Wie in allen Materialien der Reihe „Reflexion über Sprache“ werden Cartoons und satirische Texte als Einstieg bzw. zur Auflockerung der Sprachbetrachtung benutzt. Motivierende Sprachbetrachtung sollte nicht zu früh zu viel Wert legen auf seminarhafte Systematik und universitären Jargon, sondern grundsätzliche Einsichten über Sprache vermitteln, die in der Alltagssprache und in literarischen Texten auffindbar sind und zu deren Verständnis beitragen.
In der Einheit 4 geht es nicht in erster Linie um harmlose sprachliche „Unarten“ (vgl. Einheit 3), sondern um Fälle von sprachlicher Diskriminierung, Manipulation und verbrecherischer Demagogie.
Als Einstieg dient ein Cartoon mit zahlreichen Insassen in einem „Sprachknast“ , die sich über ihre (aus ihrer Sicht ungerechte) Bestrafung austauschen; ihre Vergehen haben einen erkennbar sehr unterschiedlichen Schweregrad...
Weitere Schritte sind:
- Übungen zum angemessenen Gebrauch von geschlechtsbezogenen Personenbezeichnungen
- ein kurzer Exkurs in das rhetorische Verhalten eines Fabrikanten (Dreißiger in Hauptmanns „Die Weber“, erster Akt) oder eines Automanagers... (Für eine ausführliche Situationsanalyse des ersten Aktes im Vergleich zum vierten Akt siehe Einheit 6).
- eine ausführliche sprachliche Analyse von Goebbels‘ Sportpalastrede, deren Gesamtaufbau eine zunehmende semantische Verdrehung von grundlegenden Wertvorstellungen anstrebt...
- eine abschließende Bewertung von „Sprachverbrechen“ anhand selbst erstellter und vorgegebener „Sprachgebote“.
Die Datei „Unterrichtsskizze...“ enthält Erläuterungen für Lehrerinnen und Lehrer zu Arbeitsaufträgen, Fachbegriffen und Sachzusammenhängen.
Auf eine Strukturierung in Form von Einzelstunden wird bewusst verzichtet. Die vorgeschlagene Reihenfolge der Arbeitsaufträge ermöglicht eine Stundengliederung je nach möglichem Arbeitstempo bzw. individuell vorgenommenen Vertiefungen.
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