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Dieses Paket verbindet literarische Stadtbilder mit Fragen des urbanen Lebens. Fünf Klausuren für Deutsch Q2 bieten eine Gedichtanalyse zu Rilke, Gedichtvergleiche mit Gryphius und Storm, eine Erörterung zu Hessels Flaneur sowie materialgestütztes Schreiben zum Wohnen in der Großstadt. Die Zusammenstellung eignet sich für die Klausurvorbereitung und eröffnet unterschiedliche Zugänge zum Verhältnis von Mensch, Stadt und Gesellschaft.
Über 1000 Menschen in einem einzigen Haus: Walter Benjamin erzählt 1930 im Kinderfunk, wie Berlin „die größte Mietskasernenstadt der Erde“ wurde. In dieser Klausur verfassen Ihre Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage von vier Materialien den Begleittext für eine Ausstellung „Leben auf engem Raum“: Sie erläutern Benjamins Darstellung, deuten ein naturalistisches Gedicht von Arno Holz über das Leben in der Mietskaserne und setzen aktuelle Daten zu überbelegten Wohnungen und zur weltweiten Verstädterung zur Situation um 1900 in Beziehung – bis zu einem begründeten Fazit.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
Zweimal derselbe Titel, zwei ganz verschiedene Städte: Theodor Storms graue Stadt am Meer ist trotz aller Kargheit Heimat und Ort der Liebe, Alfred Lichtensteins Stadt ein groteskes Panorama aus Häusern wie halbtoten alten Leuten, Winden wie magren Hunden und einer spottenden Menge. In dieser Klausur analysieren Ihre Schülerinnen und Schüler Storms Gedicht mit seiner Wendung und seinem Kehrvers und vergleichen es mit Lichtensteins expressionistischer Groteske. Wahlweise nehmen sie Stellung oder schreiben einen Tagebucheintrag.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
Zwei Gedichte, zwei Kriege: Andreas Gryphius beklagt 1636 die Verwüstung durch den Dreißigjährigen Krieg, Georg Heym entwirft kurz vor dem Ersten Weltkrieg die Vision eines erwachenden Kriegsdämons, der die Städte vernichtet. In dieser Klausur analysieren Ihre Schülerinnen und Schüler das barocke Sonett mit seiner Steigerung bis zum Verlust des Seelenheils und vergleichen es mit Heyms expressionistischer Apokalypse. Wahlweise nehmen sie Stellung zur Wirkung von Kriegslyrik oder schreiben ein Podcast-Skript.
Klassenstufen: EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
„Da leben Menschen, leben schlecht und schwer“: In Rainer Maria Rilkes Gebet aus dem „Stunden-Buch“ erscheinen die großen Städte als Orte der Verlorenheit – und doch klagt der Sprecher nicht an, sondern bittet. In dieser Klausur analysieren Ihre Schülerinnen und Schüler die Gebetsform, die Anaphern und Lebensalter, den Gegensatz von drinnen und draußen und die steigernde Form der Schlussstrophe. Sie grenzen Rilkes Großstadtbild vom Expressionismus ab und beurteilen wahlweise eine These oder schreiben ein Gegengedicht.
Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
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