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Das Verfassen und Weitergeben von Anleitungs- und Regeltexten wird hier dem Lernzielbereich „Informieren“ zugeordnet; die übermittelten Angaben dienen nämlich fast ausnahmslos dazu, den Adressaten zum Nachvollzug einer Tätigkeit zu befähigen. Allerdings darf nicht übersehen werden, dass gerade diese Texte oft auch noch Empfehlungscharakter haben. Dadurch rücken sie deutlicher als andere Informationstexte in die Nähe appellierender Texte. Je stärker die „Empfehlungen“ werden (sie können sich u.a. in Form von Aufforderungen, Ratschlägen, Vorschriften oder Warnungen artikulieren), desto deutlicher wird der Bezug zu appellierenden Texten, so dass häufig auch von Mischformen zwischen den beiden Lernzielbereichen gesprochen werden kann.
Das Verfassen und das Verstehen von Spielanleitungen stellt grundsätzlich recht hohe Anforderungen an das Sprachvermögen seiner Verfasser bzw. seiner Leser, auch an das der Erwachsenen. Kinder im Grundschulalter z.B. sind keineswegs überfordert, wenn sie „Mensch ärgere dich nicht“ spielen. Ihre Spiel- und Verstehensfähgikeit haben sie allerdings selten über die Lektüre der entsprechenden Spielanleitungen erworben; meist haben Eltern oder ältere Geschwister sie mit dem Regelwerk vertraut gemacht, haben es sich mit ihnen erspielt. An die Grenzen ihrer Sprachfähigkeit geraten sie aber, wenn sie selbst das Regelwerk dieses Spiels so erklären sollen, dass andere es auch spielend anwenden können.
Immer wieder offenbart sich bei der Lektüre von Spielanleitungen zumindest eine Vorstellung von den Schwierigkeiten, die Erwachsene hatten, als sie sie verfassten. Sie nämlich, die Erwachsenen, sind durchweg die Verfasser der Regelwerke, nicht aber die Kinder oder Schüler. Wenn Schüler nun diese schwere Aufgabe übernehmen sollen, benötigen sie für deren Bewältigung deutliche Hilfen.
In dem Klassenstufenprogramm für die Klasse 6 sind folgende Schwerpunkte enthalten: Berichten I: Bei informierenden Texten sollte zwischen Texten der unmittelbaren und mittelbaren Information unterschieden werden. Erst dann, wenn über Distanzierungsmöglichkeiten bewusst verfügt werden kann (bes. Konjunktiv), sollten Texte der mittalbaren Information behandelt werden (etwa ab Klasse 8): Hiernun sollte über vom Autor selbst Erlebtes, Geschehenes, Beobachtetes berichtet werden. Exzerpieren II: Auch in Klasse 6 ist eine Klassenarbeit mit dem auf Erschließungs- und Übermittlungstechniken liegenden Schwerpunkt noch nicht erforderlich. Allerdings sollte auf die Durchführung einer Unterrichtsreihe „Exzerpieren“ nicht verzichtet werden. Fähigkeiten im Herauslösen und Weitergeben von Informationen sind auch in anderen Fächern durchaus erwünscht. Spielanleitung: In dieser Unterrichtsreihe sollen die Schüler*innen Anleitungs- und Regeltexte verfassen. Das Verfassen von Spielanleitungen stellt meist recht hohe Anforderungen an das Sprachvermögen der Verfasser. Daher sollten nur recht „einfache“ Spiele ausgewählt werden. Appellieren II: Aufbauend auf den Erkenntnissen in Klasse 5 (Einladungsschreiben für Gleichaltrige) können jetzt die Anforderungen erhöht werden, und zwar durch eine Veränderung der Einladungssituation (Anlass und Adressaten). Weitererzählen II: Der Schwerpunkt dieser Erzählsequenz liegt auf der Förderung der Fähigkeit, die geforderten Vorgaben wirkungsvoll in die eigene Erzählung einzubinden. Bildergeschichten II: Aufbauend auf den in Klasse 5 erworbenen Grundfähigkeiten im Lernzielbereich „Erzählen“, kann in dieser Unterrichtsreihe ein deutlicher Schwerpunkt auf der Behandlung von Erzählungen liegen, die zwei parallel zueinander verlaufende Handlungsstränge aufweisen. Szenisch-dialogische Texte I: In Klasse 5 und 6 sollten oft die Gelegenheiten genutzt werden, die Schüler*innen Rollen spielen zu lassen. Die nachfolgend dargestellte Unterrichtsreihe zeigt einen möglichen Weg, wie auch schon ausführlicher und auch zielstrebiger gearbeitet werden kann. Regelsystem: In Klasse 6 sollte der Grammatikstoff von Klasse 5 wiederholt werden. Darüber hinaus sollten die „vollendeten Zeiten“ behandelt werden. Bei einer solchen Schwerpunktsetzung werden die Grundlagen für die Behandlung von Satzgliedern und auch Aktiv- und Passivformen in Folgeklassen geschaffen.
Klassenstufen: 6. Klasse
Dieser Themenbereich bietet ein umfassendes Materialpaket, das aufeinander aufbauende Kapitel rund um das Thema "Informieren" für die Klassenstufen 5 bis 10 liefert.
Klassenstufen: 5-10. Klasse
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