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Immer wieder wird "bibeltreu" argumentiert, Gott habe den Menschen als Mann und Frau geschaffen und damit sei klar, dass es auch nur zwei Geschlechter geben könne. Auch sei Homosexualität absolut gegen Gottes Willen, denn es stehe doch in der Bibel, dass es ein Gräuel sei, wenn ein Mann bei einem Mann liege.
Wie soll man in dieser Frage theologisch urteilen? Die Erklärung, das stehe nun einmal in der Bibel, überzeugt die einen nicht, und die Position, man müsse das heute anders beurteilen, die anderen nicht.
Diese Unterrichtsreihe nimmt diejenigen, für die die Bibel eine verbindliche Lebensnorm und -orientierung darstellt ernst und will zugleich vermitteln, dass die Bibeltexte, die immer wieder zur Begründung einer Ablehnung von Homo- und Transsexualität herangezogen werden, bei genauerer Untersuchung nicht das aussagen, was sie, oberflächlich betrachtet, zu bekunden scheinen.
Anhand eines Comics zum Einstieg in die Unterrichtsreihe wird eine Lernsituation kreiert, die die Schülerinnen und Schüler mit dem Konflikt konfrontiert, dass öffentliche Symbole der Toleranz gegenüber Homo- und Transsexuellen auf Ablehnung durch gläubige Mitschüler:innen stoßen können, was zu Unfrieden innerhalb der Schulgemeinschaft führen könnte.
Mit Blick auf diesen Konflikt sollen die Schülerinnen und Schüler herausfinden, ob die Bibel Homo- und Transsexualität tatsächlich ablehnt, um zum Abschluss der Unterrichtsreihe einen offenen Brief an die Schülerschaft (des Comics) zu schreiben, in dem Sie unter Heranziehung ihres neu erworbenen Wissens eine Lösung für den Konflikt formulieren.
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