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Gerechtigkeit im Islam: Doppelstunde mit Planspiel (Klasse 5/6)
Was ist gerecht, und wer entscheidet das? Diese komplett ausgearbeitete Doppelstunde (90 Minuten) verbindet islamische Gerechtigkeitsvorstellungen mit praktischer Demokratiebildung. Sie ist besonders für lernschwache und heterogene Gruppen geeignet: kurze Sätze, Wortspeicher, Satzanfänge und viel Handlung statt Textlast.
Das lernen die Kinder:
drei Bausteine islamischer Gerechtigkeit kennen: Al-ʿAdl (Gott ist gerecht), Zakat (Pflichtabgabe für Bedürftige) und Mizan (die Waage als Zeichen für Fairness)
in einer Gruppe fair entscheiden: Argumente austauschen, gleiche Redezeit einhalten, abstimmen, begründen
erkennen, dass eine Mehrheit nicht automatisch gerecht ist und dass Bedürfnisse und Minderheiten zählen
Methoden:
Gerecht-Linie: Die Kinder stellen sich zu den Schildern „gerecht“, „weiß nicht“ und „ungerecht“ und begründen ihre Position. Das ist ein bewegter Einstieg in alltagsnahe Situationen.
Lesetandem: Der Text wird in drei Bausteinen gelesen und zusammengefasst, danach folgt ein Arbeitsblatt mit Verbinden, Lückentext und Ankreuzen.
Planspiel „Rat der Klassenkasse“: In kleinen Räten mit festen Rollen (Moderation, Schriftführung, Zeitwächter:in, Waage-Wächter:in, Sprecher:in) verteilen die Kinder 40 € auf vier erfundene Wünsche, die zusammen 85 € kosten. Mit Fallkarten, Waage-Bogen, Redekarten (jedes Kind darf 1 Minute sprechen) und einer Abstimmung mit 3 Strichen pro Kind erleben sie ein faires Verfahren.
Auswertung im Plenum: Die Räte vergleichen ihre Beschlüsse. Impulsfragen zu „Mehrheit oder Bedarf?“ führen zurück zu Zakat, Al-ʿAdl und Mizan.
Dreifach differenzierte Sicherung: Arbeitsblatt B gibt es auf drei Niveaus (★ Ankreuzen und Lückensatz, ★★ ganze Sätze mit Hilfen, ★★★ eigene Stellungnahme).
Gerechtigkeits-Vertrag: Die Klasse wählt gemeinsam drei Regeln aus, stimmt ab und unterschreibt. Zum Schluss gibt es ein Daumenbarometer.
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