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Mit Hilfe dieses Materials lässt sich eine Simulation gestalten, welche die unterschiedlichen Interessenlagen vor dem Ersten Weltkrieg der fünf Großmächte ("Pentarchie") deutlich werden lässt und eine Abschlussdiskussion darüber zulässt, wer letztendlich Kriegsverursacher gewesen ist.
Einschränkend sollte man darauf hinweisen, dass es sich bei einer differenzierten Sichtweise sicherlichherauskristallisieren dürfte, dass alle beteiligten Mächte ein gewisses Interesse am Kriegsausbruch hatten, was den Weg in den Krieg entweder erleichterte oder sogar forcierte (siehe z.B. C. Clarks "Schlafwandler").
Das Material ist vielfältig einsetzbar; es kann zunächst zur Lernvorbereitung bzw. Zusammenfassung vor einer Klausur oder dem Abitur reingegeben werden.
Es ist allerdings so angelegt, dass sich eine Simulation durchführen lässt: Schülerinnen und Schüler arbeitenin Gruppen die Interessenlage einer Großmacht vor dem Krieg heraus und müssen in der anschließenden Simulationsphase die eigene Großmacht verteidigen und gleichzeitig aus ihrer Sicht heraus die Kriegsschuld an eine andere Großmacht weitergeben.
Abschließend soll in einer sammelnden Diskussion geklärt werden, welche Macht den Krieg schlussendlich hauptsächlich auslöste bzw., dass alle Mächte ein Interesse am Kriegsausbruch hatten.
Eine solche Simulation im Geschichtsunterricht birgt gewisse Risiken und der Wert der Methode hängt stark von den Vorkenntnissen der SuS ab; die beiligende Zeitleiste kann eine intensive Vorbereitung in den vorhergehenden Stunden nicht ersetzen. Eine Unterrichtsreihe, die auf diese Simulation zuläuft, wäre ideal und wichtig, um eindimensionale, undifferenzierte oder gar revisionistische Ergebnisse und Urteile zu verhindern. Auch unterschiedliche Historikerurteile sollten im Vorhinein - oder als Abschluss - angeboten werden, die man dann möglicherweise ebenso differenzieren könnte; so fällt bei dem o.g. C. Clark beispielsweise auf, dass er die Verantwortung stark bei England sieht und die deutsche Schuld möglicherweise sogar herunterspielt.
Auch diese Position kann durch gut vorbereitete SuS mit Hilfe dieser Simulation differenziert beurteilt werden.
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