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Diese Doppelstunde eröffnet die sechsteilige Reihe zum Bildungsplan-Modul 5.1 und holt die Schüler:innen bewusst über ihre eigene Lebenswelt ab, bevor es später um konkrete heilige Schriften geht.
Leitfrage: Was macht etwas heilig – im Alltag und in Religionen? Wie zeigt sich das im Umgang mit heiligen Büchern?
Einstieg (10 Min.): Stilles Schreibgespräch „Was ist mir (fast) heilig?" – freiwillig, anonym möglich. Die Antworten werden als Cluster an der Tafel gesammelt.
Erarbeitung I – Kartensortierung „Heilig?" (20 Min.): In Partnerarbeit werden zehn Beispielkarten (Alltag, gesellschaftliche Grundlagen wie die Menschenwürde, religiöse Beispiele) nach „heilig / eher heilig / nicht heilig" sortiert. Daraus leiten die Schüler:innen selbst 3–4 Merkmale des Heiligen ab – der Begriff wird also nicht vorgegeben, sondern induktiv erarbeitet.
Erarbeitung II – Buchkultur im Gruppenpuzzle-Kurzformat (20 Min.): Je eine Dreiergruppe bearbeitet einen Kurztext zum Umgang mit Tora-Rolle, Koran oder Bibel und vergleicht anschließend, was dieser Umgang über den Stellenwert als „heilig" zeigt.
Sicherung: Tafelbild „Merkmale des Heiligen" als gemeinsames Ergebnis.
Didaktischer Ansatz: Bewusst schüler- und dialogorientiert – niemand muss eine religiöse Bindung offenlegen, nicht-religiöse Perspektiven (Menschenwürde, Freundschaft, Natur) sind gleichwertig einbezogen. Die Stunde wertet nichts als „richtig" oder „falsch", sondern sammelt Merkmale; die Frage, wer über das Heilige bestimmt, wird nur angedeutet und erst in Stunde 6 vertieft.
Bildungsplanbezug: Deckt die Kompetenzen D2, D4, U1, U2, R5, R6 ab und bereitet inhaltlich Stunde 3 (Entstehung/Offenbarungsverständnis der Schriften) vor.
Enthalten in der Datei sind zusätzlich Arbeitsblatt, Lösungsblatt, Präsentationsvorlage, Erwartungshorizont (AFB I–III) und Quellenverzeichnis.
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