlage und ihrer Bezugsnorm; drei werden gezählt, zwei besprochen. Beide Seiten vertragen die Vergrößerung auf A3.
Fünf Arbeitsseiten tragen 11 Aufgaben in drei Niveaus, fünf davon zum Rechnen und zwei zum Abzählen. Es folgt eine Daten- und Befundseite mit fünf Effektstärken und ihren Konfidenzintervallen, ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden — darunter die drei Bezugsnormen — und zwei Lösungsseiten, auf denen jede Zahl nachgerechnet ist.
Auf Seite 15 stehen die vierzehn Fachwörter dieser Einheit mit je zwei Kästchen zum Abhaken, ein Beobachtungsbogen zum Kopieren und eine Selbstkontrolle in vier Stufen; auf Seite 16 das Quellenverzeichnis mit Belegstufen, die Rechtsangaben mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Datum, die Ampel zur Befundlage und die Leiste mit allen fünf Einheiten.
Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — dieses Material wird nicht am Schreibtisch gelesen, sondern an der Bande, im Stehen, mit einer Klasse im Rücken. Deshalb ist jede Aussage kurz, jedes Bild aus drei Metern ablesbar, und deshalb steht die Zeichenerklärung an jedem einzelnen Bild und nicht nur einmal vorne im Heft.
Die drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand: Die Seiten 6, 8 und 10 lesen dasselbe Standbild, die Seiten 5, 7, 9 und 10 dieselbe Spielszene. Was sich unterscheidet, ist die Frage — nicht das Bild. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: eine vorstrukturierte Tabelle, die Anzahl der gesuchten Eintragungen genannt, dazu ein Hilfekasten, der einen Hinweis gibt und keine Lösung. Niveau II bekommt dieselbe Stellung ohne jede Stütze und ohne Hilfekasten. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: entscheiden, eine Regeländerung erfinden, eine verbreitete Behauptung beurteilen.
Das Beispiel aus diesem Heft: Die Seiten 6, 8 und 10 arbeiten an demselben Beobachtungsbogen, die Seiten 7, 9 und 10 an demselben Turnierplan. Niveau I liest den Bogen und zählt zusammen — welche Person bekommt in welchem Bild einen Strich, und wie groß ist die Spaltensumme, mit einem Hilfekasten, der sagt, dass spaltenweise gerechnet wird. Niveau II bekommt denselben Bogen zweimal, dieselben fünf Personen in zwei Spielen, und soll erklären, warum die Mannschaftssumme fast gleich bleibt, obwohl sich einzelne Personen stark verändern — eine Person steigt von Platz vier auf Platz eins. Niveau III rechnet beide Turnierformen durch und fragt, welche man für eine Klasse wählen würde, welche Kriterien den Lernzuwachs messen und welche Bezugsnorm ein Tabellenplatz eigentlich wäre.
Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei, und der Weg von II zurück zu I ist kein Rückschritt. Auf jeder Arbeitsseite steht unten ein Vorschlag, wie dieselbe Sache in der Halle ausprobiert wird — mit Feldgröße in Schritten, mit Personenzahl und mit der Frage, die danach besprochen wird. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht auf Seite 3 und noch einmal in der Ampel auf Seite 16.
Diese Einheit rechnet, wo andere behaupten, und sie legt die Rechnung offen. Sieben Mannschaften spielen gegen sechs andere: sieben mal sechs geteilt durch zwei gleich 21 Spiele; auf drei Feldern gleichzeitig sind das sieben Runden. Beim K.-o.-System sind es sechs Spiele, im Schnitt 1,7 je Mannschaft, und vier von sieben haben genau eines — eine davon kommt ins Halbfinale, ohne gespielt zu haben. Beides ist keine Studie, sondern eine Rechnung, und die Klasse kann sie nachrechnen. Das steht so auch im Heft: Es ist gerechnet und nicht gemessen.
Dieselbe Offenheit bei der Spielzeit. Die Eingangsgröße ist belegt — rund 24 Minuten Bewegungszeit je Einzelstunde, gemessen an 356 Lernenden der Jahrgangsstufen 5 bis 10. Die Verhältnisrechnung darauf ist unsere und setzt gleichmäßiges Wechseln voraus: bei 28 Lernenden 8,6 Minuten je Person auf einem Feld, 13,7 auf zweien, 20,6 auf dreien. Drei Felder bringen dem Einzelnen das 2,4-Fache. Das Heft nennt es ausdrücklich eine Modellrechnung.
Die Bögen zählen und beurteilen nicht, und dafür gibt es einen Grund mit Zahl: Das zählende Instrument erreicht bei Laien eine Beobachterübereinstimmung über 0,80, das beurteilende im Basketball 0,56 bis 0,86, und die zeitliche Stabilität liegt bei 0,595 — gemessen an 32 erwachsenen Amateurspielern. Deshalb heißt eine Spalte „Ball bekommen“ und nicht „hat sich gut angeboten“, und deshalb steht unter jedem Bogen derselbe Satz: Ein Bogen aus einem Spiel ist keine Aussage über eine Person.
Das Bewertungsraster enthält keinen Tabellenplatz, und auch das ist begründet statt gesetzt. Ein Tabellenplatz wäre die soziale Bezugsnorm — er misst mit, gegen wen man gelost wurde. Die hessische Verordnung nennt als Grundlage den gesamten Verlauf der Lernentwicklung, und eine Handreichung der Zentralstelle für Schulsport fragt wörtlich, ob die gezeigte Leistung dem Leistungsvermögen der Schülerin oder des Schülers entspricht. Deshalb steht die letzte Zeile des Rasters da, wo sie steht, und deshalb hängt das Raster vor dem Turnier aus und nicht danach.
Und die Rechtslage wird nicht geglättet. Die Verordnung ist mit Vorschrift, Paragraf, Ausfertigungsdatum, letzter Änderung und Abrufdatum genannt — und mit der Fehlstelle: Der geltende Wortlaut der beiden einschlägigen Paragrafen lag dieser Reihe nicht gesichert vor. Die vom Ministerium eingestellte Fassung mit dem Stand 2023 ist ein Auszug und enthält sie nicht; die einzige gefundene Volltextfassung trägt den Stand 1. Dezember 2017. Wer die Sätze in einer Bewertungsentscheidung verwendet, prüft sie vorher am geltenden Text nach. Das steht im Heft, nicht in einer Fußnote — und es ist Information, keine Rechtsberatung.
Der Gegenpol dazu ist der bestbelegte Befund der ganzen Reihe. Turnierformen mit festen Teams und festen Rollen: eine Mehrebenen-Metaanalyse über 25 Artikel und 2 937 Lernende findet mittlere Effekte auf die intrinsische Motivation (g = 0,63, Bereich 0,37 bis 0,89) und die soziale Eingebundenheit (g = 0,57, Bereich 0,28 bis 0,85); alle fünf Endpunkte liegen zwischen 0,42 und 0,63, und kein einziges Intervall reicht bis null herunter. Das ist belastbarer als alles, was zu den Einheiten 1 bis 4 vorliegt. Und die Grenze steht daneben: Gemessen sind Motivation und Sozialverhalten, nicht die Spielleistung — dazu sagt diese Arbeit nichts. Zu Turnierformen im Sportunterricht selbst wurde keine einzige Untersuchung gefunden, und einen geprüften deutschsprachigen Spielbeobachtungsbogen gibt es nicht.
Zu jeder der 11 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern: das Ergebnis, der Weg dorthin, das Feld „Auch richtig“ und die typische Verwechslung. Hier lautet sie zum Beispiel: Es wird zeilenweise addiert statt spaltenweise — die Zeilensumme einer Person sagt nichts, weil dort drei verschiedene Dinge zusammengezählt würden.
Für Sport am Gymnasium, Jahrgangsstufe 7 bis 9, und für jedes Zielschussspiel — gezählt wird in jedem Spiel dasselbe. Diese Einheit setzt die Einheiten 1 bis 4 nicht voraus: Was von dort gebraucht wird, steht auf Seite 5 noch einmal. Sie ist zugleich die Einheit, die ohne Halle am weitesten trägt — die Rechenaufgaben und der Bogen funktionieren im Klassenraum.
Zur Einordnung gehört, was das Curriculum hergibt — und was nicht. Das hessische Kerncurriculum Sport ordnet das Inhaltsfeld „Spielen“ ausdrücklich den Jahrgangsstufen 7 bis 9 zu; die Klassenstufe ist hier also keine Setzung dieser Reihe, sondern steht so im Wortlaut. Zwei Haken gehören dazu, und sie stehen auch auf Seite 2 jedes Hefts: Für die Jahrgangsstufen 6, 8 und 9/10 formuliert das Curriculum dieselben Kompetenzerwartungen — die Progression steht allein in den Inhaltsfeldbeschreibungen. Und es nennt keine einzige Sportart beim Namen, sondern verlangt „ein frei zu wählendes Zielschussspiel“.
Für diese Einheit stehen gleich vier Formulierungen wörtlich im Curriculum: Rollen „anforderungsgemäß einnehmen, ausfüllen und akzeptieren“, Regeln und Wettkampfvorschriften „erläutern, einhalten und gezielt verändern“, das Beobachten „auf der Grundlage gezielter Beobachtungsvorgaben“ und das Aufzeigen verschiedener Gütemaßstäbe und Bezugsnormen. Die vierte trägt im Heft einen Vorbehalt: Sie stammt aus einer früheren Recherche derselben Werkstatt und wurde für dieses Heft nicht erneut am Curriculum abgerufen. Die drei anderen wurden es.
Die Reihe ist in Hessen entstanden und nennt Hessen auf jedem Deckblatt. Sie ist deshalb nicht auf Hessen beschränkt: Was in Basketball, Handball, Fußball und Unihockey taktisch gleich ist, ist kein landesspezifischer Gegenstand. Landesspezifisch sind allein die Sicherheits- und Bewertungsangaben, und die stehen mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Abrufdatum da, damit man sie für ein anderes Land austauschen kann.
Die Rechtsangaben zur Leistungsbewertung sind hessisch und als solche gekennzeichnet, mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Abrufdatum — samt dem Hinweis, dass der geltende Wortlaut nicht gesichert vorlag. Wer in einem anderen Land unterrichtet, tauscht diese Angaben aus; die Sache selbst, dass ein Bewertungsraster vorher in die Hand der Klasse gehört, bleibt davon unberührt. Information, keine Rechtsberatung.
Eine Einheit trägt eine Doppelstunde. Unter jeder Arbeitsseite steht der Vorschlag für die Halle danach: hier das Turnier selbst, dazu die Probe, bei der zwei Personen dieselbe Mannschaft zählen, ohne sich abzusprechen — und danach die Frage, bei welcher Spalte dieselbe Zahl herauskam und bei welcher nicht. Alle Seiten sind in Schwarzweiß lesbar; Turnierplan und Bewertungsraster vertragen die Vergrößerung auf A3.
Einheit 5 von fünf, und die letzte: Die Reihe ist abgeschlossen, es kommen keine weiteren Teile. Sie hat als einzige keine eigene Taktikebene. Die Reihe geht von der Individual- über die Gruppen- zur Mannschaftstaktik; diese Einheit fragt nicht nach einer weiteren Ebene, sondern nach der Organisationsform, in der alles davor gespielt und angesehen wird.
Sie ist trotzdem für sich einsetzbar — und von den fünf am ehesten auch ohne die anderen, weil ein Turnier und ein Bewertungsraster in jeder Spielreihe gebraucht werden, gleich welcher. Alle Fachwörter der fünf Einheiten sind am Ende dieser Einheit eingeführt; die Liste auf Seite 15 sagt es.
Die Leitfarbe dieser Einheit ist Beere. Auf der letzten Seite steht eine Leiste mit allen fünf Einheiten in ihren Farben, damit sichtbar ist, wo die Klasse gerade steht.
Eine achte Klasse spielt vier gegen vier. Zwei Kinder haben den Ball dreißigmal, zwei nie. Wer sich anbietet, tut es meistens dort, wo gerade kein Pass ankommt, und wer verteidigt, klebt an einer Person, statt einen Weg zuzustellen. Am Ende der Stunde hat man gespielt und niemand hat etwas gelernt, weil der Gegenstand unsichtbar geblieben ist: Taktik verschwindet in der Bewegung, sobald das Spiel läuft.Dazu kommt das Sprachproblem. „Freilaufen“, „Überzahl“, „Manndeckung“, „Deckungsschatten“ — diese Wörter stehen in jedem Ratgeber und in keiner geprüften Definition. Sie werden benutzt, als wären sie Fachbegriffe, und sie sind Konvention. Und die Ratgeberliteratur behauptet zu ihrer Wirkung mehr, als sich belegen lässt: Dass man Spiele über das Spielen lehren soll, ist fachlicher Konsens; dass es messbar besser wirkt als der Weg über die Technik, ist für die Spielentscheidungen belegt und für die Technikausführung nicht.Diese fünf Hefte nehmen beides als eine Aufgabe. Sie machen die Taktik auf dem Papier sichtbar, bevor sie in der Halle verschwindet: Jede Spielstellung ist gerechnet, nicht gemalt, und die Klasse misst sie mit dem Lineal nach. Und sie sagen bei jeder Aussage dazu, worauf sie beruht — auf dem Wortlaut des Curriculums, auf einer Studie mit genannter Stichprobe, auf der Geometrie des Feldes oder auf Erfahrungswissen. Zusammen 80 Seiten, fünfmal sechzehn, mit 55 Aufgaben und zu jeder eine kommentierte Lösung.Was enthalten istEinheit 1, Freilaufen und Anbieten. Sich lösen, sich anbieten, den Raum sehen. Anspielbar ist, wer freien Raum hat, einen freien Passweg und Blickkontakt zum Ballbesitzer — drei Bedingungen, von denen die dritte sich nicht zeichnen lässt und deshalb ausgeschrieben wird. Die Einheit führt die Zeichensprache der ganzen Reihe ein.Einheit 2, Passen unter Druck. Ein Passweg ist kein Strich, sondern ein Fenster mit einer Breite: zweimal der Abstand des nächsten Gegners zur Passlinie. Dazu die sechs Druckbedingungen — Zeit, Präzision, Komplexität, Organisation, Variabilität, Belastung — mit je einer Regel, die sie im Unterricht erzeugt.Einheit 3, Zum Abschluss kommen. Überzahl ist kein Zustand, sondern ein Zeitfenster: Drei gegen zwei bleibt es, bis der dritte Verteidiger da ist. Entschieden wird an zwei Zahlen, die absichtlich gegenläufig sind — dem Weg zum Ziel und dem Platz am Ende.Einheit 4, Verteidigen. Nicht „Mann oder Raum“ ist die Frage, sondern: Wohin schaust du zuerst? Ballabstand und Deckungsabstand sind zwei Zahlen, die eine Klasse messen kann, und der Deckungsschatten wirkt, ohne dass jemand angefasst wird. Diese Einheit trägt den einzigen Wortlaut der Reihe, der wörtlich für 7 bis 9 im Curriculum steht.Einheit 5, Spielen und beurteilen. Ein Turnier ist eine Rechenaufgabe, bevor es ein Erlebnis ist: sieben Mannschaften, drei Felder, sieben Runden zu fünf Minuten, 21 Spiele, sechs für jede. Dazu Beobachtungsbögen, die zählen statt zu beurteilen, und ein Bewertungsraster, das vor dem Turnier aushängt.Jede Einheit hat denselben Bau: zwei Seiten für die Lehrkraft, zwei Seiten zum Aushängen und Vergrößern auf A3, fünf Arbeitsseiten mit 11 Aufgaben in drei Niveaus, eine Daten- und Befundseite, ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden, zwei Lösungsseiten, eine Fachwortliste mit Beobachtungsbogen und Selbstkontrolle sowie eine Quellenseite mit Ampel. Das sind zusammen 80 Seiten, 10 Seiten zum Aushängen, 55 Aufgaben und 60 Karten.Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — dieses Material wird nicht am Schreibtisch gelesen, sondern an der Bande, im Stehen, mit einer Klasse im Rücken. Deshalb ist jede Aussage kurz, jedes Bild aus drei Metern ablesbar, und deshalb steht die Zeichenerklärung an jedem einzelnen Bild und nicht nur einmal vorne im Heft.Wie differenziert wirdDie drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand: Die Seiten 6, 8 und 10 lesen dasselbe Standbild, die Seiten 5, 7, 9 und 10 dieselbe Spielszene. Was sich unterscheidet, ist die Frage — nicht das Bild. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: eine vorstrukturierte Tabelle, die Anzahl der gesuchten Eintragungen genannt, dazu ein Hilfekasten, der einen Hinweis gibt und keine Lösung. Niveau II bekommt dieselbe Stellung ohne jede Stütze und ohne Hilfekasten. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: entscheiden, eine Regeländerung erfinden, eine verbreitete Behauptung beurteilen.Ein Beispiel, an dem man sieht, dass es dieselbe Sache ist. In Einheit 1 zeigen die Seiten 6, 8 und 10 dasselbe Standbild aus einem 4 gegen 2. Niveau I trägt in eine vorbereitete Tabelle ein, welches Quadrat welcher Mitspielerin am nächsten steht, und misst mit dem Lineal — sechs Eintragungen, mit Hilfekasten. Niveau II bekommt dasselbe Bild und die Frage, wer von den dreien anspielbar ist und welche der drei Bedingungen den anderen beiden fehlt. Niveau III lässt den Ball weiterwandern: Nummer 4 spielt zu Nummer 11 — was ändert sich dadurch für Nummer 9, und warum dreht sich der Deckungsschatten mit? Ein Bild, drei Fragen, kein neuer Stoff.Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei, und der Weg von II zurück zu I ist kein Rückschritt. Auf jeder Arbeitsseite steht unten ein Vorschlag, wie dieselbe Sache in der Halle ausprobiert wird — mit Feldgröße in Schritten, mit Personenzahl und mit der Frage, die danach besprochen wird. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht auf Seite 3 und noch einmal in der Ampel auf Seite 16.Was dieses Material von anderem unterscheidetErstens: Die Reihe unterrichtet Prinzipien und keine Sportart. Was in Basketball, Handball, Fußball und Unihockey gleich ist, steht im Mittelpunkt; im Spiel ändert sich nur der Ball. Das ist keine Marotte, sondern die Folge des Curriculumswortlauts — dort steht „ein frei zu wählendes Zielschussspiel“ und keine Sportart beim Namen. Auf jeder Arbeitsseite steht deshalb dieselbe Zeile: passt zu Basketball, Handball, Fußball und Unihockey. Dass ein sportartübergreifendes Vorgehen einem sportartspezifischen überlegen wäre, behauptet die Reihe dabei nicht — vergleichende Studien dazu sind nach dem Handbuchartikel zum Taktiktraining „bisher kaum realisiert“.Zweitens: Jede Spielstellung ist gerechnet, nicht gemalt. Ein Passweg, der durch einen Verteidiger läuft, läuft wirklich durch ihn — die Marke liegt näher an der Linie als ihr eigener Radius, und die Lösungsseite sagt es so. Die Klasse misst mit dem Lineal nach, und die Zahlen kommen heraus, die im Heft stehen: in Einheit 2 rund 29, rund 13 und null Millimeter Fensterbreite, in Einheit 3 ein Restweg, der sich von Bild zu Bild halbiert (rund 23, 11 und 6 mm), in Einheit 4 ein Deckungsabstand von rund 11 mm bei einem Ballabstand von rund 59 mm — das Paar, das die Regel bricht. Wer will, misst am gedruckten Blatt nach; die Angaben gelten für die Originalgröße, und auf einer verkleinerten Kopie ändern sich die Millimeter, aber nicht die Reihenfolge.Alle Abbildungen sind eigene Zeichnungen aus einer eigenen Zeichenmaschine: kein Foto, keine nachgezeichnete Verbandsgrafik, keine fremde Tabellenstruktur. Gefüllter Kreis ist der Angriff, offenes Quadrat die Abwehr — der Unterschied liegt in der Form und in der Füllung, nicht in der Farbe, und er übersteht die Schwarz-Weiß-Kopie. Durchgezogen ist der Laufweg, gestrichelt der Pass, geschlängelt das Dribbeln. Dass diese Linienarten eine Konvention der Spielpraxis sind und keine Norm, sagt jedes Heft ausdrücklich; in den geprüften Quellen dieser Reihe ist sie nirgends festgelegt. Und jedes Feld ist als Skizze gekennzeichnet: keine Dreipunktlinie, kein Sechsmeterkreis, keine Bande.Drittens: Drei Niveaus am selben Gegenstand, fünfmal. Dieselbe Stellung, dieselbe Szene, nur unterschiedlich viel vorgegeben. Und zu jeder der 55 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern: das Ergebnis, der Weg dorthin, das Feld „Auch richtig“ und die typische Verwechslung. Das letzte Feld ist das, wofür man sonst eine Klasse zweimal unterrichten muss — in Einheit 1 zum Beispiel: „Nummer 7 steht am freisten, also passe ich dorthin.“ Freistehen und anspielbar sein sind zwei verschiedene Dinge.Viertens, und das ist bei diesem Thema ungewöhnlich: Die Hefte sind ehrlich zur Befundlage. Zu den Spielvermittlungskonzepten liegt viel weniger vor, als die Ratgeberliteratur behauptet, und die Hefte sagen es auf Seite 3, auf Seite 11 und in einer Ampel auf Seite 16. Belegt ist, dass der taktische Zugang die Spielentscheidungen verbessert: g = 0,75 für die Sekundarstufe, Konfidenzintervall 0,23 bis 1,27. Nicht belegt ist dieselbe Wirkung auf die Technikausführung — dort schließt das Intervall die Null ein (0,89, Bereich −0,45 bis 2,23). Deshalb verspricht diese Reihe bessere Spielentscheidungen und nicht bessere Spielerinnen und Spieler. Und die Qualität der Studien steht daneben: Von 24 Vergleichsstudien haben 18 eine niedrige Berichtsqualität und nur 2 eine echte Kontrollgruppe; von 20 geprüften Umsetzungen erfüllte keine einzige alle sieben Merkmale.Fünftens: Wo nichts vorliegt, steht das im Heft. Zum Lehren des Freilaufens wurde keine Wirksamkeitsstudie gefunden, zu den Ursachen von Fehlpässen im Schulsport keine, zu Trefferquoten keine, zum Lehren von Abwehrverhalten kein einziger empirischer Befund, zu Turnierformen im Sportunterricht keine Untersuchung. Fünf Fehlstellen in fünf Heften, jede mit der Angabe, wo gesucht wurde. Und der Gegenpol: Einheit 5 trägt den bestbelegten Befund der Reihe — feste Teams und feste Rollen, 25 Artikel mit zusammen 2 937 Lernenden, fünf Endpunkte zwischen g = 0,42 und 0,63, alle Konfidenzintervalle vollständig über null. Gemessen sind dort Motivation und Zusammenhalt, nicht die Spielleistung, und auch das steht dabei.Für wen und wannFür Sport am Gymnasium, Jahrgangsstufe 7 bis 9, und für jedes Zielschussspiel: Basketball, Handball, Fußball, Unihockey. Es braucht keine besondere Halle und keine Zusatzqualifikation — die Hessische Lehrkräfteakademie ordnet die Ballspiele den Sportarten ohne zusätzliche Anforderungen zu.Zur Einordnung gehört, was das Curriculum hergibt — und was nicht. Das hessische Kerncurriculum Sport ordnet das Inhaltsfeld „Spielen“ ausdrücklich den Jahrgangsstufen 7 bis 9 zu; die Klassenstufe ist hier also keine Setzung dieser Reihe, sondern steht so im Wortlaut. Zwei Haken gehören dazu, und sie stehen auch auf Seite 2 jedes Hefts: Für die Jahrgangsstufen 6, 8 und 9/10 formuliert das Curriculum dieselben Kompetenzerwartungen — die Progression steht allein in den Inhaltsfeldbeschreibungen. Und es nennt keine einzige Sportart beim Namen, sondern verlangt „ein frei zu wählendes Zielschussspiel“.Wörtlich im Curriculum stehen Anbieten, Zusammenspiel, Torschuss, Korbwurf, Täuschung, Finte, Spielposition und die gruppenbezogenen Verständigungsprozesse. Nicht dort stehen Freilaufen, Überzahl, Lücke, Manndeckung, Raumdeckung, Ballorientierung und Deckungsschatten. Das ist Fachsprache der Spielpraxis, und die Hefte beschreiben sie, statt sie zu belegen — die Fachwortliste auf Seite 15 markiert jedes dieser Wörter sichtbar, und dieselbe Markierung trägt die Karte im Kartenblatt.Die Reihe ist in Hessen entstanden und nennt Hessen auf jedem Deckblatt. Sie ist deshalb nicht auf Hessen beschränkt: Was in Basketball, Handball, Fußball und Unihockey taktisch gleich ist, ist kein landesspezifischer Gegenstand. Landesspezifisch sind allein die Sicherheits- und Bewertungsangaben, und die stehen mit Vorschrift, Paragraf, Fassung und Abrufdatum da, damit man sie für ein anderes Land austauschen kann.Eine Einheit trägt eine Doppelstunde: Die Arbeitsseiten sind für den Klassenraum oder die Hallentribüne gedacht, und unter jeder steht der Vorschlag für die Halle danach. Das Material eignet sich ebenso für eine Vertretungsstunde, für Regenwetter, für die Theoriestunde vor einem Turnier und für eine Lerntheke — die Lösungen liegen im Heft und nicht beim Lehrertisch. Alle Hefte sind in Schwarzweiß lesbar; die beiden Seiten zum Aushängen vertragen die Vergrößerung auf A3.Einordnung in die ReiheDie Reihe umfasst fünf Einheiten und ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile. Der Weg geht vom Einzelnen, der sich anbietet, über das Zusammenspiel unter Druck und den Abschluss bis zur Abwehr, die sich verständigt — und schließlich zum Turnier, in dem gespielt und beurteilt wird. Dahinter steht eine Ordnung, die nicht erfunden ist: Individualtaktik, Gruppentaktik, Mannschaftstaktik. Die Ebenen stammen aus einer Taktikdefinition von 1994; die Zuordnung der fünf Einheiten zu ihnen ist unsere, und das Heft sagt es so.Jede Einheit ist trotzdem für sich einsetzbar. Jedes Fachwort, das eine Aufgabe braucht, wird im eigenen Heft erklärt — auch dann, wenn es zum ersten Mal in einer früheren Einheit vorkam. Die Fachwörter bauen aufeinander auf: Eine Aufgabe verwendet nur Wörter der eigenen und der früheren Einheiten, und die Liste auf Seite 15 sagt am Ende jeder Einheit, welche Wörter erst später kommen.Die fünf Leitfarben sind Kobalt, Grasgrün, Kirschrot, Amethyst und Beere — Leibchenfarben, die Farben, an denen man aus zwanzig Metern erkennt, wer zu wem gehört. Auf der letzten Seite jedes Hefts steht eine Leiste mit allen fünf Einheiten, damit sichtbar ist, wo die Klasse gerade steht.
Klassenstufen: 7-8. Klasse
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