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Stundenentwürfe - Berichten I - Klasse 6 (Digitale Unterrichtsreihe Deutsch) - Dieter Volk - Deutsch Unterrichtsreihen - Deckblatt
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Beschreibung

Der “Bericht“ als Stilform oder weitgehend genormte Textsorte existiert eigentlich nicht. Meist ist es so, dass der Lehrer mit seiner Lerngruppe (und gestützt auf die Aussagen eines Sprachbuches) vereinbart, wie denn ein Bericht auszusehen hätte. Auf der Basis solcher Vereinbarungen gibt es dann eben berichtende Texte als Nachrichtentexte, Tatsachenberichte, Erlebnisberichte, Zeitungsberichte, Reiseberichte usw. Berichtet oder informiert wird über Geschehenes, Erlebtes, Beobachtetes, Gesehenes. Die Informationstexte stehen in deutlicher Abhängigkeit zu den Kommunikationssituationen, aus denen heraus sie entstanden sind: So kann der „Bericht“ über eine Reise neben den wichtigen Angaben über ihren Verlauf durchaus (vom Adressaten gewünscht) auch emotionale Elemente enthalten, die die Stimmungslage ihres Verfassers widerspiegeln; ebenso kann ein „Bericht“ über ein Geschehen sich auf die Wiedergabe von Fakten beschränken und auf jegliches „Beiwerk“ verzichten. 

Ziel des Berichtens/Informierens ist es, Informationen zu übermitteln, damit der Empfänger dieser Informationen sich ein Bild von der berichteten Realität machen kann. Kongruenz von dem durch den Text vermittelten Bild mit der Realität ist dabei besonders erstrebenswert. Eine völlige Übereinstimmung ist jedoch wohl kaum zu erzielen. Vieles ist schon erreicht, wenn der Text das Bemühen um ausreichend ausführliche (vielleicht auch neutrale/ tendenzlose) Informationsübermittlung sichtbar werden lässt. Durch seine vornehmliche Absicht, den Empfänger zu informieren, unterscheidet sich der informierende Text von allen anderen nichtfiktionalen Texten:

In allen nichtfiktionalen Texten sind Informationen enthalten, und zwar in recht unterschiedlicher Dichte; auch ein appellierender Text kann z.B. auf Informationen nicht verzichten, doch sein Hauptziel ist es nicht, den Adressaten zu informieren, sondern ihn zu beeinflussen. Der Schwerpunkt aber eines berichtenden Textes liegt deutlich auf der Übermittlung von Informationen.

Bei informierenden Texten sollte zwischen unmittelbaren und mittelbaren Informationstexten unterschieden werden:

Bei den unmittelbaren Informationstexten war ihr Verfasser der unmittelbar Erlebende von Ereignissen oder auch ihr direkter Zeuge. Er informiert also über selbst Erlebtes, Geschehenes, über eigene Erfahrungen. Er berichtet (wie auch bei den mittelbaren Informationstexten) meist auf eine Anforderung hin, muss also auch den Erwartungen sowohl seines Auftraggebers als auch seines Adressaten (evtl. identisch) gerecht werden. Ob sein Informationstext über das von ihm selbst Gesehene oder Erlebte die zuvor erwähnte Kongruenz aufweist, ist vom Empfänger des Textes nur schwer nachzuprüfen.

Bei den mittelbaren Informationstexten dagegen gibt der Verfasser hauptsächlich Informationen weiter. Er informiert seinen Adressaten über Geschehen, Handlungen oder Erlebnisse, über die andere ihn in Kenntnis gesetzt haben. Die Qualität seines Textes ist daran zu messen (vor allem: Sie kann daran gemessen werden!), wie exakt, tendenzlos und unverfälscht er erhaltene Informationen weiterzuleiten versteht, damit sein Adressat sich unbeeinflusst ein eigenes Bild vom Ereignis/ Ablauf machen kann. Die hier notwendige distanzierte, „neutrale“ Weitergabe von Erfahrenem stellt recht hohe Anforderungen an den Verfasser solcher Texte. Die Beschäftigung mit solchen mittelbaren (sich distanzierenden) Informationstexten sollte daher erst ab Klasse 8 erfolgen; erfahrungsgemäß können Schüler erst zu diesem Zeitpunkt bewusst über Distanzierungsmöglichkeiten (Konjunktiv/ Aktiv – Passiv u.a.) verfügen.

In der Unterrichtsreihe „Wegbeschreibung“ in Klasse 5 haben die Schüler bereits Wesentliches über das Herstellen informierender Texte erfahren. Besonders wichtig ist, dass sie gelernt haben, sich die Erwartungen der Adressaten ihrer Texte zu erschließen und vor allem ihnen auch in ihrem Text gerecht zu werden.

Ein Novum in dieser Unterrichtsreihe ist es nun, dass hier über bereits Geschehenes berichtet wird und dass ein solches Berichten die Funktion hat, den Adressaten über das Geschehen so in Kenntnis zu setzen, wie es sich (nach den Beobachtungen des Textautors) auch ereignet hat. 

Berichten I - Klasse 6 (Digitale Unterrichtsreihe Deutsch)

9,99 €
Produktdetails
  • Klassenstufe:
    6. Klasse
  • Umfang:
    42 Seiten
  • Materialtyp:
    Stundenentwürfe, Unterrichtsreihen, Arbeitsblätter, Lehrpläne/Lehrermaterial, Prüfungsvorbereitung
  • Format:
    PDF

In folgenden Paketen enthalten

4 Materialien

Unterrichtsreihe Deutsch Klassenstufenprogramm 6

In dem Klassenstufenprogramm für die Klasse 6 sind folgende Schwerpunkte enthalten: Berichten I: Bei informierenden Texten sollte zwischen Texten der unmittelbaren und mittelbaren Information unterschieden werden. Erst dann, wenn über Distanzierungsmöglichkeiten bewusst verfügt werden kann (bes. Konjunktiv), sollten Texte der mittalbaren Information behandelt werden (etwa ab Klasse 8): Hiernun sollte über vom Autor selbst Erlebtes, Geschehenes, Beobachtetes berichtet werden. Exzerpieren II: Auch in Klasse 6 ist eine Klassenarbeit mit dem auf Erschließungs- und Übermittlungstechniken liegenden Schwerpunkt noch nicht erforderlich. Allerdings sollte auf die Durchführung einer Unterrichtsreihe „Exzerpieren“ nicht verzichtet werden. Fähigkeiten im Herauslösen und Weitergeben von Informationen sind auch in anderen Fächern durchaus erwünscht. Spielanleitung: In dieser Unterrichtsreihe sollen die Schüler*innen Anleitungs- und Regeltexte verfassen. Das Verfassen von Spielanleitungen stellt meist recht hohe Anforderungen an das Sprachvermögen der Verfasser. Daher sollten nur recht „einfache“ Spiele ausgewählt werden. Appellieren II: Aufbauend auf den Erkenntnissen in Klasse 5 (Einladungsschreiben für Gleichaltrige) können jetzt die Anforderungen erhöht werden, und zwar durch eine Veränderung der Einladungssituation (Anlass und Adressaten). Weitererzählen II: Der Schwerpunkt dieser Erzählsequenz liegt auf der Förderung der Fähigkeit, die geforderten Vorgaben wirkungsvoll in die eigene Erzählung einzubinden. Bildergeschichten II: Aufbauend auf den in Klasse 5 erworbenen Grundfähigkeiten im Lernzielbereich „Erzählen“, kann in dieser Unterrichtsreihe ein deutlicher Schwerpunkt auf der Behandlung von Erzählungen liegen, die zwei parallel zueinander verlaufende Handlungsstränge aufweisen. Szenisch-dialogische Texte I: In Klasse 5 und 6 sollten oft die Gelegenheiten genutzt werden, die Schüler*innen Rollen spielen zu lassen. Die nachfolgend dargestellte Unterrichtsreihe zeigt einen möglichen Weg, wie auch schon ausführlicher und auch zielstrebiger gearbeitet werden kann. Regelsystem: In Klasse 6 sollte der Grammatikstoff von Klasse 5 wiederholt werden. Darüber hinaus sollten die „vollendeten Zeiten“ behandelt werden. Bei einer solchen Schwerpunktsetzung werden die Grundlagen für die Behandlung von Satzgliedern und auch Aktiv- und Passivformen in Folgeklassen geschaffen.

Klassenstufen: 6. Klasse

Deutsch
39,99 €
7 Materialien

Themenbereich "Informieren" Klassenstufe 5 bis 10

Dieser Themenbereich bietet ein umfassendes Materialpaket, das aufeinander aufbauende Kapitel rund um das Thema "Informieren" für die Klassenstufen 5 bis 10 liefert.    

Klassenstufen: 5-10. Klasse

Deutsch
69,99 €

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