Das Praxisheft für alle, die ein Kind begleiten, das nicht mehr in die Schule kommt – im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst, in der Inklusionsberatung, als Klassenlehrkraft oder als Beratungslehrkraft. ▶ WARUM DIESES HEFT Fünf bis zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler sind von Schulabsentismus betroffen, und die Zahlen steigen. Trotzdem gibt es dazu fast kein schulisches Material – obwohl der häufigste Fehler nicht die falsche Maßnahme ist, sondern das Abwarten. ▶ DER FACHLICHE KERN Vermeidung erleichtert sofort und verstärkt langfristig. In dem Moment, in dem ein Kind zu Hause bleiben darf, sinkt die Anspannung schlagartig. Das Gehirn lernt daraus nicht, dass Schule ungefährlich ist, sondern dass Zuhausebleiben rettet. Deshalb wird es mit jedem Tag schwerer, nicht leichter – und deshalb ist „erst gesund werden, dann wiederkommen" bei angstbedingter Vermeidung das Gegenteil von Hilfe. ▶ WAS DU BEKOMMST - 42 Seiten Praxisheft als ausfüllbare PDF (alle Felder direkt am Rechner beschreibbar) - Dieselben 42 Seiten als editierbares Word-Dokument – für eigene Anpassungen - Über 550 vorbereitete Eingabefelder: Fehlzeiten, Rückkehrplan, Gesprächsprotokolle, Verlauf - Kopiervorlagen V1–V10, drei Legematerialien mit Kartenseiten und drei Seiten für das Kind selbst ▶ INHALT 1. Die drei Formen: Schulangst, Schulphobie (Trennungsangst), Schulschwänzen – und warum die Unterscheidung darüber entscheidet, ob Verbindlichkeit hilft oder schadet 2. Der Vermeidungsmechanismus und der Zeitfaktor: was einzelne Tage, was ein Monat bedeutet 3. Stufenmodell mit klaren Auslösekriterien – vom dritten Fehltag bis zur Beteiligung des Jugendamts 4. Fehlzeitenerfassung mit Muster-Analyse und Kontaktprotokoll (Grundlage für jeden formalen Schritt) 5. Der Rückkehrplan in kleinen Stufen – und warum der erste Schritt zweimal halbiert gehört 6. Das Gespräch mit dem Kind, das nicht nach dem Grund fragt 7. Elterngespräch: wie der Morgen zu Hause tatsächlich abläuft, Minute für Minute 8. Den Morgen in der Schule organisieren: eine Person, ein Ort, eine Aufgabe 9. Anforderungen in der Übergangszeit – warum versäumter Stoff nicht nachgeholt wird 10. Runder Tisch, wann externe Hilfe nötig ist (grün, gelb, rot), Verlaufsdokumentation 11. Fördermaßnahmen-Katalog zum Ankreuzen und SMARTe Ziele ▶ FÜR WEN Für den Mobilen Sonderpädagogischen Dienst (MSD) und alle regionalen Entsprechungen: Sonderpädagogischer Dienst, Mobiler Dienst, Beratungs- und Förderzentrum (BFZ), Förder- und Beratungszentrum, Ambulanter Sonderpädagogischer Dienst, Inklusionsberatung, Gemeinsames Lernen, Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik (ZIS), Schulische Heilpädagogik. Ebenso für Klassenlehrkräfte, Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeit und Schulleitungen. ▶ FACHLICHER STAND Eine eigene AWMF-Leitlinie zum Schulabsentismus liegt nicht vor. Maßgeblich sind die Handreichungen und Stufenkonzepte der Länder sowie die Leitlinien zu den zugrunde liegenden Angststörungen. Klassifikation nach ICD-11: 6B05 Trennungsangststörung, 6B04 Soziale Angststörung, 6B03 Spezifische Phobie. ▶ HINWEIS Das Heft ersetzt keine Diagnostik und keine Therapie. Schulpflicht, Attestpflicht, Fristen und Verfahren regelt ausschließlich das jeweilige Landesrecht; das Heft weist an den entsprechenden Stellen ausdrücklich darauf hin. © Der Inklusionscoach
▶ AUCH BEKANNT ALS – die Begriffe im deutschsprachigen Raum
Mobiler Sonderpädagogischer Dienst (MSD, Bayern) · Sonderpädagogischer Dienst (Baden-Württemberg) · Mobiler Dienst (Niedersachsen) · Beratungs- und Förderzentrum BFZ und inklusive Beschulung (Hessen) · Gemeinsames Lernen und sonderpädagogische Unterstützung (Nordrhein-Westfalen) · Förder- und Beratungszentrum FBZ (Rheinland-Pfalz) · Regionales Bildungs- und Beratungszentrum ReBBZ (Hamburg) · SIBUZ (Berlin) · Diagnostischer Dienst (Mecklenburg-Vorpommern) · Mobiler Sonderpädagogischer Diagnostischer Dienst MSDD (Sachsen-Anhalt) · Inklusiver Unterricht, sonderpädagogischer Förderbedarf SPF und Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik ZIS (Österreich) · Schulische Heilpädagogik SHP, Integrative Förderung IF und sonderpädagogische Massnahmen (Schweiz). Die Vorlagen sind bundesland- und kantonsunabhängig nutzbar; rechtliche Hinweise beziehen sich auf Bayern – bitte die Fassung prüfen, die für dich gilt.
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