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Diese Unterrichtsreihe baut auf den bisher erworbenen Grundkenntnissen aus dem Lernzielbereich „Argumentieren“ auf. Im Zentrum der Reihe stehen Texte, deren Autoren zu einem Vorfall, einem Ereignis, einem Sachverhalt Stellung nehmen, ihre Meinung äußern, um letztlich ihre Leser zu einer Verhaltens- oder Ansichtsänderung bzw. einer Beibehaltung im Sinne der Autoren zu bewegen. Die Autoren solcher Texte unterstreichen häufig ihre Glaubwürdigkeit und vor allem die Gültigkeit ihrer Argumentation dadurch, dass sie sich auf andere, die ähnlich denken wie sie, beziehen. Es ist auch durchaus möglich, dass sie auch ihre „Gegner“ zu Wort kommen lassen, allerdings nur, um sich von ihren Vorstellungen zu distanzieren; hier nämlich besteht die Möglichkeit, gerade durch den Kontrast zur anderen Meinung die eigene zu profilieren. Der gezielte Einsatz von Zitaten in den eigenen Argumentationstext ist das „Neue“ in dieser Unterrichtsreihe.
Bei der Behandlung von Zeitungsnachrichten (siehe Unterrichtsreihe Kl. 8) sind die Schüler schon mit Grundfunktionen des Zitierens konfrontiert worden. Sie haben erfahren, dass Verfasser von Nachrichtentexten die Quelle ihrer Informationen aus Gründen der Lauterkeit angeben, Zitate als Beleg ihrer eigenen Feststellungen anführen oder sich von Gehörtem, Geschehenem, Erfahrenem distanzieren (Gerade im letzten Fall kommt dem Konjunktiv eine besondere Bedeutung zu). Diese Reihe soll bisher Erarbeitetes festigen, ausbauen und auch systematisieren.
Dieser Themenbereich bietet ein umfassendes Materialpaket, das aufeinander aufbauende Kapitel rund um das Thema "Argumentieren" für die Klassenstufen 7 bis 10 liefert.
Klassenstufen: 7-10. Klasse
In dem Klassenstufenprogramm für die Klasse 10 sind folgende Schwerpunkte enthalten: Berichten V: Präsentieren von eigenen Untersuchungsergebnissen: Diese Unterrichtsreihe unterscheidet sich von der in Klasse 9 hauptsächlich darin, dass auf „klärendes Informationsmaterial“ hier verzichtet wird und die Schüler*innen selbst Untersuchungen anstellen müssen, um dann die Ergebnisse ihrer Untersuchungen einer Zuhörer- oder Leserschaft zu übermitteln. Textanalyse: In dieser Unterrichtsreihe nähern sich die Schüler*innen einem Text mit „erschließenden“ Fragen und ermitteln die Absichten der Verfasser. Es spricht nichts dagegen, neben der Analyse von literarischen Texten, Textabschnitten (Romananfängen) auch Texte aus dem expositorischen Bereich (z.B. Konsumentenwerbung) zum Gegenstand einer Analyse – auch in Form einer Klassenarbeit – zu machen. Argumentieren IV: In dieser Unterrichtsreihe bilden die Schüler*innen ihre Argumentationsfähigkeit weiter aus, indem sie nun gezielt Zitate in ihren Ausführungen einsetzen. Freie Themen: Nachdem die Schüler*innen sich über Jahre hin ein Repertoire an Formen, in denen Sachverhalte behandelt werden können, angeeignet haben, sollten sie hier die Gelegenheit erhalten, einmal frei darüber zu verfügen. Vorgegeben werden einige Themenbereiche zur Wahl. Fabeln IV: In Klasse 10 soll die Auseinandersetzung mit Fabeln/parabolischen Texten nun einen Abschluss finden. Ein ganz besonderer Wert wird darauf gelegt, die Schüler*innen darauf aufmerksam zu machen, dass parabolische Texte die vielschichtige Wirklichkeit deutlicher begreifbar und beurteilbarer machen (wollen). Szenisch-dialogische Texte IV (B.Brecht: Der Augsburger Kreidekreis): Ein wesentliches Ziel dieser Unterrichtsreihe ist es, mit den Schüler*innen die Kalendergeschichte „Der Augsburger Kreidekreis“ in ein szenisches Spiel umzusetzen. Bevor die Erzählung selbst und ihre szenische Ausgestaltung zum Mittelpunkt des Unterrichtes werden, wird zunächst versucht, über die Behandlung einiger ausgewählter Gedichte und über die Erarbeitung einer Kurzbiographie eine Annäherung an Brecht zu erreichen.
Klassenstufen: 10. Klasse
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