eduki Qualität
50 Seiten
6 Materialien






Dieses große Materialpaket enthält zehn vollständig ausgearbeitete Deutsch-Klausuren für die Qualifikationsphase zum Inhaltsfeld Sprache und Macht. Die Klausuren decken den Zeitraum von 1916 bis 1934 ab und zeigen anhand zentraler historischer Dokumente, wie Sprache politische Wirklichkeit gestaltet, Pflichten begründet, Gemeinschaft erzeugt, Verantwortung verschiebt und Herrschaft legitimiert.
Die Materialien behandeln unterschiedliche Textsorten und Kommunikationssituationen: Gesetze, Verordnungen, politische Aufrufe, Reden, Verträge, Erlasse und propagandistische Thesen. Analysiert werden unter anderem politische Rhetorik, Rechtssprache, diplomatische Sprache, Propaganda, Sprachlenkung, Zensur, Euphemismen, Metaphern, Passivkonstruktionen, performative Sprachhandlungen und Strategien der Deutungsmacht.
Alle Klausuren entsprechen der Aufgabenart IV und verbinden die Analyse eines Sachtextes mit einem weiterführenden materialgestützten Schreibauftrag. Durch die unterschiedlichen Bearbeitungszeiten und thematischen Schwerpunkte eignet sich das Paket flexibel für Q1 und Q2 sowie für die langfristige Klausurplanung im Inhaltsfeld Sprache.
Kompetenzorientierte Deutsch-Klausur zur sprachlichen Inszenierung politischer Legitimation. Die Schülerinnen und Schüler analysieren das Gesetz über das Staatsoberhaupt und den zugehörigen Erlass von 1934. Untersucht werden performative Rechtsformeln, Euphemismen, demokratisch klingende Legitimationsformeln, gespielte Bescheidenheit und die sprachliche Inszenierung einer Volksabstimmung. Die Erörterung fragt, ob Zustimmung tatsächliche Legitimität erzeugt oder die Aufhebung demokratischer Strukturen verschleiert. Aufgabenart IV, 180 Minuten und 100 Bewertungseinheiten.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Materialgestützte Klausur zur Sprache diplomatischer Verträge. Die Lernenden analysieren das Reichskonkordat von 1933 und untersuchen Symmetrieformeln, positiv besetzte Wortfelder, performative Rechtssetzung und den Treueid als Sprechakt. In der abschließenden Erörterung beurteilen sie, ob die Vertragssprache der Kirche Schutz verschafft oder das nationalsozialistische Regime legitimiert und politische Handlungsmöglichkeiten begrenzt. Aufgabenart IV, 135 Minuten und 100 Bewertungseinheiten.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Anspruchsvolle Deutsch-Klausur zur sprachlichen Legitimation politischer Macht. Die Lernenden analysieren das Ermächtigungsgesetz hinsichtlich Inhalt, Aufbau und sprachlich-rhetorischer Gestaltung. Im Fokus stehen Nominalstil, Passiv, Modalverben, performative Rechtsformeln und scheinbare Selbstbeschränkungen. Die abschließende Erörterung fragt, ob die nüchterne Sprache des Rechts politische Herrschaft legitimiert oder ihre tatsächliche Tragweite verschleiert. Aufgabenart IV, 180 Minuten und 100 Bewertungseinheiten.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Materialgestützte Deutsch-Klausur zur Rechtssprache im politischen Ausnahmezustand. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Reichstagsbrandverordnung von 1933 und untersuchen unter anderem die Begriffe „Schutz“ und „Abwehr“, zeitliche Relativierungen, unpersönliches Passiv, Aufzählungen und Paragraphenstruktur. Abschließend erörtern sie, ob die Sprache des Ausnahmezustands dem Schutz der Ordnung dient oder autoritäre Herrschaft verschleiert. Aufgabenart IV, 180 Minuten und 100 Bewertungseinheiten.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
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