





Werte, Menschenwürde & Gottesebenbildlichkeit – Fallbeispiele und Gruppenportfolio für Religion (Klasse 9/10)
Wie entscheiden wir, was richtig ist? Welche Werte leiten unser Handeln? Und warum besitzt jeder Mensch eine unverlierbare Würde?
Dieses Material führt Schülerinnen und Schüler ausgehend von lebensnahenmoralischen Konfliktsituationenschrittweise von den ThemenWerte und NormenzuMenschenwürde und Gottesebenbildlichkeit. Die Lernenden arbeiten dabei weitgehend selbstständig in Gruppen und erstellen am Ende ein kreatives, bewertbares Arbeitsergebnis.
Vier ausführliche Fallbeispiele aus der Lebenswelt Jugendlicher:
„Ein Foto macht die Runde“– Freundschaft, Loyalität, Respekt und der Umgang mit Bloßstellung in sozialen Medien
„Die Klassenarbeit“– Freundschaft, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeit
„180 Euro“– Ehrlichkeit, Verantwortung, Eigennutz und Empathie
„Wer darf zur Party kommen?“– Freundschaft, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Gerechtigkeit
Zu jedem Fall analysieren die Schülerinnen und Schüler zunächst die beteiligtenWerte und Wertekonflikteund begründen eigene Entscheidungen.
Anschließend führt einGruppenportfoliodie Fälle inhaltlich weiter:
1. Vom Wert zur Menschenwürde
Die Lernenden prüfen ihren Fall unter der Frage, wo Menschen respektiert, ausgegrenzt, benutzt oder in ihrer Würde verletzt werden.
2. Menschenwürde und Art. 1 GG
Die Bedeutung des Satzes
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
wird erschlossen und konkret auf das jeweilige Fallbeispiel übertragen.
3. Gottesebenbildlichkeit nach Genesis 1,26–27
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Vorstellung auseinander, dass jeder Mensch als Ebenbild Gottes einen besonderen und unverlierbaren Wert besitzt.
4. Transfer und Urteilsbildung
Die Gruppen untersuchen, welche Konsequenzen Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit für das Handeln der Figuren in ihrem Fall haben. Dabei wird auch die wichtige Unterscheidung zwischendem Wert einer Person und der Bewertung ihres Handelnsthematisiert.
Zum Abschluss erstellt jede Gruppe eine eigene„Fallakte zur Menschenwürde“. Darin werden
der Ausgangsfall,
die zentralen Werte und Wertekonflikte,
die Bedeutung der Menschenwürde,
Art. 1 GG,
die Gottesebenbildlichkeit,
ein begründetes Urteil
und eine selbst formulierte„Würde-Regel“zusammengeführt.
Das Endprodukt kann präsentiert und mithilfe eines transparentenBewertungsrastersbenotet werden.
Das Material eignet sich besonders für:
Religion inKlasse 9/10
Unterrichtsreihen zuWerte und Normen
Menschenwürde
christlichem Menschenbild
Gottesebenbildlichkeit
ethischer Urteilsbildung
als Vorbereitung auf Themen wieBergpredigt, Nächstenliebe oder Menschenrechte
Gruppenarbeit und selbstständiges Lernen
benotete Gruppenleistungen bzw. Portfolios
Die Fallbeispiele sind bewusst nicht eindeutig angelegt. Dadurch entstehen echte Diskussionen, bei denen unterschiedliche Werte miteinander konkurrieren und Entscheidungen begründet werden müssen.
Didaktischer roter Faden:
Welche Werte bestimmen mein Handeln? → Warum besitzt jeder Mensch einen besonderen Wert? → Was bedeutet Menschenwürde? → Was verändert die Vorstellung vom Menschen als Ebenbild Gottes? → Welche Konsequenzen hat das für unser Handeln?
Das Material kann ohne zusätzliche Präsentation eingesetzt werden und eignet sich dadurch auch gut für selbstständige Gruppenarbeitsphasen.
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