Nicht noch ein Arbeitsblatt – warum digitale Lernspiele im Grundschulalltag eine gute Ergänzung sein können

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Ja, genau. Du willst keinen Artikel über ein bestimmtes Spiel, sondern einen allgemeinen Eduki-Blogartikel darüber, warum digitale Lernspiele im Grundschulalltag sinnvoll sein können, ohne daraus „Digitalisierung ist die Lösung für alles“ zu machen. Und am Ende können wir ganz natürlich sagen, dass du inzwischen selbst verschiedene interaktive Spiele entwickelt hast und man sie bei deinen Materialien findet.

Ich würde ihn bewusst etwas persönlicher aus deiner Perspektive schreiben und wieder mit längeren, natürlichen Absätzen – nicht dieses typische KI-Satz-Absatz-Satz-Absatz. Als Titel fände ich gut:

Nicht noch ein Arbeitsblatt – warum digitale Lernspiele im Grundschulalltag eine gute Ergänzung sein können

Arbeitsblätter gehören zur Schule. Natürlich tun sie das. Kinder müssen schreiben, rechnen, markieren, etwas auf Papier festhalten und lernen, Aufgaben selbstständig zu bearbeiten. Trotzdem gibt es diese Momente, in denen man einem Kind das nächste Übungsblatt hinlegt und eigentlich schon vorher weiß: Besonders begeistert wird es davon jetzt nicht sein.

Vor allem dann nicht, wenn es genau diesen Inhalt schon zum fünften, zehnten oder zwanzigsten Mal übt.

Das erlebe ich gerade in der Förderung immer wieder. Manche Dinge brauchen einfach Wiederholung. Zahlzerlegungen werden nicht sicher, weil wir sie einmal besprochen haben. Das Einmaleins sitzt nicht nach einer Unterrichtsstunde und auch die Orientierung im Zahlenraum entwickelt sich nicht dadurch, dass ein Kind einmal einen Zahlenstrahl ausgefüllt hat. Gleichzeitig kann ich verstehen, dass die Motivation irgendwann nachlässt, wenn Üben immer gleich aussieht.

Genau an dieser Stelle finde ich digitale Lernspiele inzwischen ziemlich spannend.

Digital heißt nicht automatisch besser

Mir ist dabei wichtig, digitale Spiele nicht größer zu machen, als sie sind. Ein Kind braucht weiterhin Material zum Anfassen, Gespräche über Lösungswege, gemeinsames Lernen, Bewegung und natürlich auch Stift und Papier. Ein Tablet ersetzt keinen guten Unterricht und ein digitales Spiel löst auch keine Lernschwierigkeit.

Aber es kann eine weitere Übungsform sein.

Und manchmal macht genau diese Veränderung einen erstaunlichen Unterschied. Eine Aufgabe wie „Finde den Vorgänger von 47“ bleibt mathematisch dieselbe Aufgabe – egal, ob sie auf einem Arbeitsblatt steht oder die 47 plötzlich die Hausnummer eines kleinen Reihenhauses ist und das Kind herausfinden soll, wer nebenan wohnt.

Der Lerninhalt wird dadurch nicht leichter oder weniger wichtig. Aber der Zugang verändert sich.

Gerade Kinder, die bei klassischen Übungsformaten schnell aussteigen, lassen sich über spielerische Elemente manchmal noch einmal erreichen. Nicht, weil sie plötzlich vergessen, dass sie Mathematik üben. Sondern weil etwas passiert, nachdem sie eine Aufgabe gelöst haben. Ein Haus leuchtet auf, eine Figur bewegt sich weiter, ein Schatz wird gefunden oder eine neue Aufgabe erscheint.

Das ist keine pädagogische Zauberei. Es macht Wiederholung einfach ein bisschen abwechslungsreicher.

Besonders interessant finde ich digitale Spiele bei Inhalten, die viel Übung brauchen

Es gibt Lerninhalte, bei denen wir nicht darum herumkommen, dass Kinder viele Aufgaben bearbeiten müssen. Grundaufgaben im Zahlenraum bis 20, Zahlzerlegungen, Einmaleins, Division, Mengen erfassen, Zahlen vergleichen oder Vorgänger und Nachfolger bestimmen gehören für mich dazu.

Natürlich kann man daraus tolle Spiele mit Karten, Würfeln oder anderem Material machen. Das mache ich ebenfalls gerne. Aber auch das muss vorbereitet, ausgedruckt, ausgeschnitten, laminiert und anschließend wieder irgendwo verstaut werden. Und spätestens wenn die Hälfte der Karten verschwunden ist, weiß man wieder, warum ein digitales Spiel manchmal ziemlich angenehm sein kann.

Tablet auf, QR-Code scannen und loslegen hat im Schulalltag durchaus seinen Charme.

Vor allem in Freiarbeitsphasen, im Wochenplan, beim Stationenlernen oder in einer Fördergruppe kann so ein Spiel relativ selbstständig genutzt werden. Während ein Kind digital übt, kann ich mich beispielsweise intensiver mit einem anderen Kind beschäftigen. Und wenn verschiedene Schwierigkeitsstufen oder Zahlenräume angeboten werden, können Kinder sogar am gleichen Spiel arbeiten, obwohl sie fachlich gerade an unterschiedlichen Stellen stehen.

Auch am Smartboard kann daraus etwas anderes werden

Digitale Lernspiele müssen für mich übrigens nicht automatisch bedeuten: Jedes Kind sitzt allein vor einem Tablet.

Ich mag auch die Möglichkeit, ein Spiel an der digitalen Tafel gemeinsam zu nutzen. Dann wird plötzlich diskutiert: „Welche Zahl müsste da hin?“ – „Nein, ich glaube 69!“ – „Aber nach 68 kommt doch 69 und dann 70.“

Gerade wenn unterschiedliche Lösungswege besprochen werden sollen, kann daraus eine ganz andere Situation entstehen als beim alleinigen Spielen. Ein Kind bedient das Smartboard, andere überlegen mit, erklären oder begründen ihre Entscheidung.

Das hängt natürlich stark vom jeweiligen Spiel ab. Aber digitale Materialien können genauso gut Ausgangspunkt für gemeinsames Lernen sein wie für selbstständige Übungsphasen.

Was mir bei digitalen Spielen wichtig ist

Je mehr ich mich selbst damit beschäftige, desto klarer merke ich allerdings auch, was ich nicht möchte.

Ich möchte nicht erst zehn Minuten lang Accounts anlegen, Kinder anmelden oder Einstellungen vornehmen. Ich möchte keine fünf Menüs durchklicken, bevor überhaupt die erste Aufgabe erscheint. Und wenn ich ein digitales Material spontan in einer Förderstunde einsetzen möchte, will ich nicht feststellen, dass ich dafür erst irgendeine App installieren muss.

Im Schulalltag muss es für mich unkompliziert sein.

Deshalb finde ich die einfachste Variante meistens am angenehmsten: Link öffnen oder QR-Code scannen und das Spiel startet direkt im Browser. Wenn es dann noch auf Tablet, Laptop, Computer und Smartboard funktioniert, kann ich selbst entscheiden, wie ich es gerade einsetzen möchte.

Auch für die Kinder sollte die Bedienung möglichst schnell verständlich sein. Je weniger ich erklären muss, wie das Spiel funktioniert, desto mehr Zeit bleibt für das, worum es eigentlich geht.

Es geht nicht darum, analog gegen digital auszuspielen

Vielleicht ist das für mich inzwischen der wichtigste Punkt. Ich glaube nicht, dass wir uns entscheiden müssen.

Ein Kind kann eine Zahl mit Plättchen zerlegen, anschließend einige Aufgaben ins Heft schreiben und an einem anderen Tag dieselbe mathematische Idee in einem digitalen Spiel wiederfinden. Es kann mit einem Partner Karten spielen, am Smartboard eine Aufgabe lösen und später ein Arbeitsblatt bearbeiten.

Eigentlich finde ich genau diese Mischung interessant.

Denn Kinder lernen unterschiedlich – und selbst dasselbe Kind braucht nicht jeden Tag denselben Zugang. Manchmal ist konzentriertes Arbeiten mit Stift und Papier genau richtig. Manchmal hilft Material zum Anfassen. Und manchmal tut es gut, einen bekannten Lerninhalt noch einmal in einer Form zu üben, die sich ein bisschen weniger nach der nächsten Übungsseite anfühlt.

Deshalb entstehen bei Förderfreude inzwischen auch digitale Lernspiele

Aus genau diesem Gedanken habe ich angefangen, neben meinen klassischen Materialien auch interaktive Browser-Spiele für die Grundschule zu entwickeln. Inzwischen gibt es bei Förderfreude verschiedene Spiele rund um Mathematik – unter anderem zu Zahlen und Mengen, Plus und Minus, Zahlzerlegung, Zahlenstrahl und Stellenwert, Einmaleins, Division und Zahlennachbarschaften.

Mir ist dabei immer wichtig, dass sie möglichst unkompliziert im echten Schulalltag eingesetzt werden können. Deshalb funktionieren die Spiele direkt über einen Link oder QR-Code im Browser, ohne Anmeldung und ohne Installation, und können je nach Spiel am Tablet oder iPad, Laptop, Computer und Smartboard genutzt werden.

Sie sollen Arbeitsblätter, Anschauungsmaterial oder gemeinsames Lernen nicht ersetzen. Dafür sind sie auch gar nicht gedacht.

Sie sind einfach eine weitere Möglichkeit zu üben.

Und manchmal ist genau das, was man nach dem fünften Arbeitsblatt gerade gebrauchen kann. 😉

Meine digitalen Lernspiele und weitere Materialien für die Grundschule findest du direkt bei meinen Förderfreude-Materialien auf Eduki.

Tags: grundschule, mathematik, 1.klasse, digitale medien, spielerisch lernen, interaktives material, 2.klasse, 3.klasse, 4. klasse

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Autor SozPädFö - Förderfreude bietet 75 Materialien für Fachübergreifendes, Mathematik und 5 weitere Fächer an - zum Beispiel:

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