Powerwords im Praktikum – Warum kleine Worte einen großen Unterschied machen

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Ein Praktikum ist für viele Schülerinnen und Schüler ein wichtiger Schritt in Richtung Berufsleben. Neue Räume, unbekannte Menschen, andere Regeln und viele Erwartungen – all das kann schnell überfordern. Während manche Jugendlichen scheinbar selbstverständlich wissen, wie man sich in solchen Situationen sprachlich verhält, ist genau das für andere eine echte Herausforderung.

Denn Worte wie „Guten Morgen“, „Entschuldigung“, „Danke“ oder „Können Sie mir das bitte zeigen?“ wirken auf Erwachsene oft selbstverständlich. Für viele unserer Schülerinnen und Schüler sind sie es jedoch nicht.

Gerade junge Menschen mit Förderbedarf im Bereich Lernen, geistige Entwicklung oder sozial-emotionale Entwicklung brauchen häufig gezielte Unterstützung dabei, passende Formulierungen für Alltagssituationen zu finden und sicher anzuwenden. Im Praktikum reicht es eben nicht aus, nur fachliche Aufgaben zu bewältigen – auch die Kommunikation spielt eine zentrale Rolle.

Warum sind Alltagsworte so wichtig?

Mit kleinen, höflichen Formulierungen gelingt vieles leichter:

  • Ein freundlicher Start mit „Guten Morgen“

  • Wertschätzung zeigen mit „Danke“

  • Hilfe einfordern mit „Können Sie mir bitte helfen?“

  • Unsicherheit äußern mit „Ich bin noch unsicher.“

  • Verantwortung übernehmen mit „Ich habe einen Fehler gemacht.“

  • Interesse zeigen mit „Was kann ich als Nächstes tun?“

Diese sogenannten Powerwords stärken nicht nur die Kommunikation, sondern auch das Selbstbewusstsein der Jugendlichen. Wer passende Sätze parat hat, fühlt sich sicherer und traut sich eher, aktiv auf andere zuzugehen.

Sprachliche Hürden ernst nehmen

Viele Jugendliche scheitern im Praktikum nicht an der Arbeit selbst, sondern an unausgesprochenen sozialen Erwartungen. Wann begrüße ich jemanden? Wie frage ich nach Hilfe? Was sage ich, wenn ich etwas nicht verstanden habe?

Was für manche „selbstverständlich“ erscheint, muss für andere erst bewusst gelernt, geübt und immer wieder wiederholt werden.

Genau deshalb brauchen unsere Schülerinnen und Schüler keine Vorwürfe wie „Das musst du doch wissen!“, sondern konkrete Hilfen, Visualisierungen und echte Übungssituationen.

Mein Material: Powerwords im Praktikum

Aus diesem Grund habe ich ein Material entwickelt, das wichtige Redewendungen für Praktikumssituationen sichtbar und greifbar macht. Die Begriffe sind übersichtlich geordnet – zum Beispiel nach Begrüßung, Höflichkeit, Hilfe, alltäglichen Reaktionen oder Verabschiedung.

Die Kärtchen können flexibel eingesetzt werden:

  • im Klassenraum als Visualisierung

  • zur Vorbereitung auf das Praktikum

  • im Rollenspiel

  • als Gesprächsanlass

  • zur Wiederholung

  • oder als Erinnerung vor dem ersten Praktikumstag

Mein Fazit

Berufliche Teilhabe beginnt nicht erst bei Fachwissen oder perfekten Leistungen. Sie beginnt oft mit kleinen Worten zur richtigen Zeit.

Wenn wir Schülerinnen und Schülern diese Sprache an die Hand geben, schaffen wir mehr Sicherheit, mehr Selbstständigkeit und mehr Chancen auf gelingende Praktikumserfahrungen.

Denn manchmal verändert ein einfaches „Danke“ oder „Kann ich helfen?“ mehr, als wir denken.

Tags: praktikum, berufsvorbereitung, berufsorientierung, sprachforderung, kommunikation, sozialkompetenz, Förderchule, alltagskompetenz

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