Das Thema „Wetterbeobachtung und passende Kleidung“ knüpft unmittelbar an die Lebenswelt von Kindern an und bietet zahlreiche Möglichkeiten, erste Erfahrungen mit dem Thema Klimawandel zu verbinden.
Jeden Morgen erleben Kinder das Wetter bewusst: Sie schauen aus dem Fenster, beobachten den Himmel, spüren die Temperatur oder bemerken Wind und Regen. Gemeinsam kann darüber gesprochen werden, wie das Wetter heute ist und welche Kleidung dafür geeignet ist. Dabei unterstützen Bildkarten die Kinder dabei, Wetterlagen und passende Kleidungsstücke miteinander zu verknüpfen. Auf den Karten können beispielsweise Sonne, Regen, Wind, Schnee oder bewölkter Himmel dargestellt sein. Ergänzend dazu zeigen weitere Karten Kleidungsstücke wie Sonnenhut, Regenjacke, Gummistiefel, Schal oder T-Shirt. Die Kinder ordnen die Karten einander zu und überlegen gemeinsam, welche Kleidung sie für den Tag benötigen. Dies fördert nicht nur ihre Selbstständigkeit, sondern auch ihre Beobachtungsfähigkeit und Sprachentwicklung. Interessierten Kindern können zu Wetterexperten ernannt werden. Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen die Wetterexperten dann bei der Aufgabe die Wetterstation mit den passenden Bildkarten zu bestücken.

Bildrechte liegen bei Flora Childrens Produkt
Im pädagogischen Alltag kann zudem thematisiert werden, dass sich das Wetter zunehmend verändert und manchmal schwer vorhersehbar ist. Die Kinder erleben beispielsweise sehr warme Tage im Frühjahr, milde Winter oder plötzliche Wetterumschwünge. Solche Erfahrungen bieten einen kindgerechten Einstieg in das Thema Klimawandel. Dabei geht es nicht darum, den Kindern Sorgen zu vermitteln, sondern sie für ihre Umwelt zu sensibilisieren und ihre Wahrnehmung zu stärken. Gemeinsam kann beobachtet werden, wie Pflanzen auf Hitze reagieren, warum an besonders sonnigen Tagen ein Sonnenhut wichtig ist oder weshalb bei Starkregen wetterfeste Kleidung benötigt wird. Zudem lassen sich einige Einrichtungen zertifizieren und machen bei Projekten mit, wie zum Beispiel:
Projekt SunPass (Berliner Krebsgesellschaft): Kostenfreies Projekt mit Infoveranstaltungen für Erzieher und Eltern, spielerischem Lernen für Kinder sowie einer anschließenden Zertifizierung als "Sonnenschutz-Kita".
Clever in Sonne und Schatten: Ein etabliertes Programm zur einfachen Integration des UV-Schutzes in den Kita-Alltag, um das Risiko von Hautkrebserkrankungen zu senken
Projekte zur Klimabildung: Träger können sich beispielsweise am Präventionsprogramm der Techniker Krankenkasse, den „Klimaspürnasen“, beteiligen.
Inspirationen und Praxisbeispiele bietet das Klima-Kita-Netzwerk
Durch die tägliche Wetterbeobachtung lernen die Kinder, Verantwortung für ihr eigenes Wohlbefinden zu übernehmen und Zusammenhänge zwischen Wetter, Kleidung und Gesundheit zu erkennen. Gleichzeitig entwickeln sie ein erstes Verständnis dafür, dass sich Umweltbedingungen verändern können und dass Menschen darauf reagieren müssen. Die Bildkarten bieten dabei eine wichtige Orientierungshilfe, da sie den Kindern auf anschauliche Weise ermöglichen, Wettererscheinungen zu erkennen, passende Entscheidungen zu treffen und ihr Wissen im gemeinsamen Austausch mit anderen Kindern zu erweitern. Eine Ecke im Zimmer oder ein Ort im Flur können Raum schaffen, sich diesem Thema zu widmen. So wird aus einer alltäglichen Situation ein ganzheitliches Bildungsangebot, das Naturerfahrung, Selbstständigkeit, Sprachförderung und erste Umweltbildung miteinander verbindet.

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