Die Methode „vermischte Kopfübungen“ Bei dieser Methode werden eine bestimmte Anzahl von Aufgaben aus früheren Themen und Klassenstufen den Lernenden zur Bearbeitung gegeben, die in einer bestimmten Zeit zu rechnen sind. Die Aufgaben sind unabhängig und können nach beliebiger Reihenfolge gelöst werden. Die folgenden Leidideen nach Bruder helfen die Methode „vermischte Kopfübungen“ richtig im Unterricht anzuwenden (vgl. Bruder/Leuders/Büchter 2012, S. 70f).
Die „vermischten Kopfübungen“, sollen möglichst einmal pro Woche an einem bestimmten Wochentag zu Stundenbeginn durchgeführt werden. Die dafür vorgegebeneZeit liegt bei etwa zehn Minuten. Bei höheren Klassenstufen kann ein vierzehntäglicher Rhythmus gewählt werden. Es werden maximal zehn Aufgaben zur eigenständigen Bearbeitung gestellt. Die richtigen sowie falschen Ergebnisse der Kopfübungen sollen mit dem Ziel, einen Überblick über den Leistungsstand zu bekommen, festgehalten werden. Um langfristige Verbesserungen zu erreichen, sollen den Lernenden individuelle Lernangebote zum Üben bereitgestellt werden. Dies können Arbeitsblätter, Lernsoftware oder sonstige Internetlernangebote sein. Damit die Lernenden ihre Ergebnisse mit der richtigen Lösung vergleichen können, gibt es die Möglichkeit die Ergebnisse auf eine Overhead-Folie oder an die Tafel zu schreiben bzw. im Lehrer-Schüler-Gespräch die Lösung zu besprechen. Nach dem Vergleich der Lösungen empfiehlt sich eine kurze Abfrage, bei welcher Aufgabe Schwierigkeiten auftraten. Diese sollten dann noch einmal für alle an der Tafel erläutert werden. Die Kopfübungen sollen nicht benotet werden, sondern als ein Diagnoseinstrument benutzt werden. Damit die Lernenden durch das Nichtbenoten nicht das Interesse verlieren, empfiehlt sich am Ende eines Schulhalbjahres einen sogenannten Mathe-Führerschein zu schreiben. Ein Test, der alle Begriffe, Verfahren und Zusammenhänge aller geschrieben Kopfübungen beinhaltet und mindestens 30 Minuten dauert.
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