Wie in allen Materialien der Reihe „Reflexion über Sprache“ werden Cartoons und satirische Texte als Einstieg bzw. zur Auflockerung der Sprachbetrachtung benutzt. Motivierende Sprachbetrachtung sollte nicht zu früh zu viel Wert legen auf seminarhafte Systematik und universitären Jargon, sondern grundsätzliche Einsichten über Sprache vermitteln, die in der Alltagssprache und in literarischen Texten auffindbar sind und zu deren Verständnis beitragen.
Zu Beginn der Einheit 1 wird so mit Hilfe eines Wimmel-Cartoons „DSDUS: Deutschland sucht den unmöglichsten Sprechakt“) ein eher intuitiver Begriff von `Sprechakt´ erarbeitet, es folgt die knappe Erarbeitung nur der wichtigsten Grundbegriffe.
Eine detaillierte Textanalyse zu einem Auszug aus dem naturalistischen Drama „Die Familie Selicke“ von Holz/Schlaf zeigt auf, wie
a) ein einfacher Sprechaktbegriff als methodischer Ansatz für das Verständnis eines Dramas dienen kann
b) die genauere Beschreibung von Sprechakten u.a. mit Hilfe einer Betrachtung von Modalwörtern und Interjektionen zu einer Charakterisierung milieubedingter Sprache beitragen kann.
Bei der interessanten, aber oft schwer zu fassenden Semantik von Modalwörtern (auch, schon, doch u.a.) werden grundlegende methodische Analyseverfahren erprobt.
Arbeitsaufträge skizzieren unter anderem ganz kurz, wie die Ergebnisse auch zur Reflexion eigenen Sprachgebrauchs dienen können.
Die Datei „Unterrichtsskizze...“ enthält Erläuterungen für Lehrerinnen und Lehrer zu Arbeitsaufträgen, Fachbegriffen und Sachzusammenhängen.
Auf eine Strukturierung in Form von Einzelstunden wird bewusst verzichtet. Die vorgeschlagene Reihenfolge der Arbeitsaufträge ermöglicht eine Stundengliederung je nach möglichem Arbeitstempo bzw. individuell vorgenommenen Vertiefungen.
Reflexion über Sprache - Teil 1: Sprechhandlungen, Sprechakte, Unmögliches und Alltägliches, Detailanalyse von Modaladverbien u.a.
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