Geschichte 1
"Milo kann nicht stillsitzen"
Milo das Äffchen sitzt auf seinem Platz im Klassenzimmer.
Eigentlich sitzt er dort. Sein Körper aber fühlt sich an wie ein kleiner Motor.
Seine Füße wackeln. Seine Hände trommeln leise auf den Tisch. Sein Schwanz kringelt sich hin und her.
Milo schaut zur Tafel. Dann zum Fenster. Dann hört er ein Stuhlrücken. Dann ein Husten. Dann ein Vogel draußen.
„Warum ist hier alles gleichzeitig?“, denkt Milo.
Er versucht, ganz still zu sein, ganz still aber das fühlt sich an, als würde er die Luft anhalten müssen. Da kommt Frau Eule, die Lehrerin, leise zu Milo.
Sie kniet sich zu ihm herunter und flüstert: „Milo, dein Körper hat heute viel Energie.“ Milo schaut sie überrascht an. „Ist das schlecht?“, fragt er leise. Frau Eule schüttelt den Kopf. „Nein. Dein Körper sagt dir nur etwas.“ Sie gibt Milo einen kleinen Stressball. „Du darfst ihn drücken. So kann dein Körper arbeiten, während dein Kopf zuhört.“ Milo drückt. Und atmet. Und merkt: Sein Körper darf sein, wie er ist.
Am Ende der Stunde denkt Milo: Vielleicht bin ich nicht zu unruhig. Vielleicht habe ich einfach viel Kraft.
Gesprächsimpulse • Wie fühlt sich Milos Körper an? • Kennst du das auch? • Was hilft dir, wenn du dich nicht still fühlen kannst?
Botschaft Bewegung ist kein Fehler. Manchmal ist sie eine Stärke.
Wenn du den Blog-Artikel magst dann klicke auf das Herz. Das hilft uns zu verstehen, welche Artikel besonders lesenswert sind.